Der Abt und sein Mönch

Ihre Psalmen haben sie selbst übersetzt. Ihre Choräle haben sie selbst komponiert. Und sogar ihr „Heiligtum“ im Weserbergland, das erste und bisher einzige deutsch-orthodoxe Kloster weltweit, haben die Mönche aus Buchhagen selbst gebaut. Allein Novizen haben sich noch keine eingefunden. Ein Besuch in einer ungewöhnlichen Zweier-WG. Von Armin Simon (Text) und Christian Wyrwa (Fotos)

Unten im Dorf liefen schon die Wetten. Ein Kasten Bier darauf, dass die Mönche binnen Monaten wieder aufgeben würden. Dass sie ihr Vorhaben abbrechen, das Grundstück renaturieren und wieder zurück in ihre Berliner Achtzimmerwohnung ziehen würden. Niemand wollte glauben, dass hier im Weserbergland, in Buchhagen, drei Kilometer hinter der Münchhausenstadt Bodenwerder, am Osthang des Vogler-Gebirges, ein Kloster entstehen würde. Schon gar nicht das erste weltweit, in dem die christlich-orthodoxe Tradition auf Deutsch praktiziert wird.

Mit einem Schwamm wischt Abt Johannes die letzten Zementschlieren von dem Sandstein-Mäuerchen. Schwarze Jogginghose, Wollsocken und Schlappen, das Gesicht von einem orthodoxen Rauschebart gesäumt, aus dem die rosigen Wangen schimmern. Die schwarze Strickmütze mit auf die Stirnkrempe gesticktem roten Kreuz vermag die Fülle seiner Haare nur halb zu bedecken. Mit den Händen zeichnet der Abt ein Rechteck in die Luft, köfferchengroß. So groß wie das Mauerstück, das er heute errichtet hat.

Die Architektur der Klosteranlage hat Abt Johannes vom griechischen Mönchsberg Athos abgekuckt. In eines der unzähligen orthodoxen Klöster dort trat er 1981 als Novize ein, wurde vier Jahre später selbst zum „Mönchs-Meister“ geweiht. Dann kehrte er nach Deutschland zurück. Spitzgiebel über dem Eingang, Halbbögen über Türen und Fenstern, im offenen Winkel angebaut der Nebentrakt mit Zellen und Hauskapelle. Die Ziegelsteine sind sandsteinfarben verputzt, in die Mauer geschobene Holzbalken tragen die Decken. „Das haben wir alles selbst gebaut“, sagt Abt Johannes, und es bleibt unklar, ob er mit „wir“ sich selbst oder die Klostergemeinschaft meint.

Vielleicht ist das in seinem Fall schlicht unerheblich. Denn außer dem Abt, Jahrgang 1955, besteht das Deutsche Orthodoxe Dreifaltigkeitskloster Buchhagen nur noch aus einem einzigen Mönch. Vater Raffael – so redet ihn auch der Klostervorstand an – ist jetzt 42 Jahre alt. Die letzten 18 davon lebt er mit Abt Johannes in der Mönchs-WG. „Besser als ein Single-Leben oder eines mit dauernden Wechselbeziehungen“, findet dieser.

Griechisch-, russisch-, bulgarisch-, rumänisch-, serbisch-, syrisch-, äthiopisch- und armenisch-orthodoxe Gemeinden, die in jeweils dieser Sprache ihre Kulte zelebrieren, gibt es zahlreich, auch in Deutschland. Deutsch-orthodoxe Gemeinden gab es bisher nicht – und also auch keine deutschsprachige christlich-orthodoxe Kultur. Die will Abt Johannes schaffen. „Ich kann mich auf den Kopf stellen“, sagt er, der für sein Noviziat noch Griechisch lernen musste: „Aber ich werde kein guter Grieche oder Russe.“

Von seinem Glauben allerdings will er nicht lassen. Der allein, schwärmt er, habe den Kult, den Zugang zum Mysterium, dem Unfassbaren, symbolisch hinter der Ikonenwand Verborgenen, erhalten. „Ich will da niemandem auf den Schlips treten“, fügt er mit ruhiger Stimme und mit einem Lächeln auf den Lippen hinzu. Aber: „Im modernen Protestantismus ist da nicht mehr viel übrig“.

Im Deutschen Orthodoxen Dreifaltigkeitskloster in Buchhagen dafür umso mehr. Acht Stunden sollst du beten, acht Stunden arbeiten, acht Stunden ruhen, lautet die tradierte Regel. Kurz nach halb sechs ruft einer der beiden Mönche mit der Hausglocke den anderen zur Frühmesse. Und natürlich die Kloster-Gäste, falls gerade welche da sind. Zwei Stunden dauert die Zeremonie in der Kapelle, für die eigentlich acht Mönche nötig wären: Der Priester und der Diakon, einer, der die Kerzen löscht und entzündet, und einer, der die Texte aussucht. Plus zwei mal zwei, die singen, je einer für die Melodie und einer für den durchgängigen Grundton, den Ison.

Solch zahlreichen Zulauf allerdings gab es im Kloster in Buchhagen bisher noch nicht. Abt Johannes und sein Mönch füllen die acht Rollen daher im fliegenden Wechsel. Sie stimmen die Psalmen an und lassen am quietschenden Seilzug die Lichter auf und ab. Sie übernehmen Part und Gegenpart im Sprechgesang und reinigen die Dochte der Öllampen. Sie schleudern aus silbernen Weihrauchschwenkern mit blechernem Scheppern Duftwolken in alle Ecken. Sie legen die goldbestickte Schärpe an und wieder ab. Das erste Tageslicht dämmert hinter den Scheiben, beim Kniefall zum Gebet rauschen die schwarzen Kutten. Als der Abt kurzzeitig hinter der Ikonenwand verschwindet, stützt sein Mönch die Unterarme auf die Lehnen des Chorgestühls und lässt die Füße baumeln. Auch ein bisschen Morgengymnastik muss schließlich sein.

Als „Glaubenserfahrung über sämtliche Sinne“ wurde die orthodoxe Liturgie einmal bezeichnet, als „verherrlichendes Mysteriendrama“, das orthodoxe Mönchstum als ein „Weg der mystischen Gottesminne“. Außenstehenden mag der pompöse Kult schlicht als Brimborium erscheinen. Dem Abt von Buchhagen und seinem Mönch öffnet die Inszenierung den Zugang zum Göttlichen, zu dem, was über Intellekt und Emotion hinausgeht.

Seinen ersten öffentlichen Einsatz hatte Abt Johannes 1981 in Berlin. Ein Hausbesetzer war bei einer Demonstration zu Tode gekommen, von der Polizei in den Verkehr getrieben, von einem Bus überfahren. Johannes Pfeiffer hielt das Totengedenken ab, dort auf der Straße, wo Freunde des Verstorbenen Blumen und Kerzen aufgestellt hatten. Ein paar schwarz gekleidete Punks und Hausbesetzer wohnten der Zeremonie bei. Einer davon zog später mit Pfeiffer auf den Berg Athos. Als Johannes Abt wurde, war Alexius sein erster Mönch.

Zu dritt starteten Johannes, Alexius und Raffael 1989 das Kloster-Projekt. Raus aus der Großstadt, der Mietswohnung im Reichsbahngebäude, ab ins dünn besiedelte Weserbergland. Fünfeinhalb Hektar misst das vom Landkreis Holzminden vermittelte Grundstück oberhalb des Dorfes, kleines Wäldchen inklusive. Ein Wohnhaus dürfte hier nicht stehen. Ein Kloster schon.

Während der Bauzeit hatten sich die Mönche im benachbarten Gutshof eingemietet. Dort in der Ecke hatten sie auch die Granate, die per Post gekommen war, monatelang herumliegen lassen. „Ich dachte, das sei ein Teil für die Heizung“, sagt Abt Johannes. Alexius brachte es irgendwann zur Polizei. Eine halbe Stunde später fiel der Staatsschutz in Buchhagen ein. Wer dem Kloster Böses wollte, wurde nie geklärt.

Das Ersparte der drei Mönche war nach zwei Jahren aufgebraucht. Vom neuen Kloster indes stand da erst der Rohbau, eine kirchenrechtliche Anerkennung war nicht in Sicht. Abt Johannes hatte zwar den Segen seines griechischen Altvaters für die Klostergründung erhalten. Nötig war darüber hinaus aber die Anbindung an eine Kirche. Nur: Eine deutsch-orthodoxe Kirche gab und gibt es nicht. Die Griechen, auf die der Abt zunächst gesetzt hatte, winkten gleich ab. Ein deutsch-orthodoxes Kloster? – Nein danke. In ihrer Not banden sich die Buchhagener Mönche zunächst an den rumänischen Patriarchen – „pro forma“, wie Abt Johannes betont, denn der zuständige Bischof saß in Paris und besaß noch nicht einmal Jurisdiktion für Deutschland. Innerhalb der evangelischen Kirche indes sorgte die orthodoxe Liaison bereits für Unruhe. „Gewisse Vorbehalte“ und „Irritationen“, so ist aus der Landeskirche zu hören, habe insbesondere der „geistliche Führungsanspruch“ von Abt Johannes hervorgerufen – übrigens auch bei anderen orthodoxen Kirchen. Ein Hannoveraner Oberkirchenrat der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) versuchte gar, beim rumänischen Patriarchen in Bukarest gegen die Klostergründung zu intervenieren. „Uns kann die Frage nicht unberührt lassen, ob hier nicht planmäßig ein Zentrum aufgebaut werden soll, von dem aus dann in unseren Gemeinden Proselytismus (das Abwerben von Gläubigen, die Red.) betrieben werden soll“, schrieb er – ein innerchristlicher Affront, den Abt Johannes bis heute noch nicht ganz verwunden hat. „Die sahen das Kloster als Konkurrenz“, vermutet er. Die evangelische Landeskirche will von all dem nichts wissen. Man habe nichts gegen ein deutsch-orthodoxes Kloster, „sofern da nicht finstere Machenschaften dahinter zu wittern sind“, sagt Ökumene-Dezernent Hans Christian Brandy. Und eine Depesche an den rumänischen Patriarchen habe es „definitiv nie gegeben“.

Fast hätten die Dorfbewohner damals ihre Wette gewonnen. Die drei Mönche hatten den Kloster-Rohbau bezogen, ein paar Bretter auf den kalten Betonboden gelegt. „Das hat keine Zukunft hier“, sagte Alexius und plädierte für den Rückzug nach Berlin. Als die beiden anderen ablehnten, stieg er aus. „Eine Katastrophe“, erinnert sich der Abt: „Ich war so weit, zu sagen: ‚Für uns zwei ist das zu viel.‘“ Vielleicht wäre er zurück auf den Athos gegangen – wenn Vater Raffael ihn nicht daran gehindert hätte. Die Bindung innerhalb der orthodoxen Mönchsgemeinschaft nämlich ist beidseitig. Der einfache Mönch ist dem Abt zum Gehorsam verpflichtet. Will der aber woanders hin ziehen, braucht er die Zustimmung der Mönche. Beziehungsweise des Mönchs.

Sein religiöses Schlüsselerlebnis hatte Johannes Pfeiffer an seinem 16. Geburtstag. Mitten in der Pubertätskrise steckte er damals, sei „ganz atheistisch orientiert“ gewesen, las Camus und Sartre und hielt das Christentum für „hausbacken“. Dann sah er, was er noch jetzt nur schwer benennen kann. Der Abt wischt mit der Hand quer durch die Luft. „Das Licht“, versucht er zu umschreiben – das habe all seine Gedankenkonstruktionen „einfach weggefegt“.

Es klingelt. Ein Holzschnitzer bringt das 1:1-Modell der Bronzeplastik, die einmal den Weihwasserbrunnen in der Mitte des Klosterhofs zieren soll. Den Entwurf dafür hat Abt Johannes gezeichnet, genauso wie er auch die Ikonen und Fresken in der Kloster-Kapelle selbst gemalt hat. „Als Mönch muss man alles machen“, sagt er und eilt dem Künstler zu Hilfe, der die Bohrmaschine in der Hand hat und den Putzrührer nicht aus dem Futter kriegt. Sonnenstrahlen fallen durch die Fenster auf den grob geschuppten Adler, dessen kräftige Krallen zwei Schlangen bändigen. Der Abt steht in der Mitte der Halle, blickt mit verschränkten Armen zufrieden auf das Kunstwerk. Seine Kutte füllt sein Bauch gut aus. „Wenn wir die Kirche bauen“, wendet er sich an den Künstler, „dann machst du mir einen schönen Löwenstuhl.“ Wie in den großen Klöstern.

Nach orthodoxem Glauben sind Worte in religiösen Texten mehr als bloß Hilfsmittel zur Kommunikation. „Das ist was ganz Heiliges“, sagt Abt Johannes. Etwas, in dem das Göttliche durchschimmern könne. Und das deswegen in der Muttersprache vorliegen muss. Mit früheren Übersetzungen der Liturgie aus dem Slawischen gibt sich der Gründer des ersten deutsch-orthodoxen Klosters der Welt dabei nicht zufrieden. Abt Johannes macht alles neu. Das wesentliche Text-Material für den Gottesdienst hat er, bis auf 15 Psalmen, bereits vom Griechischen ins Deutsche gebracht. Ein Buch mit den Stundengebeten soll demnächst erscheinen.

Worte allein genügen jedoch nicht. Zentraler Bestandteil des orthodoxen Kultes ist der Choral: jener einstimmige Sprechgesang, der, so beschreibt es der Abt „eine höhere Dimension von Sprache ermöglicht“. Dafür allerdings bedarf es eines besonderen Zusammenspiels von Text und Ton. Mit 17 war Abt Johannes nach Berlin gezogen, um Kirchenmusik und Klavier, später noch Religionswissenschaften und Byzantinistik zu studieren. Der Deutsche Choral, der die selbst übersetzten Worte um einen eigens dazu komponierten Melos ergänzt, ist seine Erfindung, sein Lebenswerk. Wobei Abt Johannes die Bezeichnung „Komposition“ für seine Tätigkeit nicht stehen lassen würde: Der „authentische Choral“, insistiert er, werde aus dem gesprochenen, göttlichen Wort heraus „entwickelt“.

Mit Schülern des Thomanerchors aus Leipzig, den Nachwuchs-Profis der Sakralmusik in Deutschland, hat der Klostervorstand zwei CDs produziert. Ohne die „Bereitschaft, den Alltag im Sinne der größtmöglichen Gottesverehrung zu gestalten“, könne man „kaum die Leichtigkeit und Souveränität erreichen, die dem Gesang der Mönche im Gottesdienst innewohnt“, gesteht einer der Sänger nach den Proben.

Eine „Grundlage und Anfang einer deutschen orthodoxen liturgischen Gesangstradition“ habe er mit seiner Arbeit geschaffen, schreibt Abt Johannes im Vorwort seines Chorbuchs. Die Zukunft dieser Tradition allerdings hängt vom Erfolg des Klosters in Buchhagen ab. „Ich kann das nicht weitergeben“, winkt Vater Raffael ab: Seine Stimme ist zu brüchig. Sieben Zellen gibt es in Buchhagen, einen möglichen Ausbau des Dachstuhls noch nicht mitgerechnet. Der Freundeskreis des Klosters, der auch finanzielle Unterstützung leistet, zählt inzwischen an die 40 Mitglieder. Weitere Mönche aber haben sich noch keine eingefunden. „Komischerweise nicht“, sagt Abt Johannes. Warum lächelt er dabei?

Ein paarmal schon hätten sie ihr Projekt auf Kirchentagen vorgestellt, berichtet Vater Raffael, „aber da kommt nicht so viel Resonanz“. Und mit einem leichten Seitenhieb auf den Abt, der bei der Planung der Klosteranlage von griechischen Verhältnissen träumte: „Heute würden wir kleiner bauen.“

Das Bimmeln des Telefons unterbricht das Gespräch. Metropolit Simeon aus Berlin, der deutsche Repräsentant der bulgarisch-orthodoxen Kirche in Deutschland – sie hatte 1993 schließlich die Schirmherrschaft über das Kloster übernommen –, ist am Apparat. Warum es so wenig orthodoxe Mönche in Deutschland gebe, trägt der Abt die Frage weiter. „Weil die Menschen weit weg sind vom heiligen Geist.“

Liebe, Gehorsam, Demut – diese drei Prinzipien der Mönchskultur hat das Buchhagener Kloster vom griechischen Berg Athos übernommen. Wenn Abt Johannes spricht, schweigt Vater Raffael, die Arme auf dem Rücken verschränkt. Vor dem Abt geht niemand an den Kochtopf. Eine „tiefe innere Freundschaft“ verbinde ihn mit seinem Mönch, ein wechselseitiges Treueverhältnis, sagt Abt Johannes. Eins, das auch die klosterinterne Hierarchie überbrücke.

Seine Freundschaften von früher dagegen hätten seinen Gang ins Kloster nicht alle überstanden, gibt der Abt zu. „Lösen von weltlichen Abhängigkeiten“ nennt er das, und dann, ins Unpersönliche verfallend: „Natürlich hat man Empfindungen“. Aufhalten konnten diese ihn nicht.

Sein Verhältnis zu Vater Raffael, der einzige Mönch, der ihm geblieben ist, sei mit den Jahren immer besser geworden. „Wir haben so viel gemeinsam als Grundhaltung. Da muss man schon sehr dumm sein, um sich auseinander zu leben.“ Und „bestimmte Dinge der Welt“, sagt der Abt, könne man auch „einfach hinter sich lassen.“ Er schnippt mit der Hand über die Schulter.

Zum Weg hin, der vom Dorf heraufführt, schirmt eine Sandsteinmauer samt zwei Türmchen das Kloster ab. Die hat eine Baufirma aus der Gegend gestiftet. Nach der Vesper, werktags der einzige öffentliche Gottesdienst, wird die Pforte geschlossen. Einen gewissen „Respekt“ hätten die Nachbarn den Mönchen aus Berlin entgegengebracht, deren Ikonenverehrung und Athos-Kult ihnen „zunächst mal fremd“ gewesen sei, erzählt der Bürgermeister der Samtgemeinde Bodenwerder, Herbert Bröckel. Aber als die Klosterquelle einmal ausfiel, brachten die Bauern Wassertanks vorbei. „Peu à peu“ habe sich dann ein „harmonisches Miteinander“ entwickelt. Ihren Besuch etwa führen die DorfbewohnerInnen inzwischen häufig zum Portal. „Wir sind heimatstiftend“, sagt der Abt. Bröckel sagt: „Wir haben uns an diese beiden Menschen gewöhnt.“

Mit Helfern haben die Mönche vor einigen Jahren am unteren Ende des Geländes, streng nach Osten ausgerichtet, die Krypta in den Hang gegraben. Teerpappe schützt die Betondecke gegen den Regen, ein paar Versorgungsleitungen ragen heraus. Die Klosterkirche, die darauf entstehen soll, hängt – als Aquarell auf Papier gebannt – im Gästeraum schon an der Wand. Wann sie einmal gebaut wird? „Wenn noch zwei weitere Mönche da sind“, sagt Abt Johannes: „Zwei von der Güte Vater Raffaels.“