Demonstration in Berlin: Protest mit Schuhen und "Guttbye"
In Berlin kamen am Samstag mehrere hundert Menschen vor dem Verteidigungsministerium zusammen und forderten Guttenbergs Rücktritt. Wichtig war dabei ein Symbol des arabischen Protests.
BERLIN dpa/taz | Mehrere hundert Menschen haben am Samstag in Berlin gegen Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) und seinen Umgang mit der Plagiats-Affäre demonstriert.
Die Demonstranten zogen am Nachmittag vom Potsdamer Platz vor das Ministerium, wie ein Polizeisprecher mitteilte. Guttenberg war der Doktortitel aberkannt worden, weil er fremde Quellen nicht ausgewiesen hatte. Kanzlerin Angela Merkel (CDU) hatte ihr Festhalten an dem CSU-Minister mehrfach bekräftigt.
Angemeldet war die Demo laut Polizei unter dem Motto "Protest gegen das ehrlose Verhalten des Verteidigungsministers, der Bundeskanzlerin und der Regierungsfraktionen im Bundestag". Die Demonstranten hatten sich zu der Aktion verabredet, um "dem Lügenbaron den Schuh" zu zeigen - in Anspielung auf diese Form des Protests in der arabischen Welt.
Am Zaun des Ministeriums befestigten sie Schuhe und Schilder mit Schmähworten, unter anderem Anspielungen auf ein französisches Revolutionslied aus dem 18. Jahrhundert. In den Online-Netzwerken Twitter und Facebook war zuvor unter dem Motto "Guttbye" zu der Demonstration mobilisiert worden.
Umverteilung gegen rechts
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