Kommentar von KLAUS-PETER KLINGELSCHMITT
Über sieben Brücken kann man heute schon gehen am Moselsporn. Jetzt kommt eine achte dazu. Rund 180 Meter über dem Fluss, an dessen Ufern die besten Rieslinge der Welt in Steillage wachsen, werden also bald Personen- und Lastkraftwagen pausenlos über die idyllische Landschaft brettern.
Bedanken dafür können sich die streitbaren Moselwinzer und ihre zahlreichen Verbündeten, die den Brückenbau vehement bekämpft haben, jetzt bei den Grünen. Denn die Partei konnte ihr Versprechen, den Hochmoselübergang in den Koalitionsverhandlungen mit der SPD noch zu verhindern, am Ende nicht halten.
Dabei hat die einzige Widerstandspartei gegen den Brückenbau ihren Stimmenanteil in der Region bei der letzten Landtagswahl glatt vervierfachen können. Doch mit dem Einknicken am Koalitionsverhandlungstisch haben die Grünen ihren Erfolg und das in sie gesetzte Vertrauen wieder verzockt.

Klaus-Peter Klingelschmitt ist taz-Korrespondent für Hessen, Rheinland-Pfalz und Saarland. Foto: privat
Der gewonnene Planungsstopp für die Mittelrheinbrücke bis 2016 ist kein ausgleichendes Gegengewicht für die "Kröte" Hochmoselübergang. Die Brücke im Unesco-Weltkulturerbe Mittelrheintal war schließlich auch bei der SPD nicht unumstritten.
Selbst aus der Staatskanzlei von Ministerpräsident Kurt Beck (SPD) heraus wurde schon im vergangenen Jahr Verhandlungsbereitschaft bis hin zum Verzicht signalisiert, falls die Unesco ihr Veto gegen den avisierten Brückenbau einlegen sollte. Bei einem weiteren geplanten Brückenbau am Rhein zwischen Wörth und Karlsruhe blieb Beck dann wieder hart wie Beton. Die Grünen Rheinland-Pfalz kuschten, in Baden-Württemberg dagegen kuschte die SPD. Rot-Grün ist eben nicht Grün-Rot.
Wahlverlierer Kurt Beck ist klarer Sieger im Koalitionspoker. Und die Grünen haben den Brücken-Blues. Dafür aber auch drei Ministerinnen.
Bei der Neuwahl am 17. Juni dürfen die Rechten mit dem Einzug ins Parlament rechnen. Die bürgerlichen Parteien des Landes müssten eine Front gegen Rechtsradikalismus bilden. von Jannis Papadimitriou
Weltraumtouristen, Satelliten und Versorgungsflüge zur ISS – die Raumfahrt wird privatisiert und kommerzialisiert.

Es ist ein echtes großes Drama, das sich da in Griechenland abspielt. Ein Drama über die Demokratie, die Unregierbarkeit. Dieses Wort muss man sich auf der Zunge zergehen lassen. Und das Drama genießen.

NRW hat gewählt. Die taz hat sich mal angeschaut, wie kreativ die Parteien waren und was das über die KandidatInnen aussagt.

„Verspätet“ – in Berlin trifft das nicht nur einzelne Flüge, sondern ganze Flughäfen. Und was passiert nun in der Hauptstadt?

Leserkommentare
05.05.2011 13:04 | HP Remmler
Nana, jetzt macht's mal halblang. Die SPD ist eben, ähnlich wie die Atomkraft, eine "Brückentechnologie", die es möglichst ...
04.05.2011 13:05 | Traurig
, einfach nur traurig. Nach Moorburg hätte ich das eigentlich nicht mehr für möglich gehalten... Und wozu jetzt noch diesen ...
04.05.2011 11:52 | Traurig
Ich habs, trotz Moorburg, eigentlich nicht für möglich gehalten. Wozu jetzt noch diesen Karrieristenclub wählen? Bei Beck w ...