Kommentar von BETTINA GAUS
Jetzt weiß die Welt also, dass Osama bin Laden unbewaffnet war, als er erschossen wurde. Entscheidende Hinweise auf seinen Aufenthaltsort wurden mit Hilfe von Folter erlangt. Und die Regierung von Pakistan, wo der Angriff stattfand, war von ihren Verbündeten offenbar nicht um Zustimmung zu der Operation gebeten worden.
All diese Angaben stammen nicht von Wichtigtuern, auch nicht von Wikileaks, sondern aus offiziellen US-Quellen. Man fühlt sich angesichts dieser Offenherzigkeit an einen Aphorismus erinnert, der dem französischen Diplomaten Talleyrand zugeschrieben wird: Das ist schlimmer als ein Verbrechen. Es ist ein Fehler.
Wenn Regierungen, Geheimdienste und Militärs das Völkerrecht offen missachten und Menschenrechte verletzen, dann gefährdet das die Regeln der internationalen Gemeinschaft in ihrem Bestand. Normen, die nur so lange gelten, wie sie den jeweils eigenen Interessen nicht zuwiderlaufen, sind wertlos.

ist politische Korrespondentin der taz. Foto: taz
Deshalb ist in diesem Zusammenhang noch die dreisteste Lüge besser als die achselzuckende Ehrlichkeit, die jetzt die US-Regierung an den Tag legt: Wer nämlich lügt und sich nicht erwischen lassen will, erkennt wenigstens prinzipiell die Gültigkeit der Normen an, die er verletzt hat. Das Weiße Haus tut genau das nicht. Washington lässt keinen Zweifel daran, dass im Ernstfall nur die eigenen Gesetze gelten.
Dieses Verhalten ist gefährlich borniert. Besser hätte man Osama den Weg zum Märtyrer kaum ebnen können – einem Mann, der sich seit Jahren nicht aus dem Haus getraut hat und längst nicht mehr dem Bild eines Helden entsprach. Aber wenn jemand wehrlos erschossen wird, dann hat das größere Wirkungsmacht, als jede Grabstelle sie hätte haben können. Die USA bauen in diesen Tagen selbst am Schrein für Osama. Ein Fehler.
Die Vermittlung von Spenderorganen läuft bislang intransparent und unkontrolliert. Und die Politik tut alles dafür, damit das so bleibt. von Heike Haarhoff
Weltraumtouristen, Satelliten und Versorgungsflüge zur ISS – die Raumfahrt wird privatisiert und kommerzialisiert.

Es ist ein echtes großes Drama, das sich da in Griechenland abspielt. Ein Drama über die Demokratie, die Unregierbarkeit. Dieses Wort muss man sich auf der Zunge zergehen lassen. Und das Drama genießen.

NRW hat gewählt. Die taz hat sich mal angeschaut, wie kreativ die Parteien waren und was das über die KandidatInnen aussagt.

„Verspätet“ – in Berlin trifft das nicht nur einzelne Flüge, sondern ganze Flughäfen. Und was passiert nun in der Hauptstadt?

Leserkommentare
10.05.2011 21:12 | guteronkel
Seltsamerweise wurde erst nach dem Tod von Bin Laden über sein Leben berichtet: Es bleibt festzustellen, dass er ein besche ...
07.05.2011 11:28 | hto
"Das Verhalten der USA ist gefährlich borniert" ...
06.05.2011 16:55 | niedrahos
Man ist ja gleich immer antiamerikanisch, wenn man diese Regierung kritisiert. Wie kleinkariert ist das denn? Als es gegen ...