Kommentar von TARIK AHMIA
Die jüngsten Videos mit Osama bin Laden sind der nächste Akt in der medialen Inszenierung um die mutmaßliche Tötung des Terroristenführers. Doch Bilder unbekannten Ursprungs und angebliche Al-Qaida-Internetbotschaften können nicht davon ablenken, dass sich die USA weiter beharrlich weigern, nachprüfbare Belege für den Tod bin Ladens und dessen genaue Umstände zu veröffentlichen. Dabei bleibt die Darstellung der Vereinigten Staaten widersprüchlich. Nach wie vor stehen die USA daher in einer Bringschuld, wissenschaftlich seriöse Beweise für bin Ladens Tod vorzulegen, die sich von unabhängigen Experten überprüfen lassen.
Dass die Darstellung der USA nicht nur in der westlichen Welt mehrheitlich akzeptiert wird, haben die Vereinigten Staaten maßgeblich den Medien zu verdanken. Durch eine oft undistanzierte Berichterstattung haben sich Zeitungen, Fernseh- und Radiosender ohne Not von journalistischen Grundregeln verabschiedet und sich bereitwillig als Propagandawerkzeuge instrumentalisieren lassen.
Zu diesem journalistischen Versagen gehört es auch, Stimmen, die überprüfbare Fakten fordern und auf offensichtliche Widersprüche hinweisen, pauschal und reflexartig als "Verschwörungstheoretiker" zu denunzieren. Dabei gäbe es gute Gründe zu mehr Skepsis. Ob Massenvernichtungswaffen im Irak, Folter in Abu Ghraib oder unschuldige Gefangene in Guantánamo: während des "Krieges gegen den Terror" unter Präsident George W. Bush gehörten Lügen und Vertuschungen zur Tagesordnung.

TARIK AHMIA ist Autor der taz. Foto: taz
In diesem Fall von historischer Tragweite muss Obama mit harten Fakten zuallererst der Wahrheit Genüge tun. Alles andere ist Propaganda, die sich in ihren Methoden von der Bush-Regierung nicht unterscheidet.
Bei der Neuwahl am 17. Juni dürfen die Rechten mit dem Einzug ins Parlament rechnen. Die bürgerlichen Parteien des Landes müssten eine Front gegen Rechtsradikalismus bilden. von Jannis Papadimitriou
Weltraumtouristen, Satelliten und Versorgungsflüge zur ISS – die Raumfahrt wird privatisiert und kommerzialisiert.

Es ist ein echtes großes Drama, das sich da in Griechenland abspielt. Ein Drama über die Demokratie, die Unregierbarkeit. Dieses Wort muss man sich auf der Zunge zergehen lassen. Und das Drama genießen.

NRW hat gewählt. Die taz hat sich mal angeschaut, wie kreativ die Parteien waren und was das über die KandidatInnen aussagt.

„Verspätet“ – in Berlin trifft das nicht nur einzelne Flüge, sondern ganze Flughäfen. Und was passiert nun in der Hauptstadt?

Leserkommentare
10.05.2011 15:48 | Florentine
Wieso seine angebliche Frau und Al-Quaiad sagen, dass er Tod ist? Naja, Gründe gäbe es. M. M. nach ist Osama für den Rest s ...
10.05.2011 13:05 | Stefan
Ich bin ja der festen Überzeugung, dass es Osama binLaden nie gegeben hat. Es gibt keine Beweise, dass er je existiert hat. ...
10.05.2011 00:32 | Konfusius
'Nach wie vor stehen die USA daher in einer Bringschuld, wissenschaftlich seriöse Beweise für bin Ladens Tod vorzulegen, di ...