Ja zur Kundus-Truppe

Regierung stimmt für maximal 450 zusätzliche Afghanistan-Soldaten, gebraucht wird die Hälfte

BERLIN | dpa/ap ■ | Die Regierung plant für eine Ausweitung des Militäreinsatzes in Afghanistan unter UN-Dach nun bis zu 450 Soldaten und ein Einsatzgebiet in der Größe von Hessen und Bayern ein. Dem stimmte das Kabinett am Dienstag zu.

Demnach sollen höchstens 450 Soldaten für den Schutz eines Wiederaufbauteams sorgen. Das mögliche Einsatzgebiet umfasst vier Provinzen mit 3,2 Millionen Menschen. Über die Mission müssen nun noch UNO, Nato, erneut das Kabinett und der Bundestag entscheiden. Der Sprecher des Verteidigungsministeriums, Norbert Bicher, und Regierungssprecher Béla Anda sagten, dass die Bundeswehr mit nur etwa 230 Soldaten für den Schutz der zivilen Helfer in einem Wiederaufbauteam plane. Das Kabinett habe mit der Festlegung auf fast die doppelte Zahl Flexibilität ermöglicht. Sonst müssten über geringfügige Änderungen wieder alle Institutionen entscheiden.