Die. Bundeswehr. Hat. Einen. Neuen. Slogan. Und. Eine. Neue. Kernbotschaft. Es. Geht. Um. Gemeinschaftsgefühl. Und. Den. Stolz. Seinem. Land. Zu. Dienen.von JULIA NIEMANN

Oh. Mein. Gott. Bild: reuters
Drei-Wort-Sätze gehen immer. Siehe: Du bist Deutschland. Doch drei einfache Worte genügen mittlerweile nicht mehr, um das rare Gut Aufmerksamkeit zu gewinnen. Da müssen schon Ausrufezeichen und Emoticons her. Das könnte dann allerdings etwas verzweifelt und unsouverän wirken: Ruf! Mich! An! :-)
Also lieber Punkte, die Akzente setzen. "Wir. Dienen. Deutschland.", lautet jetzt der Slogan, der ab sofort das Bundeswehr-Logo ergänzen und damit "Karriere mit Zukunft" ablösen wird.
Seit dem 1. Juli ist die Bundeswehr nach 50 Jahren keine Wehrpflichtarmee mehr. Dafür treten jetzt die ersten freiwillig Wehrdienstleistenden an - und der Verteidigungsminister Thomas de Maizière mit seiner neuen Kernbotschaft für die Bundeswehr: "Das Logo will sagen, dass es für junge Menschen ehrenvoll und ein Grund zum Stolz ist, Dienst für unser Land zu tun", sagte er Bild. Das läuft dann ab jetzt also auf dem amerikanischen Motivationswege, soll also heißen "Ich. liebe. Deutschland."
Das "Wir" erzeugt das dringend notwendige Gemeinschaftsgefühl des Bundes und ist somit besser als ein einsames "Ich". Ein bisschen militärische Struktur und Hierarchie muss auch rüberkommen, also wird fürderhin "gedient", jetzt wo die zukunftsträchtige Karriere abgedankt hat. Und "Dienen" wird einfach mal großgeschrieben. Obwohl es als Verb dient. Der Schriftzug ist dicker als zuvor, das macht die Aussage schon mal lauter: Vorbei ists mit der vornehmen Zurückhaltung eines nur den Tauglichen vorbehaltenen Karriereangebots.
Die Punkte sorgen dann für den passenden Kasernenhofton, man kann die Freiwilligen praktisch vor ihrem Oberst exklamieren hören: "Wir. Machens. Freiwillig." Ein bisschen Hipness sollen die Punkte der alten Tante Bundeswehr wohl auch verleihen, vielleicht sollte man den zackigen Ton mit einem Beat unterlegen und ein neues YouTube-Promovideo viral vermarkten.
Etwas problematisch ist allerdings, dass der dickere Schriftzug im Gegensatz zu dem alten rechts unter dem Kreuz etwas rausläuft - das steht nicht gerade für den Zusammenhalt der Truppe. Sondern für Strukturlosigkeit. Da geht das ganze Pathos flöten. Besser. Wär. Tucholsky. Nie. Wieder. Krieg.
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Es ist ein echtes großes Drama, das sich da in Griechenland abspielt. Ein Drama über die Demokratie, die Unregierbarkeit. Dieses Wort muss man sich auf der Zunge zergehen lassen. Und das Drama genießen.

Leserkommentare
24.03.2012 13:43 | Siggi
:) ...
21.07.2011 01:57 | Siggi
:) ...
13.07.2011 12:10 | karakoram
@ neutraler Beobachter ...