Klage für Demoroute

Revolutionäre Demonstranten wollen ihre Mai-Route vor Gericht durchsetzen. Freke Over (PDS) kritisiert Polizei

Die Veranstalter der Revolutionären 1.-Mai-Demo werden gegen die Auflagen der Polizei klagen. Das Bündnis linker und autonomer Gruppen wolle damit die von ihm angemeldete Route durch Mitte und Kreuzberg durchsetzen, sagte am Mittwoch Michael Kronewetter. Die Polizei hatte dem Bündnis die Strecke vom Potsdamer Platz vorbei am Auswärtigen Amt und Haus der Wirtschaft sowie durch einen Teil Kreuzbergs wegen zu erwartender Ausschreitungen verweigert. Stattdessen soll der Aufzug jetzt vom Anhalter Bahnhof zum Moritzplatz führen.

Der PDS-Abgeordnete Freke Over kritisierte, dass die Polizei sich mal wieder mit der NPD auf eine Demoroute einigen könne, nicht aber mit den linken Gruppierungen. Seit Tagen würden Polizeipräsident Dieter Glietsch und Innensenator Ehrhart Körting (SPD) Krawall heraufbeschwören, sagte Over. Auch das Verbot von Feuern und Flaschen im Mauerpark in der Walpurgisnacht – dort werden nur Pappbecher toleriert – entspreche weniger dem von der Polizei verkündeten Prinzip der ausgestreckten Hand als dem Motto „aufgesetzter Bierdeckel“, so Over.