Hartz-Gesetze schaden Frauen

BERLIN | afp ■ | Bei der Gleichstellung von Frauen haben Politikerinnen und Gewerkschafterinnen gestern eine skeptische Bilanz gezogen. Der DGB kritisierte am Internationalen Frauentag, dass die Arbeitsmarktreformen sich vor allem negativ auf die Frauen auswirkten. Die „Hartz-Gesetze“ benachteiligten Frauen mit Kindern, da die Gesetze beispielsweise für Rechtsansprüche auf soziale Absicherung eine ständige Arbeit voraussetzten. Zudem fänden Frauen oft keine Arbeit, die ihre Existenz sichere, sondern nur Minijobs. DGB und Bildungsministerin Edelgard Bulmahn (SPD) bemängelten den immer noch geringen Frauenanteil in Spitzenpositionen. Einen Grund dafür sieht Familienministerin Renate Schmidt (SPD) darin, dass die meisten Frauen Beruf und Kinder vereinbaren müssen. Es gebe zu wenig Kinderbetreuungsmöglichkeiten und Ganztagsschulen, sagte Schmidt. Sie kündigte gesetzliche Schritte dazu noch in diesem Jahr an. Ebenso werde demnächst die EU-Gleichstellungsrichtlinie auf den Weg gebracht.