unterm strich

Hans Küng für Vermittlung zwischen Christen und Muslimen geehrt: Der katholische Theologe Hans Küng (80) ist für seine Vermittlung zwischen Christen und Muslimen in den USA ausgezeichnet worden. Für sein Lebenswerk ehrt ihn nun das Prinz-al-Walid-bin Talal-Zentrum für muslimisch-christliche Verständigung, der Preis wurde an der Georgetown-Universität (Washington) überreicht. Küngs Standardwerk „Der Islam. Geschichte, Gegenwart, Zukunft“ habe auch in der islamischen Welt große Anerkennung gefunden.

Jin Wang klagt gegen Kündigung: Der fristlos entlassene Würzburger Generalmusikdirektor Jin Wang will gegen seine Kündigung gerichtlich vorgehen, teilte eine Anwältin des 48 Jahre alten Dirigenten am Mittwoch in Würzburg mit. Wang, Generalmusikdirektor am Mainfranken Theater, war in der vergangenen Woche fristlos entlassen worden. Hintergrund sind anhaltende Diskrepanzen mit dem Theaterorchester sowie Ermittlungen der Staatsanwaltschaft wegen versuchter Nötigung einer Studentin zu einer sexuellen Handlung.

Teure Hamburger Hochkultur: Die Hamburger Elbphilharmonie wird nach Medienberichten bis zu 137 Millionen Euro teurer als geplant. Die Stadt Hamburg und der Baukonzern Hochtief haben sich demnach nach monatelangen Verhandlungen auf einen neuen Festpreis für das Prestigeprojekt im Hafen geeinigt. Das Konzerthaus soll nun 378 Millionen Euro kosten, ursprünglich waren 241,3 Millionen Euro vereinbart. Eine Boulevardzeitung hatte bereits von über 120 Millionen Euro Mehrkosten berichtet.

Eintracht Braunschweig auf der Theaterbühne: Das Braunschweiger Staatstheater gibt sich sportlich. Im Sommer 2009 soll das Stück „Unsere Eintracht“ die Besucher ins Theater locken. In 22 Aufführungen will man so schöne Sachen wie Heimatliebe, Sport- und Theaterbegeisterung zusammenführen. Ein Kunstgriff wie Sebastian Nübelings Stuttgarter „I Furiosi“-Inszenierung (nach dem gleichnamigen Roman Nanni Balestrinis) steht wohl weniger zu erwarten. Macht nichts, Eintracht Braunschweig spielt ohnehin drittklassig.

August Diehl als Nazi-Major: Die Arbeit mit dem Regisseur Quentin Tarantino macht dem Schauspieler August Diehl einen Riesenspaß. Dem ZEITmagazin sagte er: „Wenn ich ins Studio fahre, fühle ich mich, als ginge ich tanzen.“ Diehl fährt fort: „Das hat noch eine stärkere Intensität als die Wirklichkeit.“ Das sei der „Thrill“, den er so liebe. Bei einem Süchtigen würde er dieses Gefühl „Kick“ nennen. Diehl steht derzeit mit Brad Pitt für Quentin Tarantinos Nazisatire „Inglorious Bastards“ vor der Kamera im Studio Babelsberg.