was macht eigentlich... … Helmut Lölhöffel?

Für alle sprechen

Irgendwann schafft jeder den Durchbruch. Für Helmut Lölhöffel (58) war es jetzt so weit. Aber der Reihe nach. Was musste der Mann nicht schon für Jobs machen: Journalist beim Kölner Stadtanzeiger. Fünf graue Jahre als SZ-Korrespondent in Ostberlin. Anderthalb Jahrzehnte, fast die gesamte Kohl-Ära, bei der Frankfurter Rundschau. Jeder andere hätte da Staub angesetzt – nicht so Lölhöffel. Für ihn ging der Karriereknick nach oben: 2001, in den letzten Monaten von Schwarz-Rot, kürte ihn die Spree-SPD zum Senatssprecher-Vize. Er selbst erklärte den Coup damit, „mal etwas anderes machen“ zu wollen – ein Motto, das ihm zum Leitmotiv wurde. Diepgens Sturz katapultierte ihn auf den Chefsessel des Presseamts. Einen verlängerten Senatssommer sprach er für Rot-Grün, unter Rot-Rot ließ er Klaus Wowereits Wahlkampfmanager Michael Donnermeyer ran und diente fortan Justizsenatorin Karin Schubert. Monate später der nächste Qualitätssprung: Lölhöffel wurde Pressesprecher von Vivendi Deutschland, dem Mischkonzern, der in Berlin nicht nur einen Anteil an den Wasserbetrieben, sondern auch die Starschmiede Universal Music sein Eigen nennt.

Und jetzt? Jetzt ziert Lölhöffels Name die Pressefaxe des Karnevals-Zugs Berlin e. V. Ehrenamtlich natürlich. Das erste verkündet gleich Großes: die Premiere eines echten Berliner Narren-Hits, gesungen vom Prinzenpaar Hans I. und Jutta III., „Heut geht die Party ab zum Karneval“. Zenit einer Karriere – Helmut Lölhöffel ist jetzt Sprecher der Herzen. Helau!