SILBERKUPPE

In allen vier Dimensionen unterwegs – Medienkunst aus Amsterdam

2-D, 3-D, 4-D – das von außen unscheinbare Kunstaquarium Silberkuppe erschließt mit der Ausstellung der Deutschitalienerin Catherine Biocca eine Menge Raum. Repetitive Elemente bilden den Grundkonsens ihrer ausgestellten Arbeiten, „Meeting 4D“. Schier endlos zieht sich das Muster des Bodens hin, den sie durch die Bearbeitung mit Klebeband zum begehbaren Kunstwerk erhebt. In der Hauptinstallation blöken sich zwei Wesen rau an. Das von Computerstimmen wiedergegebene Streitgespräch spiegelt die Kommunikation im Netz. Daneben muss sich der in einen Bildschirm verbannte Velociraptor sputen und rennt dem großen Tyrannosaurus in einem 90er-Jahre-Tomb-Rider-Szenario davon. Im hinteren Raum der Galerie zeigt die ebenfalls in Amsterdam lebende US-Amerikanerin Julia C. K. Stein alias Juliacks, Stipendiatin von „De Ateliers Residency“, in einem Jugendkellersetting an das Berlin der 80er Jahre erinnernd, als Doppelprojektion den geloopten Zwölfminüter „Architecture of an Atom“ – eine abenteuerliche Liebesgeschichte, die ganz ohne Dialoge auskommt. NMAY

■ Bis 25. 4., Mi.–Sa., 13–18 Uhr, und nach Absprache, Keithstr. 12