KINDER

Wenn montags der Liedermacher in der Kita meiner Tochter zu Besuch war, werden nachmittags auf dem Spielplatz Rutsche und Co. zur Nebensache. Die anwesenden Eltern müssen erst einmal die neuen Songs und Tänze lernen, was die Kinder ob der Hüftsteifigkeit und sonstiger Lernresistenz der Alten schnell an den Rand der Verzweiflung bringt – insbesondere, wenn es sich um internationales und daher weniger bekanntes Liedgut handelt. Kurz vor der Abendbrotzeit sitzen dann aber meist Text, Melodie und Moves, und alle sind zufrieden und glücklich.

SYLVIA PRAHL

sucht nach den schönsten Spielsachen

Die Tatsache, dass gemeinsames Singen und Musizieren internationaler Lieder das verständige Miteinander von Menschen unterschiedlicher Herkunft entspannt fördert, hat die Musikpädagogin Elena Marx mit der Kita am Kleistpark, der Scharmützelsee-Grundschule und der Leo Kestenberg Musikschule professionell zu Ende gedacht. Das multikulturelle Ensemble „Wir Kinder vom Kleistpark“ singt Lieder aus Deutschland, Schweden, Amerika, Korea, China, Eritrea, der Türkei, Israel, Ghana und was weiß ich nicht noch woher. Dazu wird bei den Aufführungen getanzt und alle machen mit. Am Samstag und am Sonntag geben die 54 zwischen 3- und 12-jährigen Kinder vom Kleistpark nebst Kleistpark-Band jeweils um 16 Uhr ein Konzert in der Urania in Schöneberg (Karten Erwachsene 15 €, Kinder 1 €, karten@wirkindervomkleistpark.de). Als Vorbereitung auf das Event kann man sich die – inzwischen fünfte! – CD „Wir Kinder vom Kleistpark tanzen“ anhören, dann geht das Chinesisch auch flockig über die Lippen. Und damit man auch weiß, was gesungen wird, sind die Texte in deutscher Übersetzung abgedruckt (www.wirkindervomkleistpark.de).

Außerdem wird der Britzer Garten 30 Jahre alt, Anlass für das Freilandlabor Britz, am Sonntag Groß und Klein zu einem Forschertag einzuladen. Los geht es schon um 9 Uhr mit der Führung „Singt schon die Nachtigall?“, um 11 Uhr geht es in „Blühende Gehölze“, ab 12 Uhr auf die Naturentdeckerwiese und um 13 Uhr erfahren Familien alles über „Frösche, Enten und Hüpferlinge“, um dann um 14 Uhr abschließend noch „Wildkräuter am Wegesrand“ zu finden (Parkeintritt: Erwachsene 3 €, Kinder zwischen 6 und 14 1,50 €).

Und die Waldschule im Plänterwald begeht den „Tag des Baumes“ mit einem großen Waldfest. Am Samstag wird ab 14 Uhr gespielt, gebastelt und geforscht. Für tieferes Waldwissen gehen Interessierte mit auf eine der thematischen Führungen durchs Gehölz. Fürs leibliche Wohl wird alles aufgetischt, was der Wald so hergibt – und das ist ja bekanntlich einiges (Weitere Infos: www.inu-berlin.de).