Paul Biedermann gewinnt vor Ryan Lochte sein Halbfinale über 200 Meter Freistil souverän. Er qualfiziert sich mit einer soliden Leistung als Viertbester für das Finale am Montag. von Jan Scheper

Im Finale über 200 Meter Freistil: Paul Biedermann. Bild: dpa
Die Startbedingungen: Tja, um es kurz machen: nach dem Leistungsausfall am Samstag eher bescheiden. Paul Biedermann wirkt beim Marsch in das Aquatics Centre angespannt, aber konzentriert – genauso wie Freundin Britta Steffen auf der Tribüne. Dementsprechend gelingt ihm eher ein verhaltener Start: Biedermann kommt schlecht aus dem Block.
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Die Entscheidung: Auf den ersten hundert Metern sieht es wieder nicht gut aus, Biedermann fällt zurück, scheint ordentlich Luft zu pumpen, kämpft sich schließlich aber mit kräftigen Zügen in der zweiten Hälfte des Rennen an die Spitze. Der US-Held vom Vortag, Ryan Lochte, klebt ihm an den Flossen. Scheint aber eher locker das notwendige Pensum abzuspülen. Am Ende siegt der Deutsche mit einer halben Länge Vorsprung und schwimmt sich so ins Finale am Montag.
Das Drama: Selbst dem stoisch wirkenden ARD-Reporter zittert auf den letzten 50 Metern, neben dem deutschen Team auf der Tribüne, mit, und bettelt förmlich darum, dass der Deutsche bloß nicht einbrechen möge. Tut er nicht. Sieht alles überzeugend aus.
Die Schlussfolgerung: Na, geht doch. Keine Katastrophe, sondern eine ordentliche Leistung. Biedermann is back. Allerdings muss für eine Medaille noch deutlich mehr kommen.
Und sonst? Im Interview nach dem Lauf meint Biedermann: „Ich hoffe der Stein kommt noch mehr ins Rollen“. Wollen wir jetzt mal nicht hoffen, mit rollenden Steinen im Wasser ist das so eine Sache.
Für Kaiserslautern wird's eng. Die Turn- und Sportgemeinschaft 1899 Hoffenheim e.V. hat das Relegationshinspiel gegen den FCK deutlich gewonnen.

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