was fehlt ...: ... die Fingerkuppe
In Frankreich hoffen viele Gefangene auf die Verlegung in ein anderes Gefängnis. Ein Knastbewohner verlieh mit einem besonderen Geschenk seinem Gesuch Nachdruck ...
„Fühl mal, was das wohl ist?“ - „Lass uns mal nachschauen.“ - „Nein, das ist für die Ministerin persönlich.“ Ob sich die Büroangestellte von Frankreichs Justizministerin Christiane Taubira wohl so unterhalten haben? Wir wissen es nicht. Wir wissen auch nicht, wie ihre Gesichter aussahen, als sie einen Teil vom Finger eines französischen Häftlings aus dem Umschlag holten.
Der arme Knastbewohner will nämlich näher bei seiner Familie sein und hatte gebeten, in ein entsprechendes Gefängis verlegt zu werden. „Eine traurige Angelegenheit“, sagte ein Ministeriumssprecher. Was aus dem Häftling geworden ist, wissen wir nicht. Auch nicht, was aus dem Knastzensor wurde, der das seltsame Geschenk passieren ließ. (lrs/taz)
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