Haus der Berliner Festspiele / Gartenbühne

Offene Geheimnisse - Wie sich das Apartheidsregime am Leben erhielt und wer davon profitierte

Das Buch Apartheid, Guns and Money räumt auf mit dem Mythos, dass die Apartheid in Südafrika unrentabel gewesen sei. Es liest sich wie ein Krimi, beschreibt jedoch die Realität. Die einer komplexen Maschinerie, die das rassistische System am Leben hielt und von ihr profitierte: Als das Regime in den 1970er und 1980er Jahren zunehmend unter Druck geriet, gelang es, ein globales Korruptionsnetzwerk zu errichten, das fast 50 Nationen umspannte; darunter Akteure auch in Deutschland, Belgien, Frankreich und Luxemburg.

Drahtzieher in Regierungen, Geheimdiensten, Firmen, und Banken halfen mit, die internationalen Sanktionen gegen die südafrikanische Regierung zu unterlaufen, Waffen zu liefern und Geld zu waschen. Dabei kassierten sie selbst kräftig mit. Whistleblowers wurden zum Schweigen gebracht oder ermordet. Diese Verbrechen wurden nie aufgearbeitet. Sie warfen jedoch einen langen Schatten auf die staatlichen Institutionen Südafrikas, die bis heute an endemischer Korruption leiden.

Jahrelange Archivarbeit in acht Ländern, enthüllte Geheimdokumente und Interviews werfen erstmalig Licht darauf, wie Staatsmänner, Waffenhändler, Aristokraten, Senatoren, Banker, Spione und geheime Lobbygruppen an Recht und Gesetz vorbei agierten. Einige handelten aus Überzeugung, andere aus reiner Geldgier. Viele betreiben bis heute unbehelligt weiter ihre korrupten Geschäfte. Die vom Autor Hennie van Vuuren gegründete Organisation „Open Secrets“ setzt sich dafür ein, für diese Verbrechen Rechenschaft einzufordern, auch in Europa, und, wenn nötig, vor Gericht.

Podiumsgespräch im Rahmen der Reihe Reflections des Internationalen Literaturfestivals Berlin.

Mit:

Veranstaltungsort:

Haus der Berliner Festspiele / Gartenbühne Schaperstr.24 10719 Berlin

Sprache: Englisch ohne Übersetzung

Eine Kooperation der Heinrich-Böll-Stiftung mit dem Internationalen Literaturfestival Berlin.

Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Information: Beate Adolf Programmkoordinatorin Afrika Heinrich-Böll-Stiftung E-Mail: adolf@boell.de Telefon: +49(0)285 34 -340