Babylon Kino, Berlin

Filmvorführung: HAKKUNDE

Filmvorführung: HAKKUNDE von Oluseyi Asurf

Nigeria / 2017 / 99 min / Englische Originalfassung mit dt. UT

Preis: 7€

Mit viel Freude möchten wir die Filmreihe mit anschließender Diskussion in Anwesenheit der Regisseur*innen eröffnen. Filmvorführunen welche die vielfältigen Lebensrealitäten von einzelnen Schicksalen, Aktivismus, Visionen, Utopien und Dystopien der Menschen abseits gesellschaftliche Erwartungen zeigen . Nach seinen beiden preisgekürten Kurzfilmen „Hell or Highwater“ und „A Day with Death“ über Homosexualität in Nigeria brachte Oluseyi Amuwa seinen ersten Langspielfilm heraus. „Hakkúndè“ ist ein leicht erzählter und humoristischer Film, der sich mit existenziellen Themen im heutigen Nigeria auseinander setzt. Es ist die Geschichte von einem jungen Universitätsabsolventen, der in Nigerias hektischen Hauptstadt Lagos auf Jobsuche ist. Wie viele junge, gut gebildete Nigerianer*innen ist er schon länger arbeitslos und lebt bei seiner Tante auf ihre Kosten. Lagos wird in dem Film als Metropole eingeführt, in der sich alles ums Geld dreht und jeder seinem eigenen Glück nachjagt. Akande steht tagtäglich an einer Hauptstraße mit einem riesigen Pappschild, das seine Arbeitssuche plakatiert. Von Tag zu Tag lebend, mit Schulden und einer genervten Tante im Nacken, ist er frustriert von den wenigen Chancen, die das Leben ihm bietet. Als er schließlich von einem vielversprechenden Kuhhandel hört, reist er kurzerhand mit dem Okkada-Fahrer Ibrahim in dessen Heimatdorf Kaduna im Norden Nigerias. Geprägt von existentiellen Sorgen und der täglichen Jagd nach Geld in Lagos lernt Akande dort wieder gesunde soziale Beziehungen aufzubauen, die nicht von Geld bestimmt sind. Akande lernt die Werte der Gemeinschaft zu schätzen, integriert sich in das Dorfleben und unterrichtet schließlich in der Dorfschule. Eines Tages macht er eine zufällige Entdeckung, mit der er es doch noch schafft, sein eigenes Leben zu sichern.

Die Filme wurden von FilmInitiativ Köln e.V. für den Fokus „Innerafrikanische Migration“ des 16. Kölner Afrika Film Festival (13. – 23.9.2018) ausgewählt und deutsch untertitelt - gefördert im Fonds TURN der: Kulturstiftung des Bundes. Auch die Einladung der Regisseur*innen wurde im Rahmen dieses Projekts ermöglicht.

Eine Veranstaltung von AfricAvenir wurde gefördert durch ENGAGEMENT GLOBAL mit finanzieller Unterstützung des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung.