• 13.11.2012

Ethisches Smartphone „Fairphone“

„Wir wollen die Industrie inspirieren“

Smartphones werden mit Rohstoffen aus Kriegsgebieten und von ausgebeuteten Arbeitern hergestellt. Eine Initiative aus den Niederlanden will das ändern.von Anna Schwarz

  • 24.01.2013 22:48 Uhr

    von Sha:

    Ob es wohl möglich wäre, Artikel gelegentlich mit passenden Links anzureichern?
    In diesem Fall beispielsweise mit makeitfair.org und fairphone.com.

  • 15.11.2012 19:25 Uhr

    von wischmop:

    Guter Anfang! Super intitiative!

  • 14.11.2012 19:01 Uhr

    von magy:

    die meisten Rohstoffe für Handys kommen aus Afrika besonders aus dem Kongo. Egal welche Länder da drüben die Mineralien holen interessiert doch das Leid der Menschen in den Kriegsgebieten nicht, da zählt doch nur der Profit zu haben. Da nutzen auch keine Zertifikate, wenn die Rohstoffe in Nachbarländer gebracht werden, werden dort die Zertifikat erstellt und schon paßt es. Das gleiche Spiel mit den Diamanten.
    Man könnte die Handys resaykeln, aber das ist den europäischen Ländern zu teuer, so schickt man jeglichen Wohlstandsmüll nach Afrika (Computer, Kühlschränke, Schrottautos z.B.)
    Und da sind die ganzen illegalen Schürfer, die Milizengruppen oder Rebellen, die interessieren sich nicht fürs Volk sondern nur für den Osten des Kongo und da sind all die Erdschätze, darum gehen die Kriege weiter. Lest dazu „die Twitter-Krieger“ oder „Der Schrecken kehrt in den Kongo zurück

    Was die Verseuchung der Umwelt betrifft, auch darum kümmert sich die Industriewelt nicht, wichtig ist nur, ganz billige Arbeitskräfte zu haben und billigst an Rohstoffe zu kommen. Weil man in Japan und Indien durch die Jeansherstellung die Umwelt vergiftet hat und die Menschen krank sind, will man jetzt die Produktion nach Afrika verlegen, damit man auch da Flüsse, Umwelt und Menschen vergiften kann. Ich verweise noch auf den Artikel Spiel mit dem Feuer darin die Überschrift Kabilas korrupte Generäle, die Obersten sind an der Ausplünderung des Landes beteiligt, das ist das Grausamste daran. Die unten verhungern, die Obersten machen sich zu Milliardären.

    Am Wochenende sind erst wieder 7 Menschen gestorben in den Minen. Durch heftigen Regen wurde alles aufgeweicht und alles stürzte ein, es gibt keine abgesicherten Stollen, die müssen arbeiten um evtl. ein paar Cent am Tag zu verdienen, wenn sie nicht auch da noch betrogen werden. Wer illegal schürft zahlt auch mit dem Leben, diesmal war es das Wasser, sonst sind es oft Gewehrkugeln.

  • 14.11.2012 16:42 Uhr

    von Jan Zimmermann:

    Aufgrund der vielen "Ausnahmen" in der Fairness scheint diese Initiative nicht viel mehr zu sein, als eine Marketingoffensive, die auf Menschen zielt die sich ein gutes Gewissen mit dem Smartphone-Erwerb kaufen wollen.
    Man hätte die Auswirkungen einer solchen Aktion auf das Kaufverhalten recherchieren können, anstatt schon in der Artikelüberschrift eine Art "Revolution" in der Produktion zu suggerieren, die im Umfang sogleich relativiert wird...

  • 13.11.2012 13:05 Uhr

    von Carmen:

    Tolle Idee und ein sehr guter Ansatz ! In meinem Umkreis ist eine grosse Interesse an solch einem Handy vorhanden! Viel Erfolg und eine grosse Streuung dieser Info wünsche ich euch !

  • 13.11.2012 12:07 Uhr

    von Michel:

    Ich habe mir gerade das Video der Fairphone Website angeschaut und viele Fragen, auch die der Minenarbeiter, werden nicht beantwortet. So fragt ein Arbeiter verständlicherweise nach Mindestlohn und einer Gewerkschaft. Darauf eingegangen wird in dem Video nicht.

    Die Leute im Video haben ja selbst feststellen müssen, welchen Effekt die Kamera auf die Leute haben. Was passiert wenn die Kamera weg ist? Wie will das Projekt sicherstellen, dass die angestrebten Maßstäbe vor Ort auch umgesetzt werden?

    Ein interessantes Projekt und ich werde es auf jeden Fall weiterverfolgen. Wenn ich am Ende das Gefühl habe es macht wirklich einen Unterschied, werde ich mir auch so ein Handy kaufen.

  • 13.11.2012 11:53 Uhr

    von Günter Hering:

    Es ginge noch viel ethischer: Elektro- und Elektronikschrott, der vielfach noch in Müllverbrennungsanlagen oder illegal in Afrika landet, konsequent recyceln. Effiziente Verfahren zur sortenreinen Trennung werden seit rund 20 Jahren diskutiert, aber nicht realisiert. Positive "Neben"-Effekte: Mehr Arbeitsplätze, mehr Wertschöpfung, weniger Umwelt- und Gesundheitsbelastungen, weniger Aufwendungen für Rohstoffimporte, geringerer Energieaufwand gegenüber der Erstgewinnung der benötigten Materialien, höchst sinnvolle Nutzung der zeitweilig anfallenden "Überschüsse" von Photovoltaik- und Windstrom.

  • 13.11.2012 10:47 Uhr

    von daruschkaria:

    wünschen wir der Initiative viel Glück und Erfolg bei der Umsetzung. Bitte weiter berichten!

  • 13.11.2012 09:05 Uhr

    von chr:

    Alternativen sind sicherlich begrüßenswert. Letztendlich wird sich aber nie daran etwas ändern, dass durch die Produktion (zum Teil endliche) Ressourcen verbraucht werden, auf Kosten von Mensch und Umwelt. Zumindest muss es ja nicht jede 1-2 Jahre das neueste Smartphone/E-Reader/anderes E-Spielzeug sein.

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