• 10.02.2013

Soziologin Sassen über Desintegration

„Teilhabe war gestern“

Für die Soziologin Saskia Sassen erleben wir gerade eine beispiellose Desintegration. Immer mehr Menschen werden „ausgewiesen“. von Christian Jakob

  • 19.02.2013 13:41 Uhr

    von Gentrification:

    Der Tourist ist immer auch Terrorist.

  • 19.02.2013 11:44 Uhr

    von Ant-iPod:

    Was ich bei der ganzen Geschichte sehr schlimm finde ist, dass uns die Analyse eigentlich allen klar ist... aber was unternehmen wir deswegen?

    Erschreckender fast noch ist, dass die noch verbliebene "Mittelschicht" nicht etwa dazu beiträgt, die perverse Kapitalakkumulation bei wenigen Individuen anzuprangern, sondern stattdessen die "faulen Sozialschmarotzer" als Feindbild ausgemacht haben, gegen die man sich abgrenzen müsse... damit man nur ja nicht selbst "ausgewiesen" wird.... dabei entsteht die Illusion, man könne durch eigenes Handeln darüber zumindest Mitentscheiden.

    Dem ist aber nicht so - die Entscheidung, wer dazugehört und wer nicht wird, wenngleich nicht persönlich und individuell, sondern systemisch, von einigen wenigen und keineswegs demokratisch getroffen.

    Ein Beispiel:
    das deutsche Defizit beträgt insgesamt ca. 2,1 Billionen Euro - dem gegenüber stehen Privatvermögen von ca. 8 Billionen Euro.
    Es wäre somit durchaus denkbar, das Defizit signifikant abzubauen und damit Staat, Land und Kommune wieder Handlungsspielraum zu ermöglichen und zusätzlich wieder mehr Bevölkerungsteile zu "integrieren" - aber es geschieht das Gegenteil.

    Genau diejenigen, die immer gegen die "Umverteilung" argumentieren, haben genau dies betrieben: Eine Umverteilung von unten nach oben.
    Immer mehr Sozialleistungen werden für das Individuum gekürzt, da es immer mehr Empfänger gibt und die Kosten aus dem Ruder gelaufen sind... aber warum?
    Immer mehr Reichtum sammelt sich bei immer weniger Menschen an... aber warum?
    Weil die Gesetze unseres Landes genau diese Entwicklung begünstigen.

    Zeit, dies zu ändern... dieses Jahr haben wir mal wieder die Wahl!

  • 17.02.2013 00:29 Uhr

    von bernardinho:

    "...reichlich dick aufgetragen"? Mann, Christian, reichlich unschlau und vorfrech obendrein. Überflüssige Menschen ist das Thema. Im Klartext: Selektion findet statt. Diesmal nicht an der Rampe, wo die Opfer hingekarrt werden. Die Rampe kommt vor die Haustür. Oder an den Arbeitsplatz. Oder in Deine Straße. Oder auf Deine Wiese, in Deinen Wald. Oder wird an einer Grenze errichtet. Sie ist die Grenze, die "die guten ins Töpchen" von den "Bösen ins Kröpchen" trennt.
    Zu welchen möchtest Du gehören? Manche, mehr als sich alpträumen läßt, wünschen sich, zu den Selektieren zu gehören.

  • 12.02.2013 19:43 Uhr

    von Rainer B.:

    @Dr. rer. nat. Harald Wenk

    Jeder kann sich ja mal verschreiben. Ihre Beiträge sind aber oft leider nicht mehr lesbar, ohne einen Migräneanfall zu riskieren.
    Sieht Ihre Doktorarbeit auch so aus, oder schützen Sie sich mit Verschlüsselung vor Plagiatoren?

  • 12.02.2013 01:57 Uhr

    von Dr. rer. nat. Harald Wenk:

    Es ist fast scjhon eine Kunst,aus deratig vielen industriellen Revolutionen mit ungehureem Anwachsen der Produkitivität soviel Elend sllbst in den Kernländern zu produzieren. Mehr recht kann die Realität Marx kaum geben. Der hat "entwickelten Industruerkapilismus" analysiert.
    Die Inetllektuellen, die deratig gedeckelt werden, hätten das "outen" müssen und die Brutalitäten so darsateklllen, dass kein "Entscheider" mehr irgendein Quentchen moralischer Glaubwürdigkeit hat. Die Intellektuellen können das abschätzen und sehen, der Rest kaum. Erst jetzt gibt es Massenintellektulle. Nach 250 000 Jahren Menschheit!!
    Das Ausmass der "Identifikation mit den Aggressoren" wird um Faktor über 1 Million unterschätzt!!!

  • 11.02.2013 18:55 Uhr

    von Lumpenbarbie:

    @Holländer

    Ich kann mir die Unterscheidung nur so erklären, dass "Exkludierte" dies von Anbeginn sind, wohingegen "Vertriebene" bzw. "Ausgewiesene" (Danke für den Hinweis an den Autor!) ehemals inkludiert waren, ohne die Chance zukünftig wieder Teilhabe "im System" zu erlangen.

    Da ich die Werke von Frau Sassen nicht gelesen habe, kann ich hier nur spekulieren.

  • 11.02.2013 15:18 Uhr

    von Holländer:

    von Lumpenbarbie:

    "Ich benutze den Begriff »Vertreibung« in Abgrenzung zu »Exklusion« und auch darüber hinaus. Exklusion ist eine bekannte und gut entwickelte Kategorie. Soziale Ausschließung findet innerhalb des Systems statt. Ich will mich dagegen mit denen beschäftigen, die aus dem System vertrieben werden"

    Ist dann der Unterschied zwischen Vertreibung und Exklusion nicht sehr willkürlich? Je nach Fragestellung, kann man die Systemgrenze wählen. Ob die Ausgrenzung innerhalb oder außerhalb des Systems stattfindet, wäre abhängig von dieser willkürlich gewählte Grenze.

  • 11.02.2013 12:09 Uhr

    von eMCe:

    Als selbst betroffener, der sich gegen Miethaie ähnlich zu titulierende Arbeitgeber im prekären Sektor erwehren muss und dem längst keine gesellschaftliche Teilhabe mehr zusteht und dem das letzte stückchen Kuchen im Monat nun die GEZ wegnimmt, pflege eher die bezeichnung apartheid.

    Dieses Deutschland(bzw. die USA und die EU) ist ein Apartheids-Staat, es gibt alles mögliche....... für andere.
    Bestenfalls sieht man ein Theater oder Museum(oder Restaurant oder oder oder) noch von ihnen als "Diener".

  • 11.02.2013 11:23 Uhr

    von Dr. Arbeitslos:

    Auch in Deutschland werden immer mehr Menschen ausgeschlossen, was die Soziologin kurioserweise als "Ausweisung" bezeichnet. !2 Mio. Arme gibt es in Deutschland als Folge der rot-grünen Agenda-2010 Dumpiglohngesetze und der Armuts-Hartz-IV-Gesetze.

    Die Leute stehen massenhaft in den Armenküchen an, die beschönigend "Tafeln" genannt werden. Denn Löhne, Hartz-IV-Sätze und kleine Renten nach einem Niedriglohn-Arbeitsleben reichen nicht, um sich in Deutschland genug zu essen kaufen zu können !

    Arm sind auch viele Leute mit Hochschulabschluss oder handwerksmeisterInnen. Durch die prekäre Beschäftigung (Zeitarbeit), von der auch viele "Gebildete" betroffen sind. Die ZeitarbeitMinijobs und Leiharbeit wurden auch durch die rot-grüne Agenda 2010 in Deutschland ausgeweitet und etabliert. Diese unsicheren Arbeitsverhältnisse haben viel sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze laputt gemacht.

    Vielen Dank auch, SPD und B 90 / DIE GRÜNEN für eure arbeitnehmerInnenfeindliche Politik.

    Die einzigen, die man 2013 auf Bundesebene noch wählen kann, sind die von der Linkspartei. DIE LINKE ist als PArtei entstanden als Reaktion auf die unsoziale, neoliberale Politik von Rot- Grün von 1998-2005.

  • 11.02.2013 11:19 Uhr

    von Andreas:

    Sehr guter volkswirtschaftlicher Beitrag! Danke! Es ist schon lange so, dass wir das System ändern müssen, nicht den Menschen, da es schon zu viele Systemkonforme gibt, die unwissentlich an der sozialen Misere mitarbeiten..spätestens seitdem die Beschriftung der Preisschilder von DM auf EUR vorgenommen wurde..

  • 11.02.2013 10:42 Uhr

    von Dotas erschlossenem Land:

    Völkerwanderungen sind nicht mehr möglich, alle Länder sind erschlossen, die Grenzen streng überwacht.
    Verbrennen kann das Kapital sie nicht mehr.
    Die armenpolitischen Bemühungen des 18/19. Jhrd. wurden demontiert.
    Das einzige was übrig bleibt ist die Ausgrenzung in dem Raum, in dem sie leben. Wird wohl auch der Sonderforschungsauftrag SFB700 feststellen und Drohnen werden Zivilisten militärisch ins Visier nehmen.

    Die juristische Person/Firma okkupiert die natürliche Person/Mensch, das Kapital herrscht mit Alleinstellungsmerkmal über alle Menschen.
    Wie sehr, kann an der überlebenslangen Steuernummer die frisch geborene Babys erhalten, erkannt werden aber auch daran, dass aus dem Gottesland USA Soldaten politisches Asyl in anderen Ländern suchen müssen.
    Die mediale Reaktion wäre mal interessant wenn islamische Staaten die Auslieferung ihrer "Straftäter" verlangen.
    Habeas corpus, deus lo vult.
    Jede Kultur, jeder Mensch wird den ungewollten Kampf gegen den Zinseszins verlieren.
    Der einzige Ausweg aus dieser kapitalen Blase dürfte die Verstaatlichen der Banken sein.

  • 11.02.2013 10:02 Uhr

    von Luise:

    Das Bejammern dieser Phänomene, bei denen es nebensächlich ist, welche Begrifflichkeit nun die richtigere ist, ist das Eine, aber die Antwort auf die Frage nach dem 'Warum?" wird immer und immer wieder ausgeklammert; speziell auch in der linken Presse und gewiss auch in der taz. Denn die Antwort ist äußerst unbequem. Man müsste seine Grundüberzeugungen und die "Wahrheiten" der letzten 2 bis 3 Jahrzehnte in Frage stellen. Das Übel ist die Globalisierung; die Globalisierung im Ganzen; nicht nur ein paar Auswüchse, nicht nur die sogenannten Nachteile. Nein, die wirtschaftliche Globalisierung als Projekt des Großkapitals und flankierend die kulturelle Globalisierung als Projekt der Linken. Wenn man also will, ist das Übel ganz leicht zu benennen.

  • 11.02.2013 09:54 Uhr

    von vic:

    "Aber jetzt, wo der Bürger, der Immigrant, der Tourist ein Terrorist sein kann, existiert eine Vorstellung totaler Überwachung – auch deshalb, weil wir über die nötigen Technologien verfügen"

    Das sollte uns zu denken geben.

    Dnke für diesen sehr guten Beitrag.

  • 11.02.2013 07:34 Uhr

    von @lef::

    Im Gegenteil:
    die wahren Anteile im von Ihnen so betitelten "Vulgärmarxismus" zu erkennen und danach zu handeln ist das einzige, was weiterhilft!

    Was die Welt braucht, sind nicht immer neue Theorien, sondern Menschen, die den Kern einer Sache erfassen und umsetzen.

  • 10.02.2013 18:31 Uhr

    von Rainer B.:

    Interessanter Artikel!

    Ist das, was Frau Sassen als 'Ausweisung' beschreibt, nicht eigentlich Folge global agierender organisierter Staatskriminalität?

    Die Endlichkeit der irdischen Ressourcen führt immer mehr zum gezielten Pokerspiel um Territorien und Wirtschaftsräumen.
    Kriege herkömmlicher Art sind ineffizient geworden, weil sie selbst mehr Ressourcen verschlingen als zu erobern wären.

    Der Mensch spielt in diesem Kalkül nur noch eine untergeordnete Rolle. War er nicht schon 'ausgewiesen' als das Spiel begann?

  • 10.02.2013 18:18 Uhr

    von lef:

    @von Eine_r von Millionen:
    Vulgärmarxismus hilft nicht weiter!
    Krisen, Absatzprobleme, Fall der Profitrate gibt es in jedem Wirtschaftssystem, zwangsläufig.

    was in Industriestaaten passiert, ist nichts weiter als das Ende der Ausbeutung von Industriestaaten gegenüber Nichtindustriestaaten - die produzieren jetzt selbst.
    Das "Proletariat" der Industriestaaten, Menschen also, die vorher recht gut mit von dieser Ausbeutung gelebt haben, werden jetzt entweder überflüssig oder müssen ihren Lebensstandard auf den der Neuindustriestaaten reduzieren.
    Sie werden nicht "ausgewiesen" , sondern müssen z. B. Häuser verlassen, die sie sich nicht mehr leisten können. In Agrarstaaten werden Kleinbauern "ausgewiesen", weil deren Produktion anachronistisch ist.
    Irgendwann gleicht sich Alles an - dann lebt der chinesische Arbeiter nicht schlechter, als der europäische vorher besser, Alle produzieren wieder selbst (wenn es sinnvoll ist).

    Mit "Kapitalismus" hat das nur so viel zu tun, dass "Kapitalismus" die einzige funktionierende Wirtschaftsform ist - manchmal auch "kommunistisch" gefärbt.

  • 10.02.2013 17:10 Uhr

    von Heike Lindenborn:

    SCHREIBEN oder Diskutieren bringt kein nährendes Essen auf den Tisch!!!

  • 10.02.2013 16:08 Uhr

    von lostlyrics:

    schade. ß:)

    wäre das wort "keynesianismus", d.h. ohne anführungsstriche, nicht so spät aufgetaucht, hätte es mir einige minuten des leidens über diesem vorvewrdauten betroffenheitsbrei erspart. - tip: nicht als doktorarbeit einreichen. :P

  • 10.02.2013 16:02 Uhr

    von Ihr NameChristian Jakob:

    @lumpenbarbie: Der Suhrkamp-Übersetzer, der die Sassen-Werke ins Deutsche übersetzt, hält "Ausweisung" für den angemesseneren Ausdruck als Vertreibung.

  • 10.02.2013 15:30 Uhr

    von Eine_r von Millionen:


    Die massive Überakkumulation von Kapital und der tendenzielle Fall der Profitraten mag zwar in den Augen einer Keynesianismus-Anhängerin, die mit aller Macht die Klassengesellschaft und die Unterwerfung der breiten Masse der Menschen unter die Profit- und Verwertungszwänge einer kleinen Minderheit aufrechterhalten will, "sehr marxistisch" daherkommen, aber sie sind Tatsache und die eigengesetzliche Ursache für die historische, globale Krise des kapitalistischen Systems.

    Kein Auswuchs, sondern in den unauflösbaren Widersprüchen des Kapitalismus selbst begründet.

    Und die Rückkehr zum "Keynesianismus", der den Kapitalismus wieder lieb und nett machen soll (zumindest für ein paar mehr Menschen in Europa und Nordamerika) ist eben im aktuellen Stadium des Kapitalismus, angesichts der objektiven materiellen Bedingungen, gar nicht mehr möglich. Es kann zur Stabilisierung der Profitraten nur an der einen Schraube gedreht werden, die die Grundlage allen Mehrwerts ist: an der Ausbeutung der Arbeitskraft, genauer: an der Erhöhung der Ausbeutungsrate von Lohnarbeit, wie wir sie fortlaufend auch bei uns erleben (siehe Reallohnentwicklung, Niedriglohnsektor, Prekarisierung, Intensivierung, immer mehr "ausgeschiedene", d. h. im Sinne des Kapitals "nicht verwertbare" Menschen usw.)

    Oder eben durch immer noch mehr spekulative Geschäfte, deren blasenartiger Charakter dann wieder in den nächsten Crash mündet.

    Letztlich gibt es zur Krisenlösung nur zwei Möglichkeiten: Entweder eine gigantische Vernichtung von Kapital, wie sie in den beiden Weltkriegen erfolgt ist, die jeweils dem kapitalistischen System einen "Neustart" ermöglichte, mit allen verheerenden und tödlichen Folgen für die breite Masse der Menschen. Oder eine echte Alternative zum Krisensystem der kapitalistischen Klassengesellschaft - eine Gesellschaft, in der die Arbeitenden und Produzierenden auch die Produktionsmittel besitzen und demokratisch nach ihren tatsächlichen Bedürfnissen - nicht zur Profitmaximierung einer herrschenden Klasse - produzieren und insgesamt die Gesellschaft demokratisch und sozial organisieren und gleiche Lebensrechte für Alle ermöglichen. Und ja: Dann sind wir wieder sehr bei Marx. Und Lenin.

  • 10.02.2013 15:26 Uhr

    von Erwin Topolski:

    Dem letzten Absatz (wie auch dem Rest) erlaube ich mir zu entnehmen, dass ein Fallen der Profitrate traditioneller, Güter produzierender Industrien nichts mit dem Ausweichen in den und damit der Entstehung des Finanzkapitalismus und seiner Entwicklung zum Leitsektor der Wirtschaft zu tun hat. Das ist entweder nur naiv oder naiver Erfindungsreichtum.

  • 10.02.2013 13:31 Uhr

    von noevil:

    ...und wohin wird das die Menschheit - hier die ausgewiesenen Bevölkerungsteile - führen?

    Die immer extremer Reichen werden immer weniger produzieren können, wenn immer weniger konsumieren können und deshalb die Märkte wegbrechen. Sie werden auf immer höheren Geldmengen sitzen, die nur noch Zahlen aber keine absoluten Werte mehr vermitteln, während diejenigen, denen sie entzogen wurden, verhungern.

    Die Balance stimmt bereits heute nicht mehr. Wenn diejenigen, die über Macht und Einfluss verfügen, nicht bald, auch im eigenen Interesse, zu einer wirklich sozialen - also gerechter verteilenden - Teilhabe wieder wachsender Mittelschichten zurückfinden, dann geht nicht nur der verarmte Teil sondern das ganze erkrankte System zugrunde.

    Eine Gesellschaft, die an ihrer maßlosen Gier zugrunde geht.

    Und die Zeit läuft..

  • 10.02.2013 13:19 Uhr

    von hase:

    Sassen verweist auf menschliche Katastrophen. Wie fragt daraufhin die Taz, dieses linke journalistenwunder? "Alles Dinge, die es schon lange gibt. Wo ist das Neue?" Vielleicht die Cranberryvanille in der Latte, die sich so sweet bei der harten Kopfarbeit des institutionalisierten Realitätsprinzips schlürfen lässt?

  • 10.02.2013 12:14 Uhr

    von Heinz Heise:

    Ich hab mich wohl verklickt, ich wollte zur taz und bin offenbar bei TelePolis gelandet.
    Wär aber ja schön, wenn der Interviewer wenigstens etwas mehr hinterfragt.

  • 10.02.2013 11:52 Uhr

    von Thorsten:

    Es wäre so wichtig, über Alternativen zum destruktiven Kapitalismus nachzudenken, doch wir sind alle paralysiert. Eine andere Welt ist möglich, aber nicht mit Ikea- und Apple-Jüngern. Eine neue ökologische, dogmatische Bewegung täte gut, aber ...

  • 10.02.2013 10:36 Uhr

    von Torben:

    Frau Sassen versucht mit „Ausweisung“ einen Begriff zu etablieren. In diesem Zusammenhang wäre es hilfreich, wenn zumindest zu Beginn des Interviews einmal der englische Originalausdruck genannt würde.

    Danke! :-)

  • 10.02.2013 10:32 Uhr

    von Lumpenbarbie:

    Vielen Dank für das Interview!

    Kleine Anmerkung nur:
    Expulsion heißt u. a. "Ausweisung", aber Sassen meint vermutlich - so wie die "Jungle World" den soz. Terminus mal übersetzt hat, Vertreibung:

    "Ich benutze den Begriff »Vertreibung« in Abgrenzung zu »Exklusion« und auch darüber hinaus. Exklusion ist eine bekannte und gut entwickelte Kategorie. Soziale Ausschließung findet innerhalb des Systems statt. Ich will mich dagegen mit denen beschäftigen, die aus dem System vertrieben werden"

    http://jungle-world.com/artikel/2011/26/43511.html

  • 10.02.2013 10:17 Uhr

    von eksom:

    Wartet erst einmal ab, was passieren wird, wenn die FRACKING in Nordeuropa und Deutschland zugelassen wird. Da werden nicht nur ein paar Bergarbeiter durch vergiftetes Wasser (Grundwasser) sterben, sondern ganze Regionen und Landstriche. Da man jede Firma, ohne Probleme in Europa vor allem aber in Deutschland "an die Wand fahren" darf, werden die Profite -wie immer schon vorher- privatisiert, aber die Verluste später immer sozialisiert!

  • 10.02.2013 09:56 Uhr

    von Soziologe:

    Das hört sich nach "Meine wissenschaftliche Forschung ist aber wichtig" an. Leider in den Sozialwissenschaften ein recht häufig anzutreffendes Phänomen.

  • 10.02.2013 09:54 Uhr

    von oregon pine:

    Der Vorgang der innergesellschaftlichen Exklusion ist sehr zutreffend beschrieben. Je nach Sozialsystem gibt es diese Vorgänge massenhaft auch in Deutschland. Artikel 20 des Grundgesetzes, wonach die Bundesrepublik als ein sozialer Rechtsstaat verfasst zu sein hat, ist nur noch ein verwittertes Aushängeschild alten Wunschdenkens. Die von Menschen, insbesondere Behördenmenschen gemachte Realität sieht völlig anders aus, viel grausamer und abweisender. Die mit der Gewährung von Menschenrechten verbundenen Grundbedürfnisse der Menschen werden von der neoliberalen globalen Profitökonomie und ihren staatlichen Handlangern jeden Tag aufs Neue erwürgt. Kaiser Wilhelm II. wird zum hundertsten Jahrestag des Beginns des ersten Weltkrieges 2014 mit dem adaptierten Merksatz zitiert werden: Ich erkenne keine Menschen mehr, sondern nur noch Profitcenter !

Ihr Name (wird angezeigt):*

Email (wird nicht angezeigt):*

Kommentar* - bitte beachten Sie unsere Netiquette:

Bitte geben Sie hier das Wort ein, das im Bild angezeigt wird. Dies dient der Spamvermeidung Wenn Sie das Wort nicht lesen konnten, bitte hier klicken.

CAPTCHA Bild zum Spamschutz

Wenn Sie auf "Abschicken" klicken, wird ihr Kommentar ohne weitere Bestätigung an taz.de verschickt. Er wird veröffentlicht, sobald einRedakteur ihn freigeschaltet hat. taz.de behält sich vor, beleidigende, rassistische oder aus ähnlichen Gründen unangemessene Beiträge nicht zu publizieren.

*Pflichtfelder