• 26.02.2013

Münsteraner Islam-Theologe

Streit um die Seele des Islam

Mouhanad Khorchide wird von muslimischen Verbänden angefeindet und zur „Reue“ aufgefordert – und wehrt sich nun öffentlich.von Daniel Bax

  • 07.03.2013 03:03 Uhr

    von as140:

    @ Karpfen: Sie haben die Aufklärung scheinbar nicht einmal verstanden, denn deren Aussage war niemals, dass die Religion im Unrecht wäre. Außerdem sind die meisten religiösen Texte metaphorisch zu sehen. Wenn übrigens nur 100 % Bewiesenes an Universitäten gelehrt werden dürfte, gäbe es ja garkeinen Stoff mehr:)
    Es mag stimmen, dass man keine Beweise pro hat, aber die Beweise der Contra Seite sind auch dürftig. Weder Evolutions-noch Urknalltheorie widerlegen die Existenz eines Gottes. Eine wissenschaftliche Studie hat ergeben, dass die Wahrscheinlichkeit für die Nichtexistenz Gottes bei 1:10^10^125 liegt. Ziemlich großer Zufall, nicht? Erklären sie mir doch einmal die "Nahtoderfahrung", wenn sie so allwissend sind. Eine Erfindung ist das offensichtlich nicht. Zuletzt bleibt noch zu sagen, dass es laut Stephen Hawkins mindestens 11 Dimensionen gibt. Wenn sie mir die alle definieren können, dann können sie es sich evtl. erlauben Religionen als Humbug zu diffamieren. Aber ich bezweifle, dass ihr Wissen über die Welt so ausgiebig ist. Ich habe auch nie einen Julius Caesar gesehen und nur alte Texte sagen mir, dass er existiert. Ich darf seine Existenz anzweifeln- tue ich zwar nicht- aber darf ich alle verspotten, die dies nicht tun, nur weil sie an ihn glauben, ohne ihn gesehen zu haben.

  • 04.03.2013 18:30 Uhr

    von Lügenprofessor:

    Es geht doch gar nicht darum dem "Standort Münster zu Fall zu bringen", sondern Muslime wollen Khorchide weg haben.
    Aus Österreich wurde er auch bereits verjagt, weil er seine private Weltanschauung als Islam verkauft hat.
    Weil er etwas anderes als den Islm lehrt, sollte es auch anders benannt werden (z.B. Khorchidismus)

  • 27.02.2013 20:08 Uhr

    von Goldfalter:

    Mit den genannten Herren und Institutionen verhandelt der Hamburger Senat über den "Vertrag mit Muslimen". Es hat ganz den Anschein als ob die politischen Vertreter völlig über den Tische gezogen werden.

  • 26.02.2013 20:18 Uhr

    von Karpfen:

    Eigentlich hat ein "Studiengang", der auf nicht beweisbare und durch keine nachprüfbaren Fakten untermauerte Weltbilder fußt an einer Institution, die sich der Wissenschaft (richtig! das kommt von "Wissen", nicht von "Glauben") verschrieben hat, nichts zu suchen. Auch wenn ich den Versuch einer "fortschrittlicheren" Auslegung eines hermethisch geschlossenen, fiktiven Weltbildes gut heiße, so hat doch die Theologie (sämtlicher Richtungen), außer im philosophischen oder kulturgeschichtlichen Kontext, in der Wissenschaft nichts verloren. Schon garnicht die "Ausbildung" von "Lehrern", die diese Theorien (mehr ist Religion (egal welcher Ausprägung) nicht) unseren Kindern als "Wahrheit" verkaufen sollen:
    (Erde wurde in 6 Tagen erschaffen, Jungfrauengeburt, Wasser zu Wein, Himmelreich, "Leben" nach dem Tod, etc. -die Liste ließe sich beliebig fortführen-)
    Manchmal habe ich das Gefühl, daß das Zeitalter der Aufklärung an uns vorübergegangen ist.

  • 26.02.2013 17:05 Uhr

    von Pete:

    Wenn diese "einschlägigen Vereine", allen voran die Ditib auf die Barrikaden gehen, muss dieser Herr etwas richtig gemacht haben.
    Für mich ein Grund seiner Arbeit beachtung zu schenken. Ich werde es mir ansehen und mir mein eigenes Urteil bilden.

    Vorerst bleibt zu sagen: Weiter so Herr Khorchide!

  • 26.02.2013 15:18 Uhr

    von anke:

    Eigentlich hätte das einer, der eine "Theologie der Barmherzigkeit" propagieren will, schon vorher wissen können, dass er damit garantiert die Propagandisten der "Theologie des Gehorsams und der Angst" auf den Plan ruften wird - und dass diese Leute versuchen werden zu beweisen, dass ihre Theologie die einzig wahre weil Gewinn bringende ist. Womit? Natürlich, in dem sie ihrem Konkurrenten Angst einjagen. Auf dass er ihnen gehorchen möge. Vielleicht sollten wir ja alle zusammen beten. Ganz egal, ob wir glauben oder nicht. Dafür, dass der Versuch kläglich scheitert. Derartige "Schaukämpfe" nämlich sind keineswegs den Theologen vorbehalten.

  • 26.02.2013 15:07 Uhr

    von ich:

    Zitat: "Er betont, dass er mit anderen Islamverbänden und auch dem „Koordinationsrat der Muslime“, deren Dachverband, ein gutes Verhältnis pflege."

    Seit wann bitte ist der KRM der Dachverband der islamischen Verbände? Ich würde mir wünschen, dass es einen solchen endlich gäbe, dann hätte man auch einen verfassungsrechtlichen Ansprechpartner...aber das wird noch sehr lange auf sich warten lassen.

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