Die zehn größten Lebensmittel- und Getränkehersteller der Welt erwirtschaften täglich über 800 Millionen Euro Gewinn. Zulasten von Landarbeitern, Frauen und Umwelt. von Theresa Zimmermann
Und da wundern sich die Soziologen der Welt das eine Landflucht, Stadt-findet und die Krimminalitätsrate steigt. Es geht dabei nicht nur um das was die Eltern ihren Kindern hinterlassen und vererben.
Nestle, Die Erklärung von Bern weist seit langem darauf hin. Rohstoff – Das gefährlichste Geschäft der Schweiz (2012) http://www.evb.ch/p19349.html
Oakland Institute: Institutionen wie Harvard und Vanderbilt benutzen nachweislich Hedgefonds für Landgeschäfte, die zur Vertreibung von Bauern führen. Ein Großteil des Geldes soll durch die in London ansässige Firma Emergent Asset Management fließen, sie verwaltet einen der größten Fonds für Landkäufe in Afrika, der von ehemaligen Währungshändlern von JP Morgan und Goldman Sachs geführt wird. Na passt doch wunderbar, Goldman Sachs regelt die vatikanischen Finanzen, Universitäten der USA und England greifen sich das Land und die Schweiz die Rohstoffe. Die neumoderne lebensunwirkliche, verbrannte Erde.
27.02.2013 19:40 Uhr
von wauz:
Die beste technische Erfindung ist das Patent.
27.02.2013 15:44 Uhr
von Kulturimperialismus:
Nazis und europäische Übermenschen klauen Swing, Rock und Roll und Mais. Cornflakes werden aus Mais gemacht und die Kulturpflanze Mais ist indianisch. Somit hat überhaupt niemand dieser abartig reichen Konzerne ein Recht damit Geld zu scheffeln.
27.02.2013 15:26 Uhr
von dem lentz:
@Renegade hier im kapitalistischen dtl leben wir ganz gut mit den örtlichen wasser-zks abgesehen von den paar ausnahmen wo privatisiert wurde, und wo man langsam beginnt die folgeschäden zu adieren... (regional unterschiedlich; in berlin: trockenfallen von aussenregionen der hochflächen bei gleichzeitiger durchfeuchtung der bauten im urstromtal - die pumpwerke in der peripherie sind neuer und efizienter, weshalb die im zentrum weniger genutzt werden.- dadurch steht das wasser im zentrum jetzt höher als zur bauzeit der gebäude die dadurch beschädigt werden...so kann man für ein paar pfennig gewinn millionen und abermillionen schaden generieren, nur weil das zk nicht mehr wie die 200jahre zuvor zuständig ist)
27.02.2013 15:05 Uhr
von Oona:
Bei manchen Kommentaren wird mir ja fast schlecht. Es sind doch tatsächlich einige der Meinung das Kinderarbeit absolut in Ordnung sei. Da besteht kein Unterschied, ob auf Madagaskar oder beim fröhlichen Bauern auf der Alm ein Kind arbeitet. Oh doch, der besteht. Davon abgesehen, dass Kinder auf Madagaskar mit Sicherheit härter und unter schlimmen Bedingungen arbeiten, geht es auch um die Zukunft, die diese Kinder überhaupt nicht haben. Und wenn sich an der Einstellung der Konzerne bzw. auch der Regierungen, die Ihre großen, reichen Firmen-Schäfchen besonders erregend finden, nichts ändert, ändert sich auch die Situation von ausgebeuteten Kindern nicht. "Verantwortung lernen" muss nicht das Kind auf der Plantage sondern der Konzern, die Regierung und der Verbrauchen.
27.02.2013 14:06 Uhr
von D.J.:
@von ....:
"besser wäre es das herrschende system den kapitalismus zu kritisieren den letztendlich ist der für diese misere verantworlich.........."
Der Vorkapitalismus hat Kinder ab neun arbeiten lassen, nicht "Kinder" mit 17. Der Sozialismus hat z.B. den Aralsee fast austrocknen lassen.
27.02.2013 13:57 Uhr
von D.J.:
"Kinder zwischen 12 und 17"
Per definitionem ist man ab 14 kein Kind mehr. Wenn der Rest der Studie ebenso seriös ist...
27.02.2013 13:46 Uhr
von Marcus:
Wer sich die Mühe macht, mal bei Oxfam nachzulesen und in die Studie reinschaut, der wird bemerken, dass es darin vor allem darum geht, dass große Konzerne wie z.B. Nestle in Ländern der sog. 3. Welt eine Menge Gewinne für sich (also das Management seien Vorstände, Aufsichtsräte und seine Aktionäre) abschöpft, während die Menschen, die die Arbeit zu leisten haben einen Hungerlohn erhalten, von dem sie das notwendige Wasser für ihre Familien gar nicht kaufen können. Darin liegt das Grundproblem, das hier im taz-Artikel nicht besonders gut ausgearbeitet dargestellt wird. Den großen Unternehmen geht es nicht darum, die Bevölkerung z.B. in Pakistan mit dem notwendigen Wasser zu versorgen und nur so viel zu fördern, wie es nachhaltig in der jeweiligen Region verantwortbar und somit langfristig möglich ist, sondern es geht darum, in kürzester Zeit möglichst viel Gewinn zu machen und dann wie eine Heuschrecke weiterzuziehen und die nächste Region zu verwüsten, damit die eigene Kasse und die der Aktionäre stimmt.
27.02.2013 12:36 Uhr
von Nestle Beschmutzerle:
Trinkwasser ist Allgemeingut. Daraus Profit machen ist ein Vebrechen. Das ist Fakt.
27.02.2013 12:27 Uhr
von und zu:
@Renegade:
Wenn die pakistanische Landbevölkerung (und nicht nur die) plötzlich vor vertrockneten Brunnen steht, weil eine Abfüllanlage genau dieses Wasser aus dem Boden saugt, in niemals verrottende Plastikflaschen füllt und dieses ehemals kostenlose Wasser dann für einen Dollar pro Liter verkauft, dann ist das für sie also Fortschritt, weil dadurch weniger Wasser "verschwendet" wird?
Was wäre wenn bei Ihnen demnächst kein Wasser mehr aus dem Wasserhahn käme und Sie sich mit Volvic duschen müssten? Immer noch Fortschritt? Oder endet der Fortschritt dann an Ihrem eigenen Portmonee?
27.02.2013 10:40 Uhr
von Renegade:
Witzig, ne. Da soll Trinkwasser nicht mehr verkauft werden, sondern ein Menschenrechtsgut, welches allen kostenlos zu Verfügung steht... mal abgesehen davon, dass es Geld kostet, Wasser aus der Erde zu holen, abzufüllen, und ggf. trinkfertig zu machen - was meinen Sie, was mit dem Wasserverbrauch passiert, wenn es kostenlos ist?
Bestimmt werden die Menschen es dann nicht mehr so exzessiv verbrauchen, wie es jetzt der Fall ist, sondern anfangen, richtig zu sparen um die Grundwasserspiegel zu schonen.
Oder gibt es dann das Wasser-ZK, bei dem sich jeder seine Ration abholen kann, und nur die, die die Bürokraten bestechen können, bekommen mehr?
27.02.2013 09:18 Uhr
von FaktenStattFiktion:
Es wird höchste Zeit, derart sinnlose Lobbyisten medial zu ignorieren.
Madagaskars Landbevölkerung arbeitet fast ausschließlich in der Landwirtschaft, wenn dort also 17-jährige den Eltern helfen ist das vergleichbar mit dem Azubi von 17 Lenzen in Deutschland welcher in den Betrieb geht.
Wer Wasser in Flaschen füllt ist ebenfalls egal, ob es nun der Familienbetrieb ohne Label oder Nestle macht. Was soll der sinnlose Hinweis auf Nestle?
Die Lebensmittelbranche macht Umsatz, das ist noch lange kein Gewinn. Oder kennt die taz den Unterschied nicht? Wobei gerade die Linken doch immer monieren, Lebensmittel wären zu billig.
Wobei ich mich frage, ob es denn für den Erzeuger einen Unterschied macht, ob Kellogs oder No-Name auf der Verpackung steht. Hat die taz einfach nur Vorbehalte gegen große Konzerne?
27.02.2013 07:56 Uhr
von vic:
Johnny, weil Nestlé Trinkwasser eben nicht für ein Menschenrecht halten, sondern für ein Lebensmittel, das es zu kaufen gilt. Darum.
27.02.2013 06:54 Uhr
von Kimme:
Wahnsinn, Frauen werden also ganz schlimm ausgebeutet durch die Konzerne. Nein nicht die Männer vor Ort, denen geht es gut. Auch die Kinder, auch wenn im Text anders erwähnt, frohlocken, denn die richtig armen Schweine sind nicht sie, sonder die Frauen.
Mal ehrlich, warum werden Frauen eingangs explizit erwähnt? Nur weil es per Quote in der taz-Redaktion so ausgemacht ist, dass bei den Opfern immer Frauen erwähnt werden müssen? Das Opfer-Abo gibt es anscheinend doch. Hat nur noch gefehlt, dass die Konzernleitung als rein männlich dargestellt wird.
27.02.2013 06:20 Uhr
von Victor Becker:
In diesem Zusammenhang heißt es immer "die Unternehmen"....warum nicht "das Management"? Diese Menschen treffen die Entscheidungen. Der deutsche Cola-Fahrer kann leider wenig ausrichten, auch wenn er das will.
Solange wir keine globale Form der Haftung von Managern einfordern, einführen und (verdammt nochmal) auch umsetzen, ändert sich nie was!
27.02.2013 04:53 Uhr
von ....:
besser wäre es das herrschende system den kapitalismus zu kritisieren den letztendlich ist der für diese misere verantworlich..........
27.02.2013 01:56 Uhr
von Alex:
> Die zehn größten Lebensmittel- und Getränkehersteller der Welt erwirtschaften täglich über 800 Millionen Euro Gewinn. UMSATZ oder GEWINN? Das ist NICHT das Gleiche!
Könntet ihr bitte zumindest die knalligsten Schlagzeilen zumindest per dickem Daumen überschlagen und recherchieren, bevor ihr Unfug schreibt?
Rechnet ganz einfach mit dem dickem Daumen: 800 Mio€/d x 365d/y = 292 Mrd€/Jahr. Das hieße, jeder dieser 10 Multis machte durchschnittlich 29 Mrd.€ Gewinn im Jahr. Einige etwas mehr, andere etwas weniger.
--> NICHT EINES der von euch aufgeführten Unternehmen erzielt auch NUR DIE HÄLFTE des angeblichen Durchschnittsgewinns von jährlich 29 Mrd€.
Liebe TAZ, so gewinnt der mitdenkende Leser doch den Eindruck, ihr wüsstet nicht, wovon ihr schreibt. Das schadet der Glaubwürdigkeit eurer Aussage wie eurer Zeitung.
27.02.2013 00:25 Uhr
von und zu:
Das mit den Kinderarbeitern ist doch die pure Bigotterie: Wenn ein Drittel der 12-17jährigen in der Vanilleproduktion arbeitet, dann nur deswegen, weil die Eltern keine Wahl haben, als ihre Kinder arbeiten zu schicken. Dasselbe gilt für die Schokoladen-Kindersklaven und und und und und.
Wenn man Kinderarbeit verbietet, verschwindet dadurch nicht das Armutsproblem (Ernsthaft!), wie das viele Kinderschutzinitiativen, die UN und alike gerne hätten.
Ganz im Gegenteil: Wenn legale Arbeit verboten ist, dann drückt man damit die Kinder in illegale Arbeit. Wer keine Vanille ernten darf, hält seinen Arsch auf dem Kinderstrich hin um nicht am Hunger zu verrecken, im Zweifel für fette Europäer, die die "Schönheit Afrikas" genießen, aber nicht mehr als 50 Cent für eine Tafel Schokolade zahlen wollen.
Das Problem ist der Kapitalismus selbst, die Marktwirtschaft, auch die "soziale", weil nationalsoziale, die die industrielle Vernichtung von Menschen profitabel gemacht hat - und die "Bürger" der reichen Länder zu bescheuerten Konsumsklaven, denen in staatlichen "Bildungsfabriken" von frühster Kindheit an ordentlich ins Hirn geschissen wird. Die Versprechen der Freiheit und des Kapitalismus sind nichts als die heiligen Worte des Priesters, der dich in den Arsch fickt.
Darum lasset uns beten: [Aus gebotenem Anlass, für all die, die bei WWF, UNICEF, CARITAS und anderen ihren modernen Ablasshandel bestreiten (vom unerträglich arroganten Hagen Rether)]:
Vater unser, der Du bist im Himmel, gereinigt werde Dein Name. Wir sind steinreich, komm ey! Unser Wille geschehe, wie in Chile so auch in Schweden. Deren täglich Brot gib uns heute und vergib' Du ihnen doch ihre Schulden, wie auch wir vergeben unsere Kredite. Und führe keine Untersuchung, sondern gib die Erlöse uns von den Börsen. Denn wir sind reich, haben die Kraft und die Herrlichkeit, und die bleiben immer die in Ewigkeit Armen.
27.02.2013 00:02 Uhr
von spiritofbee:
We ißt und trinkt eigentlich den ganzen Kram? Wieviel davon geht in die Müllverbrennung? Erlaube mir einen Vorschlag an die Redaktion zu machen. Täglich ein besonders verachtenswürdiges Produkt zum "Verzicht des Tages" küren. Ne Million Dosen oder so weniger pro Tag könnte doch wenigstens ein wenig dem Umsatz der Giganten schmälern. Nur da sind sie scheinbar verletzlich. Na TAZ wie wärs? Wäre mir ein wenig meiner Tageszeit wert, zwecks Recherche der Produkte.......
26.02.2013 23:35 Uhr
von Peter Rosenstein:
Das Landarbeiter ausgebeutet und die Umwelt geschädigt wird, mag ich ja gerne glauben, aber aus welchem Grund werden Frauen explizit erwähnt? Weil Frauen in der taz immer erwähnt werden müssen, wenn es um Ausbeutung und Schädigung geht, sozusagen als Redaktionsdoktrin? Wo wird die Aussage belegt? Wahnsinnsjournalismus, dass muss man schon sagen...
26.02.2013 22:20 Uhr
von Anja:
Zweifelsohne machen besagte Konzerne ihr Geschäft auf Kosten vieler Frauen. Es macht aber wirklich keinen Sinn, deren Geschlecht an dieser Stelle besonders hervorzuheben (und das noch nicht einmal zu begründen), denn Männer gehören in ebenso großem Umfang zu den Leidtragenden.
Vermutlich stand das schon so in der Pressemitteilung von Oxfam, aber bitte hört endlich auf, durch ständige tendenziöse Einstreuungen zu verschleiern, dass im Kapitalismus beide Geschlechter ziemlich gleichmäßig zu den Ausgebeuteten wie auch zu den AusbeuterInnen gehören. Es gibt keinen Widerspruch zwischen Mann und Frau, sondern zuallererst einmal zwischen arm und reich. Ihr bedient euch ansonsten des selben Prinzips, mit dem schon einmal der Klassenstandpunkt in einen 'Rassenstandpunkt' umgedichtet wurde. (Ich glaube nicht, dass ihr das wollt.)
26.02.2013 22:16 Uhr
von Kritischer_Kreuzberger:
Dieser Artikel muss überarbeitet werden.
Zitat: "Dabei erzielen die Multis 800 Millionen Euro Gewinn – täglich. Coca-Cola, Danone, Kellogg’s & Co sind für 10 Prozent der globalen Wirtschaftsleistung verantwortlich und bedienen eine Branche, die größer als der Energiesektor ist."
Sie verwechseln GEWINN und UMSATZ. Die "Big 10", also Coca-Cola, Kellogs etc. sind auch nicht für 10 Prozent des Welt-GDP verantwortlich - die von Oxfam genannten 10% beziehen sich auf die GESAMTE LEBENSMITTELINDUSTRIE.
26.02.2013 21:32 Uhr
von Johnny:
Hervorragende Dummheit. Bei uns nennt man es "Verwantwortung lernen" wenn ein Jugendlicher arbeitet, in Madagascar ist es Ausbeutung durch böse Westkonzerne. Klar.
Schade, dass die Einleitung gar nicht erklärt wurde. Wieso ist Nestle Schuld daran, dass der Trinkwasserspiegel sinkt? Weil sie das Wasser denen geben, die es trinken wollen? Was für eine idiotische Ansicht.
Leserkommentare
28.02.2013 15:10 Uhr
von ROI Terraformer:
Und da wundern sich die Soziologen der Welt das eine Landflucht, Stadt-findet und die Krimminalitätsrate steigt. Es geht dabei nicht nur um das was die Eltern ihren Kindern hinterlassen und vererben.
Nestle, Die Erklärung von Bern weist seit langem darauf hin.
Rohstoff – Das gefährlichste Geschäft der Schweiz (2012)
http://www.evb.ch/p19349.html
Oakland Institute: Institutionen wie Harvard und Vanderbilt benutzen nachweislich Hedgefonds für Landgeschäfte, die zur Vertreibung von Bauern führen.
Ein Großteil des Geldes soll durch die in London ansässige Firma Emergent Asset Management fließen, sie verwaltet einen der größten Fonds für Landkäufe in Afrika, der von ehemaligen Währungshändlern von JP Morgan und Goldman Sachs geführt wird.
Na passt doch wunderbar, Goldman Sachs regelt die vatikanischen Finanzen, Universitäten der USA und England greifen sich das Land und die Schweiz die Rohstoffe.
Die neumoderne lebensunwirkliche, verbrannte Erde.
27.02.2013 19:40 Uhr
von wauz:
Die beste technische Erfindung ist das Patent.
27.02.2013 15:44 Uhr
von Kulturimperialismus:
Nazis und europäische Übermenschen klauen Swing, Rock und Roll und Mais.
Cornflakes werden aus Mais gemacht und die Kulturpflanze Mais ist indianisch. Somit hat überhaupt niemand dieser abartig reichen Konzerne ein Recht damit Geld zu scheffeln.
27.02.2013 15:26 Uhr
von dem lentz:
@Renegade
hier
im kapitalistischen dtl
leben wir ganz gut mit den örtlichen wasser-zks
abgesehen von den paar ausnahmen wo privatisiert wurde, und wo man langsam beginnt die folgeschäden zu adieren...
(regional unterschiedlich; in berlin: trockenfallen von aussenregionen der hochflächen bei gleichzeitiger durchfeuchtung der bauten im urstromtal - die pumpwerke in der peripherie sind neuer und efizienter, weshalb die im zentrum weniger genutzt werden.- dadurch steht das wasser im zentrum jetzt höher als zur bauzeit der gebäude die dadurch beschädigt werden...so kann man für ein paar pfennig gewinn millionen und abermillionen schaden generieren, nur weil das zk nicht mehr wie die 200jahre zuvor zuständig ist)
27.02.2013 15:05 Uhr
von Oona:
Bei manchen Kommentaren wird mir ja fast schlecht. Es sind doch tatsächlich einige der Meinung das Kinderarbeit absolut in Ordnung sei. Da besteht kein Unterschied, ob auf Madagaskar oder beim fröhlichen Bauern auf der Alm ein Kind arbeitet. Oh doch, der besteht. Davon abgesehen, dass Kinder auf Madagaskar mit Sicherheit härter und unter schlimmen Bedingungen arbeiten, geht es auch um die Zukunft, die diese Kinder überhaupt nicht haben. Und wenn sich an der Einstellung der Konzerne bzw. auch der Regierungen, die Ihre großen, reichen Firmen-Schäfchen besonders erregend finden, nichts ändert, ändert sich auch die Situation von ausgebeuteten Kindern nicht.
"Verantwortung lernen" muss nicht das Kind auf der Plantage sondern der Konzern, die Regierung und der Verbrauchen.
27.02.2013 14:06 Uhr
von D.J.:
@von ....:
"besser wäre es das herrschende system den kapitalismus zu kritisieren den letztendlich ist der für diese misere verantworlich.........."
Der Vorkapitalismus hat Kinder ab neun arbeiten lassen, nicht "Kinder" mit 17.
Der Sozialismus hat z.B. den Aralsee fast austrocknen lassen.
27.02.2013 13:57 Uhr
von D.J.:
"Kinder zwischen 12 und 17"
Per definitionem ist man ab 14 kein Kind mehr. Wenn der Rest der Studie ebenso seriös ist...
27.02.2013 13:46 Uhr
von Marcus:
Wer sich die Mühe macht, mal bei Oxfam nachzulesen und in die Studie reinschaut, der wird bemerken, dass es darin vor allem darum geht, dass große Konzerne wie z.B. Nestle in Ländern der sog. 3. Welt eine Menge Gewinne für sich (also das Management seien Vorstände, Aufsichtsräte und seine Aktionäre) abschöpft, während die Menschen, die die Arbeit zu leisten haben einen Hungerlohn erhalten, von dem sie das notwendige Wasser für ihre Familien gar nicht kaufen können.
Darin liegt das Grundproblem, das hier im taz-Artikel nicht besonders gut ausgearbeitet dargestellt wird.
Den großen Unternehmen geht es nicht darum, die Bevölkerung z.B. in Pakistan mit dem notwendigen Wasser zu versorgen und nur so viel zu fördern, wie es nachhaltig in der jeweiligen Region verantwortbar und somit langfristig möglich ist, sondern es geht darum, in kürzester Zeit möglichst viel Gewinn zu machen und dann wie eine Heuschrecke weiterzuziehen und die nächste Region zu verwüsten, damit die eigene Kasse und die der Aktionäre stimmt.
27.02.2013 12:36 Uhr
von Nestle Beschmutzerle:
Trinkwasser ist Allgemeingut. Daraus Profit machen ist ein Vebrechen. Das ist Fakt.
27.02.2013 12:27 Uhr
von und zu:
@Renegade:
Wenn die pakistanische Landbevölkerung (und nicht nur die) plötzlich vor vertrockneten Brunnen steht, weil eine Abfüllanlage genau dieses Wasser aus dem Boden saugt, in niemals verrottende Plastikflaschen füllt und dieses ehemals kostenlose Wasser dann für einen Dollar pro Liter verkauft, dann ist das für sie also Fortschritt, weil dadurch weniger Wasser "verschwendet" wird?
Was wäre wenn bei Ihnen demnächst kein Wasser mehr aus dem Wasserhahn käme und Sie sich mit Volvic duschen müssten? Immer noch Fortschritt? Oder endet der Fortschritt dann an Ihrem eigenen Portmonee?
27.02.2013 10:40 Uhr
von Renegade:
Witzig, ne. Da soll Trinkwasser nicht mehr verkauft werden, sondern ein Menschenrechtsgut, welches allen kostenlos zu Verfügung steht... mal abgesehen davon, dass es Geld kostet, Wasser aus der Erde zu holen, abzufüllen, und ggf. trinkfertig zu machen - was meinen Sie, was mit dem Wasserverbrauch passiert, wenn es kostenlos ist?
Bestimmt werden die Menschen es dann nicht mehr so exzessiv verbrauchen, wie es jetzt der Fall ist, sondern anfangen, richtig zu sparen um die Grundwasserspiegel zu schonen.
Oder gibt es dann das Wasser-ZK, bei dem sich jeder seine Ration abholen kann, und nur die, die die Bürokraten bestechen können, bekommen mehr?
27.02.2013 09:18 Uhr
von FaktenStattFiktion:
Es wird höchste Zeit, derart sinnlose Lobbyisten medial zu ignorieren.
Madagaskars Landbevölkerung arbeitet fast ausschließlich in der Landwirtschaft, wenn dort also 17-jährige den Eltern helfen ist das vergleichbar mit dem Azubi von 17 Lenzen in Deutschland welcher in den Betrieb geht.
Wer Wasser in Flaschen füllt ist ebenfalls egal, ob es nun der Familienbetrieb ohne Label oder Nestle macht. Was soll der sinnlose Hinweis auf Nestle?
Die Lebensmittelbranche macht Umsatz, das ist noch lange kein Gewinn. Oder kennt die taz den Unterschied nicht? Wobei gerade die Linken doch immer monieren, Lebensmittel wären zu billig.
Wobei ich mich frage, ob es denn für den Erzeuger einen Unterschied macht, ob Kellogs oder No-Name auf der Verpackung steht. Hat die taz einfach nur Vorbehalte gegen große Konzerne?
27.02.2013 07:56 Uhr
von vic:
Johnny,
weil Nestlé Trinkwasser eben nicht für ein Menschenrecht halten, sondern für ein Lebensmittel, das es zu kaufen gilt.
Darum.
27.02.2013 06:54 Uhr
von Kimme:
Wahnsinn, Frauen werden also ganz schlimm ausgebeutet durch die Konzerne. Nein nicht die Männer vor Ort, denen geht es gut. Auch die Kinder, auch wenn im Text anders erwähnt, frohlocken, denn die richtig armen Schweine sind nicht sie, sonder die Frauen.
Mal ehrlich, warum werden Frauen eingangs explizit erwähnt? Nur weil es per Quote in der taz-Redaktion so ausgemacht ist, dass bei den Opfern immer Frauen erwähnt werden müssen?
Das Opfer-Abo gibt es anscheinend doch. Hat nur noch gefehlt, dass die Konzernleitung als rein männlich dargestellt wird.
27.02.2013 06:20 Uhr
von Victor Becker:
In diesem Zusammenhang heißt es immer "die Unternehmen"....warum nicht "das Management"? Diese Menschen treffen die Entscheidungen. Der deutsche Cola-Fahrer kann leider wenig ausrichten, auch wenn er das will.
Solange wir keine globale Form der Haftung von Managern einfordern, einführen und (verdammt nochmal) auch umsetzen, ändert sich nie was!
27.02.2013 04:53 Uhr
von ....:
besser wäre es das herrschende system den kapitalismus zu kritisieren den letztendlich ist der für diese misere verantworlich..........
27.02.2013 01:56 Uhr
von Alex:
> Die zehn größten Lebensmittel- und Getränkehersteller der Welt erwirtschaften täglich über 800 Millionen Euro Gewinn.
UMSATZ oder GEWINN? Das ist NICHT das Gleiche!
Könntet ihr bitte zumindest die knalligsten Schlagzeilen zumindest per dickem Daumen überschlagen und recherchieren, bevor ihr Unfug schreibt?
Rechnet ganz einfach mit dem dickem Daumen: 800 Mio€/d x 365d/y = 292 Mrd€/Jahr. Das hieße, jeder dieser 10 Multis machte durchschnittlich 29 Mrd.€ Gewinn im Jahr. Einige etwas mehr, andere etwas weniger.
Zu euren aufgeführten Unternehmen, laut Wikipedia:
Coca Cola: Umsatz: 48 Mrd. USD, Gewinn: 9 Mrd USD
Danone: Umsatz 19 Mrd €, Gewinn 1,9 Mrd€
Kellogs: Umsatz 13 Mrd. USD, Gewinn 1,2 Mrd USD
Nestle: Umsatz 83 CHF, Gewinn 9,8 Mrd. CHF.
Unilever: Umsatz 53 Mrd€, Gewinn 4,9 Mrd.€
--> NICHT EINES der von euch aufgeführten Unternehmen erzielt auch NUR DIE HÄLFTE des angeblichen Durchschnittsgewinns von jährlich 29 Mrd€.
Liebe TAZ, so gewinnt der mitdenkende Leser doch den Eindruck, ihr wüsstet nicht, wovon ihr schreibt. Das schadet der Glaubwürdigkeit eurer Aussage wie eurer Zeitung.
27.02.2013 00:25 Uhr
von und zu:
Das mit den Kinderarbeitern ist doch die pure Bigotterie:
Wenn ein Drittel der 12-17jährigen in der Vanilleproduktion arbeitet, dann nur deswegen, weil die Eltern keine Wahl haben, als ihre Kinder arbeiten zu schicken. Dasselbe gilt für die Schokoladen-Kindersklaven und und und und und.
Wenn man Kinderarbeit verbietet, verschwindet dadurch nicht das Armutsproblem (Ernsthaft!), wie das viele Kinderschutzinitiativen, die UN und alike gerne hätten.
Ganz im Gegenteil: Wenn legale Arbeit verboten ist, dann drückt man damit die Kinder in illegale Arbeit. Wer keine Vanille ernten darf, hält seinen Arsch auf dem Kinderstrich hin um nicht am Hunger zu verrecken, im Zweifel für fette Europäer, die die "Schönheit Afrikas" genießen, aber nicht mehr als 50 Cent für eine Tafel Schokolade zahlen wollen.
Das Problem ist der Kapitalismus selbst, die Marktwirtschaft, auch die "soziale", weil nationalsoziale, die die industrielle Vernichtung von Menschen profitabel gemacht hat - und die "Bürger" der reichen Länder zu bescheuerten Konsumsklaven, denen in staatlichen "Bildungsfabriken" von frühster Kindheit an ordentlich ins Hirn geschissen wird. Die Versprechen der Freiheit und des Kapitalismus sind nichts als die heiligen Worte des Priesters, der dich in den Arsch fickt.
Darum lasset uns beten:
[Aus gebotenem Anlass, für all die, die bei WWF, UNICEF, CARITAS und anderen ihren modernen Ablasshandel bestreiten (vom unerträglich arroganten Hagen Rether)]:
Vater unser, der Du bist im Himmel, gereinigt werde Dein Name. Wir sind steinreich, komm ey!
Unser Wille geschehe, wie in Chile so auch in Schweden.
Deren täglich Brot gib uns heute und vergib' Du ihnen doch ihre Schulden, wie auch wir vergeben unsere Kredite.
Und führe keine Untersuchung, sondern gib die Erlöse uns von den Börsen.
Denn wir sind reich, haben die Kraft und die Herrlichkeit,
und die bleiben immer die in Ewigkeit
Armen.
27.02.2013 00:02 Uhr
von spiritofbee:
We ißt und trinkt eigentlich den ganzen Kram? Wieviel davon geht in die Müllverbrennung?
Erlaube mir einen Vorschlag an die Redaktion zu machen.
Täglich ein besonders verachtenswürdiges Produkt zum "Verzicht des Tages" küren.
Ne Million Dosen oder so weniger pro Tag könnte doch wenigstens ein wenig dem Umsatz der Giganten schmälern. Nur da sind sie scheinbar verletzlich.
Na TAZ wie wärs? Wäre mir ein wenig meiner Tageszeit wert, zwecks Recherche der Produkte.......
26.02.2013 23:35 Uhr
von Peter Rosenstein:
Das Landarbeiter ausgebeutet und die Umwelt geschädigt wird, mag ich ja gerne glauben, aber aus welchem Grund werden Frauen explizit erwähnt? Weil Frauen in der taz immer erwähnt werden müssen, wenn es um Ausbeutung und Schädigung geht, sozusagen als Redaktionsdoktrin? Wo wird die Aussage belegt? Wahnsinnsjournalismus, dass muss man schon sagen...
26.02.2013 22:20 Uhr
von Anja:
Zweifelsohne machen besagte Konzerne ihr Geschäft auf Kosten vieler Frauen. Es macht aber wirklich keinen Sinn, deren Geschlecht an dieser Stelle besonders hervorzuheben (und das noch nicht einmal zu begründen), denn Männer gehören in ebenso großem Umfang zu den Leidtragenden.
Vermutlich stand das schon so in der Pressemitteilung von Oxfam, aber bitte hört endlich auf, durch ständige tendenziöse Einstreuungen zu verschleiern, dass im Kapitalismus beide Geschlechter ziemlich gleichmäßig zu den Ausgebeuteten wie auch zu den AusbeuterInnen gehören. Es gibt keinen Widerspruch zwischen Mann und Frau, sondern zuallererst einmal zwischen arm und reich.
Ihr bedient euch ansonsten des selben Prinzips, mit dem schon einmal der Klassenstandpunkt in einen 'Rassenstandpunkt' umgedichtet wurde.
(Ich glaube nicht, dass ihr das wollt.)
26.02.2013 22:16 Uhr
von Kritischer_Kreuzberger:
Dieser Artikel muss überarbeitet werden.
Zitat:
"Dabei erzielen die Multis 800 Millionen Euro Gewinn – täglich. Coca-Cola, Danone, Kellogg’s & Co sind für 10 Prozent der globalen Wirtschaftsleistung verantwortlich und bedienen eine Branche, die größer als der Energiesektor ist."
Sie verwechseln GEWINN und UMSATZ.
Die "Big 10", also Coca-Cola, Kellogs etc. sind auch nicht für 10 Prozent des Welt-GDP verantwortlich - die von Oxfam genannten 10% beziehen sich auf die GESAMTE LEBENSMITTELINDUSTRIE.
26.02.2013 21:32 Uhr
von Johnny:
Hervorragende Dummheit.
Bei uns nennt man es "Verwantwortung lernen" wenn ein Jugendlicher arbeitet, in Madagascar ist es Ausbeutung durch böse Westkonzerne. Klar.
Schade, dass die Einleitung gar nicht erklärt wurde. Wieso ist Nestle Schuld daran, dass der Trinkwasserspiegel sinkt? Weil sie das Wasser denen geben, die es trinken wollen? Was für eine idiotische Ansicht.