Sie haben einen Bachelor, können aber nicht in Deutschland arbeiten. Dank eines Mini-Studiums können Migranten ihren Abschluss umwandeln. von Bernd Kramer
Was soll denn daran das Besondere sein?? In den angelsächsischen Ländern gibts ein vielfaches an Kurzstudiengängen und einfache Wechselmöglichkeiten.
Kruzstudiengänge vorm Bachelor, Kurzstudiengänge nach dem Bachelor als Vorstufe zum Master --- alles anrechenbar, im Gegensatz zu DE.
einfache Wechselmöglichkeiten und schnelles umlernen sollte man jedem ermöglichen. Auch sollte der Zugang zum Master flexibler werden, wenn man sich beruflich neu orientieren will, dann sollte das jederzeit möglich sein. Besser als arbeitslos in einem vorherigen Bereich.
Da könnt man noch eine Menge mehr draus machen. Wieso soll nicht ein Historiker schneller zum Sozialarbeiter werden können, wieso dann einen 2. Bachelor und nicht direkt in ein Kurzstudium für bereits Graduierte. Da könnte man Zeit mit sparen und Zeit ist Geld.
04.03.2013 02:31 Uhr
von Remsch:
@Cerentola: Das kann man pauschal nicht sagen. Ich habe vor einigen Jahren mein Diplom an einer Uni gemacht. Nach einigen Jahren entschied ich mich für ein neues Masterstudium, das eigentlich konsekutiv war. Ebenfalls an einer Uni. (Also keine fehlenden Semester durch FH-Diplom) Folglich hatte ich einige Auflagen bzw. mußte Module aus dem Bachelorstudium nachholen. Das ist ganz normal und in so ziemlich jeder Prüfungsordnung als Option zu lesen, je nach Schwerpunkten und Inhalten eines Studiums. Hätte ich in meinem alten Fach einen Doktor gemacht, hätten mir diese Kenntnisse, die für den Master relevant waren, trotzdem gefehlt bzw. ich könnte sie nicht nachweisen. Nur auf Angst, Demütigung zu spekulieren, weil man meint, alles sei im Land so böse, bringt wenig. Meine Abschlüsse sind alle aus Deutschland.
02.03.2013 20:59 Uhr
von Migrant:
@Bömm
Sie haben leider nicht verstanden, worum sich eigentlich in dem Artikel handelt. Keiner schreibt das etwas über Arbeitsmangel, es handelt sich schlicht und einfach um Ausländer, die das Lebensschicksal nach Deutschland verschlagen hat. Die Frau aus dem Baltikum ist z.B wegen Liebe in Deutschland geblieben. Lieber Bömm, es ist nunmal so, dass deutsche Bürger sich ab und zu auch in Ausländer verlieben und sich deswegen auch entscheiden, nach Deutschland zu ziehen, wo ihre Abschlüsse leider öfters nicht anerkannt werden. Ich persönlich finde solche Programme immer gut, leider sind die nur ein Tropfen aufm heißen Stein.
02.03.2013 17:16 Uhr
von Cerentola:
Zwar hat "Bömm" sehr wahrscheinlich recht, dass es mit dem so genannten "Fachkräftemangel" nicht so weit her ist - auch ich denke, dass es sich um eine "Blase" handelt, die Druck ausüben soll - aber man muss auch bedenken, wie erniedrigend es ist, wenn man in ein Land einwandert, das behauptet (und im Ausland auch Werbeung damit macht!), händerringend nach Akademikern zu suchen, ausländische Abschlüsse dann aber nicht anerkennen will. Osteuropäischen Akademikern ist es durchaus schon passiert, dass sie aufgefordert wurden, sich nochmal ins Grundstudium zu setzen, obwohl sie bereits an einer Doktorarbeit in ihrem Fach arbeiteten. Auf mich wirkt das so, als würde je nach Fach und Herkunft nach zweierlei Maß gemessen. Sicher, einen Job versprechen kann man nicht jedem, der nach Deutschland kommt, aber versuchen, aus ihren Kenntnissen und Fähigkeiten etwas zu machen, sollten die Leute schon dürfen. Immerhin muss sich, wer das Pech hat KEIN Stipendium zu bekommen, vermutlich mit Hartz-IV oder Mini-Jobs begnügen, sofern die persönlichen Mittel nicht ausreichen, um noch mal ein ganzes Studium zu finanzieren. Also "Bömm", viele Migranten haben mit ähnlichen Problemen zu kämpfen wie so manch gut ausgebildeter arbeitsloser Deutscher. Ihnen wurde erst weißgemacht, hier lägen die Jobs auf der Straße und dann demütigte man sie, indem man sie glauben machen wollte, ihre Ausbildung - egal wie hochqualifiziert - reiche im Leben nicht an das deutsche Niveau heran. Das Gefühl, Leute wie man selber würden verzweifelt gesucht, nur dass man dann halt doch nicht erwünscht ist, kennen möglicherweise auch einige Einheimische, die hier im Forum aktiv sind. Vielleicht sind ja Angst, Druck und Demütigungen das, was die Vertreter unseres Wirtschaftssystems so nötig zu brauchen glauben - nicht bestimmte Ausbildungen...
02.03.2013 09:16 Uhr
von Bömm:
Es gibt keinen Fachkräftemangel in Deutschland! Das ist erlogen und erstunken. Die Firmen haben nur keine Lust ein normales Gehalt für Fachkräfte zu zahlen und wollen deswegen eine Flut von Fachkräften verursachen um die Löhne zu drücken. Wenn es wirklich Fachkräftemangel geben würde, wären die Löhne schon längst rasant gestiegen - Angebot und Nachfrage eben.
01.03.2013 23:48 Uhr
von Pete:
Mini Studium im Ausland und dank eines Mini-Studiums in Deutschland rein in den Mini Arbeitsmarkt und los gehts...vielen Dank für die Mini Löhne und die Mini Qualifikation mit Mini Ergebnis und mini blühenden Landschaften.
Leserkommentare
14.03.2013 08:04 Uhr
von jaklar:
Was soll denn daran das Besondere sein?? In den angelsächsischen Ländern gibts ein vielfaches an Kurzstudiengängen und einfache Wechselmöglichkeiten.
Kruzstudiengänge vorm Bachelor, Kurzstudiengänge nach dem Bachelor als Vorstufe zum Master --- alles anrechenbar, im Gegensatz zu DE.
einfache Wechselmöglichkeiten und schnelles umlernen sollte man jedem ermöglichen. Auch sollte der Zugang zum Master flexibler werden, wenn man sich beruflich neu orientieren will, dann sollte das jederzeit möglich sein. Besser als arbeitslos in einem vorherigen Bereich.
Da könnt man noch eine Menge mehr draus machen. Wieso soll nicht ein Historiker schneller zum Sozialarbeiter werden können, wieso dann einen 2. Bachelor und nicht direkt in ein Kurzstudium für bereits Graduierte. Da könnte man Zeit mit sparen und Zeit ist Geld.
04.03.2013 02:31 Uhr
von Remsch:
@Cerentola: Das kann man pauschal nicht sagen. Ich habe vor einigen Jahren mein Diplom an einer Uni gemacht. Nach einigen Jahren entschied ich mich für ein neues Masterstudium, das eigentlich konsekutiv war. Ebenfalls an einer Uni. (Also keine fehlenden Semester durch FH-Diplom) Folglich hatte ich einige Auflagen bzw. mußte Module aus dem Bachelorstudium nachholen. Das ist ganz normal und in so ziemlich jeder Prüfungsordnung als Option zu lesen, je nach Schwerpunkten und Inhalten eines Studiums. Hätte ich in meinem alten Fach einen Doktor gemacht, hätten mir diese Kenntnisse, die für den Master relevant waren, trotzdem gefehlt bzw. ich könnte sie nicht nachweisen. Nur auf Angst, Demütigung zu spekulieren, weil man meint, alles sei im Land so böse, bringt wenig. Meine Abschlüsse sind alle aus Deutschland.
02.03.2013 20:59 Uhr
von Migrant:
@Bömm
Sie haben leider nicht verstanden, worum sich eigentlich in dem Artikel handelt. Keiner schreibt das etwas über Arbeitsmangel, es handelt sich schlicht und einfach um Ausländer, die das Lebensschicksal nach Deutschland verschlagen hat. Die Frau aus dem Baltikum ist z.B wegen Liebe in Deutschland geblieben. Lieber Bömm, es ist nunmal so, dass deutsche Bürger sich ab und zu auch in Ausländer verlieben und sich deswegen auch entscheiden, nach Deutschland zu ziehen, wo ihre Abschlüsse leider öfters nicht anerkannt werden. Ich persönlich finde solche Programme immer gut, leider sind die nur ein Tropfen aufm heißen Stein.
02.03.2013 17:16 Uhr
von Cerentola:
Zwar hat "Bömm" sehr wahrscheinlich recht, dass es mit dem so genannten "Fachkräftemangel" nicht so weit her ist - auch ich denke, dass es sich um eine "Blase" handelt, die Druck ausüben soll - aber man muss auch bedenken, wie erniedrigend es ist, wenn man in ein Land einwandert, das behauptet (und im Ausland auch Werbeung damit macht!), händerringend nach Akademikern zu suchen, ausländische Abschlüsse dann aber nicht anerkennen will. Osteuropäischen Akademikern ist es durchaus schon passiert, dass sie aufgefordert wurden, sich nochmal ins Grundstudium zu setzen, obwohl sie bereits an einer Doktorarbeit in ihrem Fach arbeiteten. Auf mich wirkt das so, als würde je nach Fach und Herkunft nach zweierlei Maß gemessen. Sicher, einen Job versprechen kann man nicht jedem, der nach Deutschland kommt, aber versuchen, aus ihren Kenntnissen und Fähigkeiten etwas zu machen, sollten die Leute schon dürfen. Immerhin muss sich, wer das Pech hat KEIN Stipendium zu bekommen, vermutlich mit Hartz-IV oder Mini-Jobs begnügen, sofern die persönlichen Mittel nicht ausreichen, um noch mal ein ganzes Studium zu finanzieren. Also "Bömm", viele Migranten haben mit ähnlichen Problemen zu kämpfen wie so manch gut ausgebildeter arbeitsloser Deutscher. Ihnen wurde erst weißgemacht, hier lägen die Jobs auf der Straße und dann demütigte man sie, indem man sie glauben machen wollte, ihre Ausbildung - egal wie hochqualifiziert - reiche im Leben nicht an das deutsche Niveau heran. Das Gefühl, Leute wie man selber würden verzweifelt gesucht, nur dass man dann halt doch nicht erwünscht ist, kennen möglicherweise auch einige Einheimische, die hier im Forum aktiv sind. Vielleicht sind ja Angst, Druck und Demütigungen das, was die Vertreter unseres Wirtschaftssystems so nötig zu brauchen glauben - nicht bestimmte Ausbildungen...
02.03.2013 09:16 Uhr
von Bömm:
Es gibt keinen Fachkräftemangel in Deutschland! Das ist erlogen und erstunken. Die Firmen haben nur keine Lust ein normales Gehalt für Fachkräfte zu zahlen und wollen deswegen eine Flut von Fachkräften verursachen um die Löhne zu drücken.
Wenn es wirklich Fachkräftemangel geben würde, wären die Löhne schon längst rasant gestiegen - Angebot und Nachfrage eben.
01.03.2013 23:48 Uhr
von Pete:
Mini Studium im Ausland und dank eines Mini-Studiums in Deutschland rein in den Mini Arbeitsmarkt und los gehts...vielen Dank für die Mini Löhne und die Mini Qualifikation mit Mini Ergebnis und mini blühenden Landschaften.