• 15.03.2013

Inklusion in Baden-Württemberg

Behinderte Schüler müssen warten

Grün-Rot in Baden-Württemberg versprach mehr gemeinsamen Unterricht behinderter und nicht behinderter Schüler. Doch das Gesetz verspätet sich.von Nadine Michel

  • 15.03.2013 18:41 Uhr

    von berufsschullehrer:

    Würden doch alle UN-Resolutionen so "ernst" genommen wie diese...
    Ich behaupte nach den Erfahrungen in NRW, dass die Länder die teuren "Sonderschulen" sparen wollen und die teuren SonderpädagogInnen gleich mit. Das wird dann als "Fortschritt" verkauft, wird aber wegen der krass fehlenden Ressourcen und überfüllter Klassen zu einem kollektiven Desaster, das den Zulauf zu den Privatschulen nur verstärkt. Die meisten "Behinderten" sind erzieherisch vernachlässigt und werden viel zu spät gefördert, geschweige denn diagnostiziert.
    Auf die Dauer stellt man den Förderbedarf gleich gar nicht mehr fest - in NRW angedacht - und dann sind alle Probleme gelöst.
    Das ist Politik.
    Kolleg/innen, kämpft und weigert euch, bei dieser Ver---äppelung und Ausbeutung mitzumachen!!!
    Eltern, fordert einklagbare Betreuungsschlüssel - sonst sitzen eure Kinder in vollen KLassen und die Sonderpädadgogin fällt wegen "iss nich" einfach aus - so in NRW passiert.
    Fazit - es geht mal wieder ums Sparen, nicht um Menschen. Schade.

  • 15.03.2013 17:12 Uhr

    von Wolfgang Banse:

    Inklusion ist ein Menschenrecht und dieses ist ohne wenn und aber durch zu führen,per Analog der UN-Behindertenrechtskonvention.Dies gilt auch für das sogenannte Musterländle Baden Württenberg.Der Gleichheitsgrudsatz des Grundgesetzes wird verletzt,Klage solte gegn das Land Baden Württemberg erhoben werden.

  • 15.03.2013 14:02 Uhr

    von Schulsprecher:

    Wir hier in Baden-Würrtemberg haben mit der Masseneinwanderung am meisten zu tun, dahin fliesst das Geld. Deutsche Behinderte müssen sich nun hinten anstellen, also immer ruhig bleiben und nicht aufregen.

  • 15.03.2013 13:04 Uhr

    von Wilhelmsburger24:

    Das Bild der TAZ zu diesem Artikel zeigt unbewusst das wirkliche Problem: wenn von "behinderten Schuelern" die Rede ist, dann meint der Durchschnittsmensch jemanden etwa im Rollstuhl, so wie in diesem Bild.

    Doch das ist ein Trugschluss, wenn nicht gar eine grosse ideologische Luege.

    Denn tatsaechlich sind die wahren "behinderten Schueler" - sofern ihre Eltern eine Regelbeschulung wuenscchen - laengst in Integrationsklassen an Regelschulen oder an. Diejennigen Eltern, welche ihre wirklih "behinderten Schueler" nicht an Regelschulen anmelden wollen (dvon gib es eine grossen Anzahl - etwa weil sie die besondere echte und gezielte Foerderng an speziellen Foerderschulen schaetzen oder weil sie Angst vor der Diskriminierung ihrer Kinder an Regelschulen haben, so etwas gibt es einfach).

    Tatsaechlich aber zeigt das Negativbeispiel Hamburg, dass der Begriff "behidnerter Schueler" leider auf alle Besucher von Foerderschulen bei solchen Aktionen ausgeweitet wird. Damit werden so genannten LSE-Schueler mit erfasst - also keine Behinderten mit Rollstuhl, sondern schwererziehbare Schuelern mit Verhaltensauffaelligkeiten, oft durch absolut mangelhafte Sozialisation im eigenen Elternhaus oder der eigenen "Kultur"-Umgebung.

    Gerade diese Gruppe stellt nach den Negativerfahrungen in Hamburg die groesste Gruppe der Rueckkehrer an Regelschulen dar. Und es ist leider auch die Gruppe, die sich gerade dort konzentriert, wo man Probleme eigentlich am wenigsten gebrauchen kann: in Stadtteilen mit hohen sozialen Problemen, wo die Schulen bereits ein besonders schweres Kreuz zu tragen haben. Diese Schulen werden dann zusaetzlich belastet. In Hamburg-Wilhelmsburg beispielswiese fuehrte das wiederhilt zu Brandbriefen von Schulelitern und Lehrern.

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