• 18.03.2013

130.-133. Tag Kongo-Kriegsverbrecherprozess II

„Die Kongolesen schreien viel“

„Sie schreien immer, weil sie Angst haben“: Ein ehemaliger FDLR-Kämpfer plaudert über den Umgang mit kongolesischen Regierungssoldaten.von Dominic Johnson

  • 19.03.2013 21:18 Uhr

    von Dominic Johnson:

    Lingala ist traditionell im Kongo seit der Unabhängigkeit die gemeinsame Sprache des Militärs, in der Anweisungen und militärische Befehle erteilt werden; jeder Soldat muss Lingala verstehen können, um seinen Dienst überall im Land verrichten zu können. Umgekehrt hat daher auch jeder Kongolese ein Interesse daran, zumindest ein paar Worte Lingala zu können, um mit Sicherheitskräften aus anderen Landesteilen umzugehen. Die Sprache hat damit außerhalb ihrer normalen Verbreitungsgebiete im Kongo den Ruf einer Sprache von Befehl und Gehorsam.

  • 19.03.2013 11:32 Uhr

    von rita:

    Interessant finde ich hier die Aussage, dass die Soldaten der FARDC Lingala sprachen, denn Lingala ist die Sprache der Hauptstadt Kinshasa, eine Entfernung von ca. 3000 km und keine gemeinsame Sprache außer Französisch, das auch nicht jeder spricht. Das bedeutet, die Soldaten der FDLR waren der Bevölkerung eigentlich näher als die der Regierungsarmee.
    Frage wäre hier auch, wieso sind an dieser Stelle Soldaten aus Kinshasa eingesetzt? - Ist natürlich nicht relevant für diese Gerichtsverhandlung, aber schon interessant, wie ich finde.

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