• 19.03.2013

10 Jahre nach dem Irakkrieg

Ein komplett gescheiterter Staat

Das Land ist von einem funktionierenden Rechtsstaat weit entfernt. Zehn Jahre nach dem Irakkrieg zeigt sich eine niederschmetternde Bilanz.von Najem Wali

  • 22.03.2013 18:07 Uhr

    von muh:

    "Gescheitert bei der Etablierung eines Staatsmonopols der bewaffneten Gewalt."

    Nicht bei, sondern wegen (dem Versuch). Einem Staat ein Monopol auf Waffen zu geben (wie wir es ja DeFacto getan haben) ist so ziemlich die dämlichste Idee überhaupt. Wer hat denn im Laufe der Geschichte mehr unschuldige ermordet, mehr Menschen hungern und dursten lassen, ausgebeutet, mehr Menschenrechte ignoriert als "der Staat"? Und ausgerechnet der soll nun ein Monopol auf Bewaffnung bekommen, damit es damit ungestört weitergehen kann? Dieser Irrsinn muss endlich ein Ende haben. Für eine breite Volksbewaffnung, gegen staatliche Unterdrückung.

    Für den Irak mal einen Vorschlag: Aufteilen in Sunniten-Irak, Schiiten-Irak, Kurden-Irak. Vermutlich würde das einigen Druck aus diesem Staat ablassen.

  • 20.03.2013 17:36 Uhr

    von Heike Lindenborn:

    Demokratie bedeutet doch nur Volksentscheid, nicht mehr und nicht weniger.

  • 20.03.2013 16:59 Uhr

    von Teermaschine:

    Warum ist das so?

    Zum Wertekanon der Linken gehört die Gewissheit, dass die mangelhafte "Entnazifizierung" im Nachkriegsdeutschland der fundamentale Konstruktionsfehler der BRD war. Diesen historischen Fehler haben die USA mit Paul Bremer an der Spitze nicht wiederholt und konsequent alle alten Strukturen zerschlagen. Applaus!

  • 20.03.2013 15:49 Uhr

    von flipper:

    @TAZ:
    Sagt mal, warum lasst Ihr einen solchen offensichtlich beleidigenden Kommentar wie den von "von Monsieur Achie" eigentlich durch?
    Von dem sehr schlichten sonstigen Inhalt, der Rechtschreibschwäche und der offenkundigen Freude über tote Amerikaner mal ganz zu schweigen...
    Aber es ist ohnehin sehr interessant, wie hier in den Kommentaren die Amis wirklich an allem schuld sein sollen - am Ende wahrscheinlich auch noch an dem verregneten Frühlingsanfang heute...

  • 20.03.2013 13:08 Uhr

    von Harald:

    Najem Wali beleuchtet nur einen kleinen Teil der politischen Situation im Irak.

    Was er außen vor lässt, außen vor lassen muss, wenn er morgen noch leben will, ist der mörderische schiitisch-sunnitische Konflikt und die Rolle Irans/Khameneis beim permanenten Schüren von Feindseligkeiten.

    Eine kleine Kostprobe zum Thema Hass und Aggression liefert jener 'Monsieur Achie'. In seiner Selbstbesoffenheit merkt er gar nicht, was für eine bemerkenswert infantile Politiksicht er uns dummen Westlern in die Tasche lügen will.

  • 20.03.2013 09:11 Uhr

    von Monsieur Achie:

    Die Amerikaner müssen 25 voller Lastwagen Gold den Iraker zurück geben, die sie am 3. Kriegstag aus Finanzministerum aus Bagdad ausgeraubt und nach USA transpotiert haben. Damit die iraker ihre Strassen ausbauen können. Nun wissen es wir, woher die Reichtümer in Westen kommt. sobald mit Gold knapp wird, wird es neue Überfälle auf andere Länder organisiert. Mal überfällt USA ein Land und westliche Länder unterstützen USA, wie in Afganistan und Irak, der Fall war. Mal Frankreich überfällt ein Land und die andere europäische Staaten unterstützen die Fransozen wie in Mali der Fall ist. Immer das gleiche Methode immer abwechseld damit nicht so eindeutig auffällt. Ich bin mal gespannt, wo das Affenteather aufhören wird.

  • 20.03.2013 08:55 Uhr

    von Wahrheitssager:

    zu dem Herrn Najem Wali will ich auch mal was sagen.
    Angeblich ist er Schriftsteller. Er ist Kollabolator
    von Westen. Warum lebt überhaupt in Berlin. Wovor ist er aus Irak geflüchtet. Vor Saddam braucht er keine Angst zu haben. Jetzt sind die seine Verbundeten an der Macht. Also er kann ruhig nach Bagdad zurückkehren.

  • 20.03.2013 07:41 Uhr

    von Propaganda:

    Man zeige mir einen islamischen Rechtsstaat.

  • 19.03.2013 14:48 Uhr

    von Bernd Goldammer:

    Aber das irakische Öl ist unter Kontrolle des Westens und der unmenschlichen Monarchien in Saudi-Arabien und Katar. Was mit Demokratie und den Irakern selbst geschieht war den USA doch von Anfang an egal.Nein, man muss kein Prophet sein, wenn man sagt: Das gleiche Schicksal trifft gerade auch Libyen ein. "Weg mit hohem Lebensstandart. Her mit der Freiheit der Gangster"so wollte es die korrupte UNO. Nicht zu vergessen: An diesen Verbrechen waren vor allem die fliegenden Mörder der NATO beteiligt. Auch Syrien ist bereits im Zielfernrohr dieser Dreckskerle. Bis irgendwann der große Aufmarsch des Westens gegen den Iran beginnt. Bis dahin!Viel Spaß noch...

  • 19.03.2013 13:45 Uhr

    von Monsieur Achie:

    @Solidarnosc?:Genau das. Vollkommen stimme ich Ihnen zu. deshalb gööne ich den Iraner Atombombe als Schutz gegen USA.

    @Connie:!!!!!!betrunken???????? Clinton hat Somalia überfallen. Nichts wissen aber dummher schwetzen. Nach dem die Somalier ein Ami-Soldat hinter dem Jeep, den sie von den Amis erbeutet haben, sind die Amis Übernacht aus Somalia geflüchtet. Naturlich zu meiner Freude.

    @Horst:Ich glaube Sie haben vieles in Ihrem Leben nicht verstanden. Deshalb kommt es nicht darauf an, ob Sie ein mehr oder wenig verstehen. Hauptsache Sie verstehen nicht. Das zählt.

    Für die Leute,die nicht verstanden haben. Wenn irgendwo in den armen Länder auf der Welt eine korrupte Regierung an der Macht ist, stecken die Amis dahinter. Hinter jeder Militärputsch stecken die Amis. Wenn es mit Militärputsch nicht funktioniert, marschieren sie ins Land.(Überfall)wie sie in Irak, in Afganistan oder in Somalia oder wie die alle heißen.

  • 19.03.2013 12:53 Uhr

    von Herbert:

    Aber NICHTS daraus gelernt:
    Afghanistan, Lybien und bald auch Syrien sind bzw werden "failed states" sein.

    Und nicht zu vergessen:
    Wann kommen die Verursacher Bush, Cheney, Rumsfeld, Blair ENDLICH nach den Haag?

  • 19.03.2013 12:46 Uhr

    von neubau:

    @Connie: Meinen Sie das wirklich? Der Islam ist schuld, obwohl die USA dort, im Irak, Krieg geführt haben?

    Der Irak war, so wie es Afghanistan noch ist, ein Erprobungsfeld für neue Waffentechnologie; nicht mehr und nicht weniger als die Refinanzierung des Wahlkampfes des Herren Bush jr. war hier ausschlaggebend. Menschenrechte, Demokratie etc. pp. haben den Westen seit ihrer Erklärung nie wieder interessiert, taugen aber gut als Newspeak-Propaganda und für den Rückhalt an der Heimatfront.

  • 19.03.2013 12:27 Uhr

    von Solidarnosc?:

    Außerdem ist die USA dafür verantwortlich, dass sich jetzt auch die anderen Nationen mit Nuklearwaffen versorgen. Denn wer schwach ist, dem versucht die USA sein System aufzuzwingen um seine Nimmersatten zu befriedigen.Die Armen in den USA, die bleiben trotzdem arm.Der "marodierende Kapitalismus" ist eine Brut, die man einschränken muss. Es wird Kriege zwischen Nationen geben, wenn dieser "Hundsfott-Kapitalismus" sich anmaßt weiter die Politik zu demütigen und damit auch die Demokratie abschafft.Bush ist dafür verantwortlich, dass sich jetzt alle Länder mit Atomwaffen schützen.Nix mehr mit dem kapitalistischen Imperialismus.Jetzt wird Geld gedruckt auf Teufel komm raus.Vor dem internationalen Gerichtshof, stehen nur stets diejenigen, die dem Kapitalismus nicht mehr in den Kram passen. Wer aber den Kapitalismus auf seiner Seite hat, der darf morden.

  • 19.03.2013 12:05 Uhr

    von Rubens:

    Was ist Demokratie, welches Menschenbild steckt hinter dem westlichen Demokratiebegriff ? Was wollen die USA exportieren, wenn sie Demokratie propagieren ?

  • 19.03.2013 11:50 Uhr

    von und zu:

    Ich muss zugeben, bei "Ein komplett gescheiterter Staat" und dem Bild von George Walker Bush jr. dachte ich zuerst an die USA, die selbst ein "failed state" sind...dass es dann um den Irak geht, konnte ja keiner ahnen, zudem die taz doch noch letzte Woche erklärt hat, der Krieg habe sich gelohnt.

    Ja, Saddam Hussein hat hunderttausende getötet...aber seit der Irak "befreit" ist, sind es bereits über eineinhalb Millionen.

  • 19.03.2013 11:39 Uhr

    von Connie:

    den USA die Schuld an allem zu geben ist zu einfach. Somalia ist ohne jede Intervention so geworden wie heute, ebenso Tschad, Jemen etc.

    Es ist nun mal die "Kultur" der dritten Welt, insbesondere die Gewaltkultur des Islam die andauernd zu failed states führt. Der Irak würde auch ohne Intervention USA nicht anders aussehen als heute.

  • 19.03.2013 11:09 Uhr

    von anke:

    Lässt sich "gescheitert" eigentlich steigern? Nein? Was, zum Teufel, soll dann diese alberne US-Magazin-und-Fund-"Hitliste"?

    Was ich mich außerdem frage: Kann es Zufall sein, dass dreieinhalb der acht Staaten, die angeblich ähnlich "gescheitert" sind wie Irak, militärisch besetzt sind? In Somalia wollen seit 2011 die Kenianer für Recht und Ordnung sorgen. Im Kongo waren es 2009 die Ruander. Im Tschad haben 2008 die Franzosen immerhin mit einem Einmarsch gedroht. In Afgahnsitan sind 90.000 der insgesamt 132.200 ISAF-Soldaten Amerikaner. Auch rund 5.000 Deutsche mischen am Hindukusch mit. Seit 2001 schon. Die Haitianer, immerhin, können eine größere Naturkatastrophe verantwortlich machen für ihre Misere. Die Jemeniten bloß eine missglückte Wiedervereinigung. Die Simbabwer sind die einzigen, die gar keine plausible Ausrede vortragen können.

    Vielleicht ist es ja einfach nicht gut, wenn zu viele Staaten von einer einzigen "Führungsmacht" das Siegen (und ganz nebenbei auch noch die Demokratie) erlernen wollen. Gerade in den USA gelingt es der sozialen Entwicklung schon seit Jahrzehnten nicht mehr, Schritt zu halten mit dem technologischen Fortschritt. Eine Moral im Sinne des alten Kant? Brauchen die US-Amerikaner nicht. Ihnen genügt eine große Portion Scheinheiligkeit. Zumindest so lange die Wirtschaft "brummt".

    Die Militärmacht USA ist in der Lage, ihre Bomben zentimetergenau auf feindliche Ziele zu lenken. Was aber ein funktionierendes Staatswesen braucht, scheint ihnen vollkommen unklar zu sein. "Erst mal alles kurz und klein schlagen", scheinen sie zu denken, "der Rest findet sich dann schon. Gottes eigene Nation ist schließlich auch aus dem Nichts heraus entstanden". Dass da, wo Bürgerkriege toben, nie Nichts ist, dass lebende Einheimische mehr Probleme machen als tote Indianer und Einwanderung nicht gleichgesetzt werden kann mit Einmarsch, übersehen sie geflissentlich. Wer ihre Muster einfach nur abmalt, der braucht sich über gar nicht zu wundern, will mir scheinen.

  • 19.03.2013 10:32 Uhr

    von Verwechslung:

    "10 Jahre nach dem Irakkrieg
    Ein komplett gescheiterter Staat
    Das Land ist von einem funktionierenden Rechtsstaat weit entfernt."

    Ich hatte gedacht, damit seien die USA gemeint gewesen.

  • 19.03.2013 10:24 Uhr

    von Ant-iPod:

    Sehr geehrter Herr Wali,

    vielen Dank für Ihre Einschätzung der Situation im Irak. Den unbändigen Frust kann ich absolut nachvollziehen und es ist betrüblich, dass so viele Menschen in politische Verantwortung gelangen, welche diese offenbar nicht wahrnehmen wollen, sondern sich stattdessen persönlich bereichern. Dieses Phänomen gibt es leider in vielen arabischen Staaten (und natürlich auch anderswo!).

    Was mir noch ein wenig fehlt, ist ein Lösungsansatz. Wir wollen sicherlich keinen "starken Mann" wie Saddam zurück haben, unter dem das Land zwar einerseits ökonomisch aufblühte, jedoch andererseits jede Art von Opposition sogleich gewaltsam unterdrückt wurde - und auch er hat sich persönlich bereichert, auf Kosten des eigenen Volkes.

    Am Geld scheint es ja nicht zu mangeln, sondern lediglich an der Organisation des Staatswesens. Hier kann Europa Expertise anbieten... aber warum sollten korrupte Politiker diese annehmen, wo sie sich doch so uneingeschränkt bedienen können?

    Es fällt mir schwer anzuerkennen, dass es im Irak offenbar keine Patrioten an entscheidender Stelle gibt. Das Schicksal der eigenen Familie erscheint wichtiger als das der Nation.
    Müssen wirklich Millionen Iraker lange leiden, bis die Vernunft auch in der politischen Elite angekommen ist?

    So lange es Iraker sind, die nach der US-Invasion dabei mithelfen, das eigene Land zu zerstören... so lange ist mir nicht klar, wie geholfen werden kann.

  • 19.03.2013 10:19 Uhr

    von margit:

    Und nun auf ein neues, das ganze Spiel noichmal auf Anfang. Jetzt im Iran! Oder wieder mal der Iran, der schon seit 20 Jahren versucht eine Atombombe zu bauen. Wäre doch einfacher, einfach mal 1 oder zwei zu kaufen. Es ist ja so einfach die Nachrichten immer wieder mal zu wiederholern. Die Welt wird nicht gescheiter. Übrig bleiben Trümmer der Kultur und traumatisierte Menschen. Im eiogenen Land, Volksschulden, reichere Kriegstechnologieproduzenten und ein Sozialsystem dem das Bugdet wieder reduziert wird.

  • 19.03.2013 10:04 Uhr

    von Horst:

    Wie soll ich den Artikel eigentlich verstehen?
    Sind die Amerikaner schuld, daß irakische Politiker korrupt sind?

  • 19.03.2013 10:00 Uhr

    von Bombenstimmung:

    In den VSA versteht man noch weniger als in der EU, dass durch die ständige Einmischung in die inneren Angelegenheiten anderer Länder eine ganze Region nachhaltig destabilisiert wird. Man könnte den Verantwortlichen Dummheit und Versagen unterstellen. Ich denke aber, dass was nach einem Scheitern aussieht, tatsächlich die Absicht ist.

  • 19.03.2013 09:59 Uhr

    von Johan Schreuder:

    und was ist mit, Somalien, Afghanistan, Lybien, Syrien usw.
    Es lebe die herbei gebomte demokratie. Oder hat es vielleicht damit zu tun das diese staaten keine privat geführte zentralbank haben?

  • 19.03.2013 08:58 Uhr

    von Wahrheitssager:

    Ich kann ohne irgend einen Artikel über USA mit sicherheit sagen. Das hatte ich sogar vor paar Jahren
    gesagt. ich kann mich eigentlich nur wiederholen.
    11.September war Startschuß für den Untergang von USA. Jetzt können wir nur sitzen und warten bis es so weit ist. Danach sind die Europäische Staaten dran.

  • 19.03.2013 08:42 Uhr

    von John:

    Man darf den Leuten kein System aufzwingen, denn wenn man das tut, wird aus dem System nichts gutes. Demokratie kann erst funktionieren, wenn die Menschen sie selbst wollen.

    Gratulation, USA, ihr habt einem anderen Staat euer System aufgezwängt, nun herrschen dort Korruption und Leid. So züchtet man sich seine eigenen Feinde. Bravo.

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