• 20.03.2013

Schwulenbann bei US-Pfadfindern

Lieber hetero im Zeltlager

Boy Scouts sind Vorbild, Tugendhüter – und heterosexuell. Nun stehen die Pfadfinder der USA wegen ihrer offenen Schwulendiskriminierung unter Druck.von Rieke Havertz

  • 02.04.2013 09:53 Uhr

    von Hans:

    @FrakturStattFakten:
    bla bla, Gutmenschen, bla bla, PI-junge-Freiheit-Meinung-scheiß...

    Diskriminierung bleibt Diskriminierung.

  • 24.03.2013 15:20 Uhr

    von Pfadi:

    @ Martin und die anderen

    Natürlich widerspricht dieses Verhalten sämtlichen Pfadfinderregeln. Nur darf man auch nicht vergessen, dass es auch in Deutschland über Jahrzehnte ein Tabuthema war. Erst in den letzten Jahren geschieht eine Öffnung in den Bünden, was sich nur positiv bemerkbar machte. Kann doch bereits in der Kleingruppe (Sippe) gelernt werden, was Toleranz bedeutet, gerade wenn es selbst nicht dem eigenen Wesen entspricht.

    Unser Problem in der Weltbewegung der Pfadfinderinnen und Pfadfinder berührt ja nicht nur diesen Teilaspekt, sondern zu uns gehören Pfadfinderbünde aus Ländern, in denen Menschenrechte missachtet werden und die Pfadfinder dort nicht zu den Vorkämpfern zur Einhaltung unserer Regeln gehören. Das ist ärgerlich - deshalb sollten wir unser Versprechen leben aber nicht wie eine Monstranz vor uns hertragen. Das tun die Boyscouts of America bis zur Lächerlichkeit. It is showbusiness at all - it's america.

    PS: Für die Sexualmoralisten hier: die sexuelle Orientierung und Lebensgestaltung von Kindern und Jugendlichen ist kein Pfadfinderphänomen, sondern gehört zur Entwicklung eines jeden jungen Menschen. Deshalb verfehlt die Diskussion darüber das eigentliche Thema.

  • 22.03.2013 10:48 Uhr

    von manfred (61):

    @FaSi
    richtig

    @Kranken helfen
    19. Jahrhundert

  • 21.03.2013 06:07 Uhr

    von pianojoe:

    Es heißt Dreickstuch. Es heißt ja auch Dreckskarre. :-)

  • 20.03.2013 17:15 Uhr

    von Gefreiter:

    Das heißt Dreiecktuch, ohne "s". Es heißt ja auch nicht Schubskarre!

  • 20.03.2013 17:05 Uhr

    von gundi:

    ... die Komplexität beruht offensichtlich auf der Berechnung des geldwerten Vor- bzw. Nachteils des Pro bzw. Contra der Entscheidung:-)

  • 20.03.2013 16:30 Uhr

    von FaSi:

    Nun scheinen die religiös-konservativen Kräfte hierzulande dieses Thema zu kommentieren. Die an dieser Stelle geführte Debatte trägt nicht nur menschenverachtende Züge, sondern sie entbehrt jeder realen Grundlage - aber Realität und Religion sind halt immer im Konflikt.
    Zum einen: Kinder sind sexuell. Sie durchleben sexuelle Konflikte, legen sexuelles Verhalten an den Tag und diese Entwicklung ist absolut notwendig für die Konstitution der menschlichen Psyche. Sigmund Freud und viele NachfahrInnen im Geiste haben hierzu großartige Forschungsarbeit geleistet. Mir ist klar, dass religiöse Menschen Probleme mit dieser Ansicht haben aber wie erwähnt: es geht um das Kindeswohl und Kindern tut es nicht gut, wenn sie in einem autoritären Elternhaus aufwachsen, in dem ihnen vlt. noch mit Gewalt religiöse Dogmen aufgezwungen werden und sie angehalten werden sexuelle Regungen zu unterdrücken, ja sie sogar für sündhaft zu halten. Hier geht es um die Rechte der Kinder. Zum zweiten: Wie im Artikel erwähnt wird das Szenario in die Jugendzeit verlagert. Dies ist eine hoch sexualisierte Phase der menschlichen Entwicklung in der hetero- wie homosexuelle Kontakte zwischen Gleichaltrigen häufig vorkommen. Schadet dies den Heranwachsenden? Nein- sonst wüssten wir schon seit tausenden Jahren davon. Hingegen wissen wir, dass religiöse Institutionen, die die "Reinheit" (was soll das sein?) der Jugend mit allen Mitteln erhalten wollen, erst recht für Kindeswohlgefährdungen verantwortlich sind. Sei es der physischer, psychischer oder sexueller Missbrauch. Ein Glaube, der die sexuellen Regungen der Menschen "verteufelt" und verurteilt, ist prädestiniert dafür sich selbst nicht gerecht zu werden. Verdrängung ist eine große Leistung der menschlichen Psyche aber eben nicht perfekt.
    Und die Vermischung von Homosexualität und pädosexuellen Handlungen (hat nichts mit Pädophilie zu tun) ist eine klassische Strategie konservativer Kräfte um gegen jede normabweichende Lebensweise zu hetzen. Natürlich kann ein schwuler Jugendgruppenleiter seiner Aufgabe gerecht werden ohne Kinder oder Jugendliche zu misshandeln. Natürlich kann dies auch ein Heterosexueller, eine lesbische Anführerin, eine transsexuelle Person. Und natürlich sind Menschen unterschiedlicher sexueller Identität wie Orientierung auch dazu fähig Kindern schlimme Dinge anzutun. Positive wie negative Diskriminierung ist keine aufgeklärte Haltung. Es gibt zu dem Thema übrigens eine South Park- Folge (S5-E2). Auch wenn mir die Lösung nicht zusagt, denn die liberale Vorstellung von der eigenen Entscheidung solcher Gruppen mag in den USA viele AnhängerInnen haben, ist in sich jedoch falsch. Wir können nicht alles dem Markt überlassen und Unternehmen wie Vereinen gestatten Menschen zu diskriminieren. Dies gilt für die PfadfinderInnen ebenso wie für die katholische Kirche, die evangelikalen wie die muslimischen Institutionen. Eine säkulare Gesellschaft darf so etwas nicht einfach hinnehmen.

  • 20.03.2013 16:22 Uhr

    von Hobosapiens:

    @gunman
    Das Geschreibsel das sie hier von sich lassen ist offen Homophob und Dumm. Sie stellen jede_n Homosexuelle_n als quasi Vergewaltiger dar. Heterosexualität ist also der garant für "nicht übergriffige" Personen... Ja, das erklärt alles...
    Homosexuelle sind weniger klug, unemphatisch und unzuverlässig...
    Jemand der offen Homosexuell ist, ist also "ein schrilles Individuum und ein Sexterrorist"...
    Ich krieg das blanke kotzen (entschuldidt die ausdrucksweise) wenn ich soviel gequollenen Mist lese!!
    Homophob, engstirnig und Menschenverachtend!!! Machen sie mal die Augen auf, das leben ist mehr als Heteronormatives Mittelmaß und das nicht erst seit Vorgestern.

    @taz.de
    "Wenn Sie auf "Abschicken" klicken, wird ihr Kommentar ohne weitere Bestätigung an taz.de verschickt. Er wird veröffentlicht, sobald einRedakteur ihn freigeschaltet hat. taz.de behält sich vor, beleidigende, rassistische oder aus ähnlichen Gründen unangemessene Beiträge nicht zu publizieren." Beleidigend und unangemessen..., was soll so ein Kommentar?!


    REDAKTION: Danke für den Hinweis und Entschuldigung für solchen Mist.

  • 20.03.2013 16:11 Uhr

    von FaktenStattFiktion:

    Wer das diskreminierend findet, kann den zwölfjährigen Sohn ja gerne zu einem bekennenden Homosexuellen von 16 Lenzen das 2-Mann-Zelt stecken.

    Ersatzweise auch die Tochter von 12 Jahren zu einem bekennenden Bengel von 16 Jahren und normaler sexueller Orientierung.

    Wie? Das will die Mama der Waldorfschülerin nicht? Komisch...

  • 20.03.2013 16:11 Uhr

    von vic:

    Ich kann nicht glauben was ich hier lese.
    Zum Gruseln.

  • 20.03.2013 15:44 Uhr

    von martin :

    Aus dem Pfadfindergesetz: Der Pfadfinder ist Freund aller Menschen und Bruder aller Pfadfinder. -> das passt irgendwie nicht zusammen

    Gruß Martin aus Bonn selbst Pfadfinder in der CPD

  • 20.03.2013 14:10 Uhr

    von Kranken helfen:

    Der Kommentar wurde entfernt.

  • 20.03.2013 14:07 Uhr

    von gregor:

    Offenbar gehen die Homosexuellen-Verbände in den USA und in Europa davon aus, dass jedermann ihre sexuellen Präferenzen und Vorstellungen teilt. Für Konservative ist dies schwer zu aktzeptieren und insbesondere konservative Eltern haben wirklich ein großes Problem mit offen gelebter Homosexualität.
    Ich denke das sollte genauso akzeptiert werden, wie gelebte Liberalität. Ich möchte das auch meine Werte und Vorstellungen angenommen werden und dasss auch bestimmte Institutionen diese mittragen. Dazu gehören meiner Ansicht nach auch kirchliche Jugendgruppen und die Boy Scouts / Pfadfinder.

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