• 21.03.2013

US-Präsident Obama in Israel

Barack sticht Bibi

Bei seiner Rede vor israelischen Studenten bekam Obama frenetischen Applaus. Er forderte die junge Generation auf, Druck auf die israelische Politik auszuüben.von Silke Mertins

  • 22.03.2013 05:26 Uhr

    von Obamaversteher:

    Hi,Hi !

    „Mit von Mythen beladener und an Bibelbesoffenheit erinnernde Geschichtsdarstellung..“

    Ein gewisses Niveau darf eben derzeit kein US-Präsident unterbieten und wenn er es nicht schon vorher war, so hat man ihn in den letzten 4 Jahren “in Form“ gebracht.

    Kann sein, dass damit die geistigen Grenzen von Obama aufgezeigt sind, aber man hat zu bedenken:
    Obama muss einer Wählerschaft Rechnung tragen, die in nicht unwesentlichen Teilen am Gedanken des göttlichen Willens in der Schaffung der USA glaubt, bei der der Kreationismus viel Gefallen findet und Redner, die die Sprengung des Felsendoms als gedankliche Möglichkeit vorstellen, deftigen Applaus ernten können.

    Doch in dieser Hinsicht kann man nicht sagen, Obama habe Bibi ausgestochen, der in der UN erzählte, ausgerechnet die, die seine Anschauungen nicht teilen und seine Märchen nicht glauben würden, würden zu denen zählen, die die Welt für eine Scheibe hielten.

    Obama aber hat deutlich werden lassen, wo der Ursprung von religiösem Fundamentalismus in der jetzigen Weltpolitik liegt - weniger im Iran als in Washington.

  • 21.03.2013 22:30 Uhr

    von Harald:

    Was Silke Mertins (Frau Knauls Schwiegertochter?) nicht erwähnt, konnten die Interessierten selber der Rede Obamas entnehmen.

    Für die palästinensische Führung gibt es kein Menschenrecht auf Bombenanschläge, Raketenterror und Haßschüren. Den feigen europäischen Politikern hat er ins Stammbuch geschrieben: "Hezbollah ist eine Terrororganisation."

    Und ja, Obama hat sich in seiner Rede an die Menschen auf beiden! Seiten der Grenze gerichtet. Nicht an ihre Funktionäre.

    Vielleicht werden die Palästinenser irgendwann einmal verstehen, daß es mit ihren kleptokratischen (Fatah) und blutgierigen (Hamas) Führern keinen Frieden kann.

    Vielleicht dämmerts den Menschen in Westbank und Gaza, daß Frieden schon seit Jahrzehnten möglich gewesen wäre. Mit entsprechenden wirtschaftlichen und kulturellen Freiheiten.

    Solange aber der Mullah-Iran, als "die derzeit größte Bedrohung der Menschheit" seine heimtückischen Mörderbanden Hezbollah und Hamas ungehindert an den Start bringt, sieht's düster aus.

    Noch. Das könnte sich nach dem kommenden Militärschlag gegen die Atomrüstung der Mullahs ändern. Vielleicht können die Menschen, vom Mühlstein des Fanatismus und des Hasses befreit, dann endlich ordentliche Beziehungen aufnehmen.

  • 21.03.2013 20:09 Uhr

    von I.Q:

    Viel Auffand für Nichts außer einem Weiter-so-wie-bisher.

    Obama hat sich getraut, vor einer Reihe von Zuhörern einen schwammig umrissenen, palästinensischen Staat zu fordern, aber wie:

    Mit von Mythen beladener und an Bibelbesoffenheit erinnernde Geschichtsdarstellung, durchwirkt mit den gängigen Fehldarstellungen aus israelischer Feder über die Ereignisse, insbesondere des letzten Jahrhunderts, aber auch der Gegenwart,

    Mit einer Rede, getragen von den völkerrechtswidrigen Anschauungen aus den USA und „Israel“ über die Rechte der UNO und die anderer Staaten,

    Und der Palästinensersaat soll dann wiederum nur durch Verhandlungen, bei dem die UN nur ein unzulässiger Umweg sein könne, und dessen Anliegen zuallererst eine sogenannte Sicherheit „Israels“ sein soll, erreichbar sein.

    Und nun erzähle Niemand, Obama wüsste nicht, dass Tel-Aviv dies nicht reicht.
    Selbst ein in Aussicht gestellter demilitarisierter, palästinensischer Staat, der allenfalls auf friedlichem Wege die Rechte der Palästinenser einzufordern trachtete, die ihre Ursprungsheimat im heutigen Israel haben, reicht ihnen nicht.
    Und selbst dann wenn ein Großteil davon auf eine Rückkehr verzichtete und zudem eine internationale Bewachung des Friedens also militärischer Hoheitsgewalt im entstandenen Palästinenserstaat vereinbart würde, reicht es ihnen nicht.
    Denn all diese Angebote hat es gegeben, haben Tel-Aviv nicht dazu bewogen, das Siedeln in den BG einzustellen und einen schrittweisen Rückzug auf Verhandlungsebene zu vereinbaren.

    Wäre dem nicht so, hätten es Tel-Aviv von Anfang an bei einer rein militärischen Besatzung belassen.

    Wer Obamas Rede vor israelischen Jugendlichen gelesen hat, der wird feststellen dass sie nicht nur bei Historikern und Bibelfesten ein Fremdschämen auslösen wird, man kann sie bereits in der J-Post und bei Ha´aretz einsehen.

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