Am Stammtisch des Feuilletons fühlt er sich am wohlsten. Denn Harald Martensteins Texte haben die argumentative Tiefe eines Frühstückbrettchens.von Philip Meinhold
@schröder: So is et. Er ist zu langsam, aber für ne Notbremse reicht es grad noch. ;-) Führt jedoch zu ner roten Karte.
29.03.2013 17:57 Uhr
von schröder:
Vorsicht Herr Meinhold, Harald Martenstein, kann recherchieren. Sein zweiter Roman war ein Reinfall, er selbst las schon nach etwa einem halben Jahr nicht mehr aus ihm vor. Aber der Kritiker von der Süddeutschen, der wagte zu schreiben, was er von dem Werk hielt, wurde von ihm sehr sauber durchrecherchiert, fast bis zu Datum des ersten Milchzahns, und dann nach allen Regeln der Kunst vorgeführt. Viel Spaß!
29.03.2013 14:52 Uhr
von tazitus:
@marion: Danke! Warum ich Fußball (und Sport im allgemeinen) liebe: "Die Wahrheit ist aufm Platz." Jeder Zuschauer ein Experete. Harald Martenstein säße längst nicht mal mehr auf der Ersatzbank...
Als Großkolumnist allerdings, da kannn er sich auf seinem WM-Pokal von 1954 ausruhen. Beim Fußball taugt er nicht mal mehr für die Kreisliga. Und wenn einige im Publikum nun rufen: "Der Kaiser ist ja nackt". Dann rufen seine Jünger: "Ihr seid ja beknackt."
Wünsche Frohe Ostern.
29.03.2013 13:27 Uhr
von westernworld:
die luhmannsche systemtheorie kennt den begriff der einheit der differenz.
egal ob man fanatisch für die beachtung der politischen korrektheit eintritt oder sie mit dem messer zwischen den zähnen bekämpft man bezieht sich immer auf sie. für die darin gefangenen scheint es keinen ausweg aus dieser dialektischen mausefalle zu geben.
gläubige reden von gott, atheisten reden nur von gott.
29.03.2013 13:26 Uhr
von westernworld:
die luhmannsche systemtheorie kennt den begriff der einheit der differenz.
egal ob man fanatisch für die beachtung der politischen korrektheit eintritt oder sie mit dem messer zwischen den zähnen bekämpft man bezieht sich immer auf sie. für die darin gefangenen scheint es keinen ausweg aus dieser dialektischen mausefalle zu geben.
gläubige reden von gott, atheisten reden nur von gott.
29.03.2013 10:55 Uhr
von susi:
Nach dem Lesen des Artikels habe ich mich nicht besser gefühlt.
28.03.2013 22:24 Uhr
von ralf ansorge:
das ist wieder ein artikel der sorte:"wer nicht so weit links ist wie ich ist ein verkappter nazi". martenstein ist eben NICHT stammtisch.martenstein hat eben nicht die scheuklappen auf wie sie sowohl rechte als auch linke haben.das macht ihn für solch eindimensional denkende,nur schwarz und weiß kennende leute wie diesen kommentator und viele der foristen hier zum ärgernis.man ist seiner argumentation nicht gewachsen ,also wird er beleidigt und bepöbelt. ich war mal taz-abonent,bei solchen artikeln weiß ich warum ich taz NICHT zahle,dafür jeden sonntag für aber für den tagesspiegel,wo ich als erstes herrn martensteins kolumne lese,wobei ich seine meinung durchaus nicht immer teile.
28.03.2013 18:59 Uhr
von Marion:
Eine wirklich guter Nachruf auf einen noch vor 15 Jahren guten und relevanten Journalisten. Ich ertrage seine Kolumnen nicht mehr: immer gleicher Aufbau, immer gleicher Spannungsbogen (soweit vorhanden), genau dosierte Provokation, penetrante Ich- Perspektive. Jahrelang wurden wir in die Erziehung des Kindes einbezogen, jetzt geht es um den Hund! Oder ist der mittlerweile von uns gegangen? Es ist absolut zutreffendend, dass sich Martenstein jede Recherche spart - er kommt ja auch so durch. Und alle zwei Jahre werden die Stücke recycelt als Buch nachgeworfen. Aber sagt das Billigsystem-Martenstein nicht auch etwas über den Stand des akzeptierten Journalismus. Seine Armut ist in gewisser Weise auch unsere Armut, wenn er durch uns mit dieser Masche Erfolg haben kann.
27.03.2013 11:30 Uhr
von Waldmeister:
@ Miriam K. "das musste schon lange mal gesagt werden."
Oha, das klingt verdächtig nach verdorrtem Gras ("Was gesagt werden muss"). Ja, auch ich kann mit der Lupe irgendwelche Worte suchen und sie nach meinem Gusto interpretieren;)
@tazitus: Martenstein entlarvt den täglichen Irrsinn ganz gut, zB über die Waffensteuer für Profikiller und Bankräuber. Interessant an Martenstein ist nicht nur, was er schreibt, weitaus interessanter ist, wer sich darüber aufregt.
Zum Theater um Freiwild: da gibts paar interessante Sachen. Die Kastelruther Spatzen haben ein ähnliches Südtirollied hingelegt, bei denen hat sich aber keiner aufgeregt (ich zitiere da gerne mal den Typen von den Onkelz, der zu Gotthilf Fischer meinte, daß auf Onkelz-Konzerten wohl weniger Nazis zu finden wären als bei den Chorauftritten-der TV-Mitschnitt ist im Netz zu finden). Zwecks Mia: die haben ja vor paar Jahren auch mal was von wegen Rechtsextremismus übergeholfen bekommen. In der Beziehung ist deren Reaktion jetzt *sehr* interessant und zieht mein Bild von denen schwer ins Negative. Richtig lustig ist ein eher untergegangener Kommentar eines tourettekranken Kleinkriminellen mit Ghettosyndrom (aka Gansta-Rapper): er ist besorgt zwecks Kunst&Meinungsfreiheit/Zensur, sie würden in ihren Texten schließlich weit größeren Schrott verzapfen als Freiwild...
26.03.2013 16:04 Uhr
von Steffen:
Wer solche Kollegen hat, braucht keine Feinde mehr!
26.03.2013 09:20 Uhr
von Nanana:
Ich kann mich bei der Lektüre dieses Artikels des Eindrucks nicht erwehren, dass sein Autor leicht neidgesteuert schreibt. Ich liebe, wie tausende andere, Martensteins Kolumnen. Gerade WEIL man weiß, dass nicht alles politisch korrekt und bierernst gemeint ist.
26.03.2013 01:00 Uhr
von juergen Schierholz:
Da spricht augenscheinlich der blanke Neid aus den Zeilen, was soll der Quatsch. Der Autor pflegt eine obernervige p c, sehr humorlos . Genauso wie das Theater um "Freiwild". Das gab es schon bei Laibach, bei den bösen Onkels und bei Rammstein...Martenstein provoziert und regt an, dass muss man ihm lassen. Und seine Beispiele aus der Popgeschichte sind doch fundiert. Schließlich war es Bowie, der einmal in SS-Uniform an der Victoria Station mit Sieg Heil posierte und Phrasen wie "power to the people" sind schon auf vielerlei Art und Weise missbraucht worden. Heimat, Volk, Vaterland, Helden sind Begriffe, die für uns durch Nazideutschland eine ganz eigene böse Bedeutung bekommen haben, nichtsdestotrotz sind es eben auch nur Worte. Wenn ich dann sehe, wie der Autor, in anderen Beiträgen die "Gross-Israel" Politik der Regierung Netanyahu verteidigt und alles was mit der radikalen deutschen Linken zu tun hat , pauschal unter Generalverdacht stellt, wird mir klar woher der Wind weht. Da hätte auch ein Broder schreiben können. Ich habe übrigens auch schon Negerküsse gegessen und schätze meine Heimat, bin ich jetzt für Philip Meinhold ein rassistischer Nazi ?
25.03.2013 19:12 Uhr
von DerDemokrator:
Es gehört vielleicht ein bißchen zu den Nebenwirkungen des modernen Kolumnismus das man der Geissel Internet den Respekt zollen muß, den diese meist überhaupt nicht verdient, weil sie trivial, nichtssagend und vor allem unangenehm konträr zur Realität ist.
Besonders Broder gehört für mich in die Ecke der Kläffer die immer dann beißen wenn sie wissen das Herrchen in der Nähe ist.
25.03.2013 18:23 Uhr
von Ihr Na:
Ich finde die Polemik wunderbar! Finde Martenstein nämlich wirklich mindestens so flach wie ein Frühstücksbrettchen, und bin immer verwundert, wenn sich Bekannte von mir auf dessen unverdautes Geschreibsel beziehen. Denn, wenn überhaupt, ist er scharfzüngig, aber nie scharfsichtig! Danke für die Wahrheit ;)
25.03.2013 18:15 Uhr
von großmeister_b:
@Montherlant: Sind Sie das, Herr Fleischhauer?
Aber Spaß beiseite: Genauso wie mir der Anlass dieses Artikels ein Rätsel ist, verpasst der Herr Meinhold auch die Chance, Herrn Martenstein scharfsinnig und pointiert und vielleicht sogar mit viel Humor abzufrüstücken, auf dem besagten Brettchen. Aber diesen Artikel kann man ja wirklich nur als Versuch werten. Noch ein bißchen üben, Philip, und bitte vor Veröffentlichung erstmal im Freundeskreis vorlesen!
25.03.2013 17:46 Uhr
von tazitus:
Sag ich doch: Martenstein wirkt.
Eine linke Medienmehrheit, die sich mit Lebenslügen die Deutungshoheit erkämpft hat und sie dank Harald M. nun endlich verliert, so sehen seine Leser die Welt. Und dann zitieren sie Tiger Tucholsky: "Satire darf alles!" Natürlich. Aber nicht jede Verunglimpfung, die scheinbar ironisch daher kommt, ist Satire. Verhöhnung von Opfern und Minderheiten ist schlicht Häme. Sie paddeln auf undurchsichtiger Gülle, die ihr Meister anrührt und sehen die Leichen unter der Oberfläche nicht. Aber Obacht, bitte nicht kentern.
"Der HM beherrscht ja sein Instrument so schön." Was er damit macht (spielt) ist egal. "Wie der die Klinge führt.", hat man früher auch von Scharfrichtern gesagt.
25.03.2013 16:48 Uhr
von D.J.:
@Montherlant:
"Und alle sehen es!!! Ich freu mich auf die Zukunft!"
Ich nicht. Obgleich bei der Mehrzahl der Themen nicht links, würde ich mich viel mehr über eine erneuerte Linke, frei von Dogmen und Lebenslügen, freuen. Sie wird gebraucht. Schade, dass es da derzeit so trist aussieht. Nur manchmal Lichtblicke jenseits von Phrasen und Genöle, dass das dumme, reaktionäre Volk nicht so denkt wie man selbst.
25.03.2013 15:24 Uhr
von FaktenStattFiktion:
Harald Martenstein nähert sich Themen offen und ohne politische Scheuklappen. Er ist damit in der vorurteilsbehafteten Welt des Stammtisches ebenso fehl am Platz, wie in der mit positiven Vorurteilen verseuchten Welt der Ökofetischisten.
Das mag ein Grund für diesen Artikel sein, welcher nur dumpfe Vorurteile und Beleidigungen über Harald Martenstein bringt, statt sachliche Kritik zu bringen.
Und dies nur, weil Martenstein die Einrichtung von „Transgender“-Toiletten als das bezeichnet hat, was es ist: Schwachsinn.
25.03.2013 14:31 Uhr
von Montherlant:
Zur vielbeschrieben vermeintlichen Verlustangst der "weißen Mittelschicht", wie sie im Artikel und auch in den Kommentaren bereits wieder anklingt: Die einzigen, die momentan wirklich massive Verlustängste haben, sind doch die Linken, deren Deutungshoheit langsam aber sicher verloren geht, weil ihre ganzen Lebenslügen sich als da herausstellen, was sie sind: Lügen. Und alle sehen es!!! Ich freu mich auf die Zukunft!
Gez. Ein weißer Mann der Mittelschicht ;)
25.03.2013 13:41 Uhr
von Raimund Rational:
Sorry, aber dieser Text von Herrn Meinhold hat die argumentative "Tiefe" eines Nano-Partikels.
25.03.2013 13:35 Uhr
von M. Grube:
Oh Gott. Wieso klingt dieser Artikel eigentlich so nach: "Wieso werde ich nicht in der Zeit gedruckt, sondern nur bei der TAZ online?" Nörgelei.
25.03.2013 13:06 Uhr
von susi:
Soso, Martenstein ist also scheiße, weil er alt wird und keinen mehr hochkriegt. Das ist natürlich sehr tief und subtil argumentiert, danke, Philip Meinhold.
25.03.2013 11:53 Uhr
von alabasta:
danke für diese zeilen; gut, dass der nach aufmerksamkeit heischende, selbsternannte 'rebell', der sein fähnchen in den wind hängt, als alter mann gezeigt wird, der mit dem alter nicht fertig wird - anbiederung an den zeitgeist inklusive.
25.03.2013 10:27 Uhr
von Miriam K.:
Danke für diesen Artikel, das musste schon lange mal gesagt werden. MfG
25.03.2013 09:33 Uhr
von Wossi:
Ähm… Martenstein war mal ein kluger Kopf? Das muss aber lange vor meiner Zeit gewesen sein. Und auch lange vor der Zeit von Nachbar Bittermann. Der trifft Martenstein nämlich morgens immer beim Bäcker. Und dann grüßt er jedes Mal ganz freundlich, was Martenstein richtig glücklich macht. Dabei grüßt der Bittermann alle, die nicht gerade peinlicher sind als sein alter Schulfreund Gottschalk. Aber das kann Martenstein ja nicht wissen, weil er die Bücher von Bittermann ja nur überfliegt. Würde er sie nämlich lesen, dann hätte er das mit dem Schreiben von Kolumnen schon längst an den Nagel gehängt. (vgl. Klaus Bittermann: Möbel zu Hause, aber kein Geld für Alkohol. Kreuzberger Szenen, Berlin 2012)
25.03.2013 09:08 Uhr
von @tazitus,:
"Bewunderer von Martenstein ... muss man fürchten" ... "Es ist Verlustangst."
Witziger Kommentar. Entlarft die panische Angst einer bestimmten Sorte von Linken, die Deutungshoheit zu verlieren.
25.03.2013 08:06 Uhr
von Carsten Schönfeld:
Tja, Satire erfordert einen WIRKLICH toleranten Geist, der Herrn Meinhold anscheinend fehlt - kein Wunder, dass er deshalb ja auch bei der moralisch ach so überlegenen Hauptstadt-basierten TAZ unter Vertrag ist. Die Größe von Harald Martenstein wird er nie erreichen... und das ist auch gut so!
25.03.2013 08:00 Uhr
von ello:
"Martensteins Texte haben die argumentative Tiefe eines Frühstückbrettchens". Abgesehen von dem holprigen Deutsch (argumentative Tiefe); was soll dieser Vergleich aussagen? Je nachdem wie man so ein Brett hinstellt, ist die Tiefe im Verhältnis zur Breite und Höhe am größten. Hauptsache witzelnd dahergeplappert.
25.03.2013 01:47 Uhr
von Guenter Walser:
Da haben Sie natuerlich vollkommen recht, Herr Meinhold. Mit einer „Ich schreib immer was anderes als alle anderen“-Attitüde kann man keinen serioesen antifaschistischen Journalismus betreiben. Daher finde ich es sehr lobenswert, dass Sie das gleiche schreiben, was auch in allen anderen taz-Artikeln zu finden ist, um die Leserschaft nicht zu verwirren. Z.B.: wenn ein Artikel so auch in der Jungen Freiheit stehen koennte, dann ist damit ja bewiesen dass er inhaltlich falsch sein muss. Viel Spass heute abend am Alexand.. - aeh Cottbusser Tor!
25.03.2013 00:46 Uhr
von D.J.:
ich möchte die Leser bitten, sich selbst ein Bild zu machen. Nehmen wir etwa Martensteins Beitrag zu Frei.Wild:
http://www.zeit.de/2013/13/Martenstein
Er macht sich hier lustig über die Doppelmoral, diese Band auszuladen, aber andererseits Sexisten, Schwulenhasser und/oder - milde ausgedrückt - in der Nähe des Antisemitismus stehende Leute zu feiern. Meinen Respekt dafür hat er. Pseudolinke Doppelmoralisten nicht.
25.03.2013 00:40 Uhr
von Boris Wedel:
Also - ich - finde Martenstein gut. Seine Texte machen mir als Leser Freude. Dass er da manches MaL mit einer jungen, attraktiven Frau in die Dieffenbergstr.XX schlüpft - gönne ich ihm. Diese Feindseligkeit auch aus Niggemeiers Ecke ist mir unverständlich. Sucht "man" mangels Feindbilder auch mal einen "Linken" zur Bloßstellung? Frei-wild finde ich dagegen nicht gut. Krautrock mit Heimatheimelei. Schwer zu sagen was das wirklich ist aber NSDAP-tauglich isses nicht. Was ist denn mit Euch los? Sucht Euch doch mal einen echten Gegner, zB "diese Penner" von der FDP.
25.03.2013 00:31 Uhr
von tazitus:
Wie sich der kleine Nicht-Sitzen-gebliebene Harald das Opferleben so vorstellt…
Die Texte von Kolumnisten in den Leitmedien wirken stark. Sie prägen die Meinungsbildung ihrer Leser mehr als jede Berichterstattung. Das gilt besonders für diese Art von Kolumnisten, die auf scheinbar ironische Art dumpfe Vorurteile und Gefühle ihrer Leser ansprechen. Es sind Zyniker, die behaupten, sie seien Satiriker. Hierzu zählen Wagner (»Bild«), Martenstein (»Zeit«), Fleischhauer (»spon«). Auch wenn vielfach widersprochen wird, Wagner und Martenstein gehören in die selbe Kategorie.
Die Anhänger von F.J. Wagner kann man ja gepflegt verachten, aber die Bewunderer von Martenstein und Fleischhauer, die muss man fürchten, denn sie sind großenteils »Elite«. Diese Jünger sind meist schon etwas älter und halten sich für gebildet, aufgeklärt und (sowieso) intelligent. Und als meist erfolgreiche Menschen glauben sie an Gott »Markt«, der alles regelt und an »Gerechtigkeit auf Erden«. Souverän, jedoch mit leichter Paranoia, stehen sie im Leben. Sie leiden, wie HM, an einer Sonderform der »German Angst«. Es ist Verlustangst. Angst vor dem Verlust von Privilegien.
25.03.2013 00:19 Uhr
von Lars:
Nun, in einer Anklage die wichtigsten Anklagepunkte finden zu können und nicht selbst nachrecherchieren zu müssen - ist das soweit hergeholt? Ist es so falsch? In der Tat war die Zu-Nazis-Erklärung einer Südtiroler Schrammel-Band nur selten mit Belegen geschmückt, geschweige denn mit stichhaltigen solchen.
BTW: Warum ist es eigtl. so schwer, im Internet mit Links zu arbeiten? Die Artikel Martensteins sind alle online.
24.03.2013 22:58 Uhr
von T.H.:
Köstlich, wie Philip Meinhold es schafft, einen verbohrten linken Meinungs- und Gesinnungswächter zu karikieren, der sich praktischerweise mit Fakten und Argumenten nicht herumschlagen braucht.
Mit seiner satirischen Darstellung hat er einen ganzen Journalistenzweig bloßgestellt. Bravo!
24.03.2013 22:54 Uhr
von Waldmeister:
Oh, da ist jemand neidisch? Martenstein ist eben fähig: er steckt seine giftgetränkte Feder eben durchaus kunstvoll und mit geschliffener Ausdrucksweise in die eine oder andere Wunde. Er hat T. Tiger verinnerlicht (was darf Satire?) und trollt gar kunstvoll. Er schaut eben gerne über den radikalideologischen Standpunkt (auch Kreis mit Radius Null genannt) hinaus und tritt dem Mainstream von hinten ins Knie (im Fußball bezeichnet man sowas als "nicht ganz fair, aber fein"). Und gerade deshalb ist er (obwohl "konservativ") weitaus liberaler als der Großteil der taz-Schreiber. Er läßt sich eben nicht von den Grenzen der PC bremsen. Martenstein (und auch Broder) sind wie Musiker einer Musikrichtung, mit der man nicht unbedingt was anfangen kann. Man mag die Musik zwar nicht wirklich, bewundert aber eben als Musiker, wie kunstvoll technisch sie ihre Instrumente beherrschen.
24.03.2013 22:41 Uhr
von AuWeia:
Das gezielte Diffamieren und Angreifen von Personen mit unliebsamen Meinungen ist eine Methode der Faschisten - da unterscheiden sich die Rechten und Linken überhaupt nicht. Entscheident ist die Haltung zu Indiviuum und Würde des anderen Menschen.
Philip Meinhold hätte sich diesen perönlichen Angriff einfach verkneifen und die sachliche Auseinandersetzung wählen können. Es ist bedauerlich, dass so etwas veröffentlicht wird. Hat die taz keine Redaktion?
24.03.2013 22:10 Uhr
von Peter Kulpe:
Was ich kostenlos gelesen habe, war eine Ansammlung von Anschuldigungen. Oder passt das Wort Vorwürfe besser? Profiliert sich hier ein Schreiber auf Kosten eines anderen Schreibers? Es kommt mir fast so vor. Ich kann ja nur die eine Seite der Münze lesen und die vorenthaltene Rückseite nur erahnen. Das ist mir zu wenig. Zu einem Zeitungsbericht gehören beide Seite erörtert und nicht nur eine einzige Meinung. Deshalb kostenlos. Mehr Wert kann ich nicht sehen. Es fehlt ja die Hälfte ...
24.03.2013 22:06 Uhr
von aka:
Vielen Dank, Martenstein ist einfach irrsinnig öde! Dieser bürgerliche Humor, brrrr ....
24.03.2013 20:39 Uhr
von anke:
Ich hoffe, ich habe das richtig verstanden: Philip Meinhard, Baujahr 1971 möchte gerne einen Almhof übernehmen, ohne als Erbe eingesetzt worden zu sein. Und weil der Alte nicht freiwillig gehe mag, hat er beschlossen, ein wenig nachzuhelfen. Lustig? Naja. Die Überzeugung, dass alles, was er selber nicht versteht, zwangsläufig ein Teufel sein muss und auf gar keinen Fall lustig sein kann, vertritt Mahmud Ahmadinedschad auch. Zum Lachen finde ich so etwas eigentlich nicht.
24.03.2013 20:32 Uhr
von Klartext:
„Ich bin, wie gesagt, traumatisiert, vielleicht sogar verbittert durch die Tatsache, dass ich zu keiner einzigen gesellschaftlichen Opfergruppe gehöre"
der mann hat verstanden. er kann als WHM (weißer, heterosexuelle mann) in keinster weise disktiminiert werden. alles, was ihm je passiert, und rein äußerlich genauso aussieht wie rassimus, sexismus oder irgend eine andere diskriminierung, ist per definition nur ein privates wehwehchen. WHM kann man nämlich nicht diskriminieren. es ist unmöglich. der herr martenstein hätte nur eine chance: er müsste behindert werden. dann könnte er wenigstens als solcher diskriminiert werden.
24.03.2013 20:19 Uhr
von A.Grech:
Polemik ist ja ganz gut, aber sollte schon auch ein bißchen geistreich sein - oder zumindest witzig.
Stattdessen Ressentiments und platte Sprüche. So wird das nix.
Leserkommentare
29.03.2013 19:32 Uhr
von tazitus:
@schröder:
So is et. Er ist zu langsam, aber für ne Notbremse reicht es grad noch. ;-) Führt jedoch zu ner roten Karte.
29.03.2013 17:57 Uhr
von schröder:
Vorsicht Herr Meinhold,
Harald Martenstein, kann recherchieren. Sein zweiter Roman war ein Reinfall, er selbst las schon nach etwa einem halben Jahr nicht mehr aus ihm vor. Aber der Kritiker von der Süddeutschen, der wagte zu schreiben, was er von dem Werk hielt, wurde von ihm sehr sauber durchrecherchiert, fast bis zu Datum des ersten Milchzahns, und dann nach allen Regeln der Kunst vorgeführt.
Viel Spaß!
29.03.2013 14:52 Uhr
von tazitus:
@marion: Danke!
Warum ich Fußball (und Sport im allgemeinen) liebe:
"Die Wahrheit ist aufm Platz." Jeder Zuschauer ein Experete. Harald Martenstein säße längst nicht mal mehr auf der Ersatzbank...
Als Großkolumnist allerdings, da kannn er sich auf seinem WM-Pokal von 1954 ausruhen. Beim Fußball taugt er nicht mal mehr für die Kreisliga. Und wenn einige im Publikum nun rufen: "Der Kaiser ist ja nackt". Dann rufen seine Jünger: "Ihr seid ja beknackt."
Wünsche Frohe Ostern.
29.03.2013 13:27 Uhr
von westernworld:
die luhmannsche systemtheorie kennt den begriff der einheit der differenz.
egal ob man fanatisch für die beachtung der politischen korrektheit eintritt oder sie mit dem messer zwischen den zähnen bekämpft man bezieht sich immer auf sie. für die darin gefangenen scheint es keinen ausweg aus dieser dialektischen mausefalle zu geben.
gläubige reden von gott, atheisten reden nur von gott.
29.03.2013 13:26 Uhr
von westernworld:
die luhmannsche systemtheorie kennt den begriff der einheit der differenz.
egal ob man fanatisch für die beachtung der politischen korrektheit eintritt oder sie mit dem messer zwischen den zähnen bekämpft man bezieht sich immer auf sie. für die darin gefangenen scheint es keinen ausweg aus dieser dialektischen mausefalle zu geben.
gläubige reden von gott, atheisten reden nur von gott.
29.03.2013 10:55 Uhr
von susi:
Nach dem Lesen des Artikels habe ich mich nicht besser gefühlt.
28.03.2013 22:24 Uhr
von ralf ansorge:
das ist wieder ein artikel der sorte:"wer nicht so weit links ist wie ich ist ein verkappter nazi".
martenstein ist eben NICHT stammtisch.martenstein hat eben nicht die scheuklappen auf wie sie sowohl rechte als auch linke haben.das macht ihn für solch eindimensional denkende,nur schwarz und weiß kennende leute wie diesen kommentator und viele der foristen hier zum ärgernis.man ist seiner argumentation nicht gewachsen ,also wird er beleidigt und bepöbelt.
ich war mal taz-abonent,bei solchen artikeln weiß ich warum ich taz NICHT zahle,dafür jeden sonntag für aber für den tagesspiegel,wo ich als erstes herrn martensteins kolumne lese,wobei ich seine meinung durchaus nicht immer teile.
28.03.2013 18:59 Uhr
von Marion:
Eine wirklich guter Nachruf auf einen noch vor 15 Jahren guten und relevanten Journalisten. Ich ertrage seine Kolumnen nicht mehr: immer gleicher Aufbau, immer gleicher Spannungsbogen (soweit vorhanden), genau dosierte Provokation, penetrante Ich- Perspektive. Jahrelang wurden wir in die Erziehung des Kindes einbezogen, jetzt geht es um den Hund! Oder ist der mittlerweile von uns gegangen? Es ist absolut zutreffendend, dass sich Martenstein jede Recherche spart - er kommt ja auch so durch. Und alle zwei Jahre werden die Stücke recycelt als Buch nachgeworfen. Aber sagt das Billigsystem-Martenstein nicht auch etwas über den Stand des akzeptierten Journalismus. Seine Armut ist in gewisser Weise auch unsere Armut, wenn er durch uns mit dieser Masche Erfolg haben kann.
27.03.2013 11:30 Uhr
von Waldmeister:
@ Miriam K.
"das musste schon lange mal gesagt werden."
Oha, das klingt verdächtig nach verdorrtem Gras ("Was gesagt werden muss"). Ja, auch ich kann mit der Lupe irgendwelche Worte suchen und sie nach meinem Gusto interpretieren;)
@tazitus:
Martenstein entlarvt den täglichen Irrsinn ganz gut, zB über die Waffensteuer für Profikiller und Bankräuber.
Interessant an Martenstein ist nicht nur, was er schreibt, weitaus interessanter ist, wer sich darüber aufregt.
Zum Theater um Freiwild:
da gibts paar interessante Sachen.
Die Kastelruther Spatzen haben ein ähnliches Südtirollied hingelegt, bei denen hat sich aber keiner aufgeregt (ich zitiere da gerne mal den Typen von den Onkelz, der zu Gotthilf Fischer meinte, daß auf Onkelz-Konzerten wohl weniger Nazis zu finden wären als bei den Chorauftritten-der TV-Mitschnitt ist im Netz zu finden).
Zwecks Mia: die haben ja vor paar Jahren auch mal was von wegen Rechtsextremismus übergeholfen bekommen. In der Beziehung ist deren Reaktion jetzt *sehr* interessant und zieht mein Bild von denen schwer ins Negative.
Richtig lustig ist ein eher untergegangener Kommentar eines tourettekranken Kleinkriminellen mit Ghettosyndrom (aka Gansta-Rapper): er ist besorgt zwecks Kunst&Meinungsfreiheit/Zensur, sie würden in ihren Texten schließlich weit größeren Schrott verzapfen als Freiwild...
26.03.2013 16:04 Uhr
von Steffen:
Wer solche Kollegen hat, braucht keine Feinde mehr!
26.03.2013 09:20 Uhr
von Nanana:
Ich kann mich bei der Lektüre dieses Artikels des Eindrucks nicht erwehren, dass sein Autor leicht neidgesteuert schreibt. Ich liebe, wie tausende andere, Martensteins Kolumnen. Gerade WEIL man weiß, dass nicht alles politisch korrekt und bierernst gemeint ist.
26.03.2013 01:00 Uhr
von juergen Schierholz:
Da spricht augenscheinlich der blanke Neid aus den Zeilen, was soll der Quatsch. Der Autor pflegt eine obernervige p c, sehr humorlos . Genauso wie das Theater um "Freiwild". Das gab es schon bei Laibach, bei den bösen Onkels und bei Rammstein...Martenstein provoziert und regt an, dass muss man ihm lassen. Und seine Beispiele aus der Popgeschichte sind doch fundiert. Schließlich war es Bowie, der einmal in SS-Uniform an der Victoria Station mit Sieg Heil posierte und Phrasen wie "power to the people" sind schon auf vielerlei Art und Weise missbraucht worden. Heimat, Volk, Vaterland, Helden sind Begriffe, die für uns durch Nazideutschland eine ganz eigene böse Bedeutung bekommen haben, nichtsdestotrotz sind es eben auch nur Worte. Wenn ich dann sehe, wie der Autor, in anderen Beiträgen die "Gross-Israel" Politik der Regierung Netanyahu verteidigt und alles was mit der radikalen deutschen Linken zu tun hat , pauschal unter Generalverdacht stellt, wird mir klar woher der Wind weht. Da hätte auch ein Broder schreiben können.
Ich habe übrigens auch schon Negerküsse gegessen und schätze meine Heimat, bin ich jetzt für Philip Meinhold ein rassistischer Nazi ?
25.03.2013 19:12 Uhr
von DerDemokrator:
Es gehört vielleicht ein bißchen zu den Nebenwirkungen des modernen Kolumnismus das man der Geissel Internet den Respekt zollen muß, den diese meist überhaupt nicht verdient, weil sie trivial, nichtssagend und vor allem unangenehm konträr zur Realität ist.
Besonders Broder gehört für mich in die Ecke der Kläffer die immer dann beißen wenn sie wissen das Herrchen in der Nähe ist.
25.03.2013 18:23 Uhr
von Ihr Na:
Ich finde die Polemik wunderbar! Finde Martenstein nämlich wirklich mindestens so flach wie ein Frühstücksbrettchen, und bin immer verwundert, wenn sich Bekannte von mir auf dessen unverdautes Geschreibsel beziehen. Denn, wenn überhaupt, ist er scharfzüngig, aber nie scharfsichtig! Danke für die Wahrheit ;)
25.03.2013 18:15 Uhr
von großmeister_b:
@Montherlant: Sind Sie das, Herr Fleischhauer?
Aber Spaß beiseite:
Genauso wie mir der Anlass dieses Artikels ein Rätsel ist, verpasst der Herr Meinhold auch die Chance, Herrn Martenstein scharfsinnig und pointiert und vielleicht sogar mit viel Humor abzufrüstücken, auf dem besagten Brettchen.
Aber diesen Artikel kann man ja wirklich nur als Versuch werten.
Noch ein bißchen üben, Philip, und bitte vor Veröffentlichung erstmal im Freundeskreis vorlesen!
25.03.2013 17:46 Uhr
von tazitus:
Sag ich doch: Martenstein wirkt.
Eine linke Medienmehrheit, die sich mit Lebenslügen die Deutungshoheit erkämpft hat und sie dank Harald M. nun endlich verliert, so sehen seine Leser die Welt. Und dann zitieren sie Tiger Tucholsky: "Satire darf alles!" Natürlich. Aber nicht jede Verunglimpfung, die scheinbar ironisch daher kommt, ist Satire. Verhöhnung von Opfern und Minderheiten ist schlicht Häme. Sie paddeln auf undurchsichtiger Gülle, die ihr Meister anrührt und sehen die Leichen unter der Oberfläche nicht. Aber Obacht, bitte nicht kentern.
"Der HM beherrscht ja sein Instrument so schön." Was er damit macht (spielt) ist egal. "Wie der die Klinge führt.", hat man früher auch von Scharfrichtern gesagt.
25.03.2013 16:48 Uhr
von D.J.:
@Montherlant:
"Und alle sehen es!!! Ich freu mich auf die Zukunft!"
Ich nicht. Obgleich bei der Mehrzahl der Themen nicht links, würde ich mich viel mehr über eine erneuerte Linke, frei von Dogmen und Lebenslügen, freuen. Sie wird gebraucht. Schade, dass es da derzeit so trist aussieht. Nur manchmal Lichtblicke jenseits von Phrasen und Genöle, dass das dumme, reaktionäre Volk nicht so denkt wie man selbst.
25.03.2013 15:24 Uhr
von FaktenStattFiktion:
Harald Martenstein nähert sich Themen offen und ohne politische Scheuklappen. Er ist damit in der vorurteilsbehafteten Welt des Stammtisches ebenso fehl am Platz, wie in der mit positiven Vorurteilen verseuchten Welt der Ökofetischisten.
Das mag ein Grund für diesen Artikel sein, welcher nur dumpfe Vorurteile und Beleidigungen über Harald Martenstein bringt, statt sachliche Kritik zu bringen.
Und dies nur, weil Martenstein die Einrichtung von „Transgender“-Toiletten als das bezeichnet hat, was es ist: Schwachsinn.
25.03.2013 14:31 Uhr
von Montherlant:
Zur vielbeschrieben vermeintlichen Verlustangst der "weißen Mittelschicht", wie sie im Artikel und auch in den Kommentaren bereits wieder anklingt: Die einzigen, die momentan wirklich massive Verlustängste haben, sind doch die Linken, deren Deutungshoheit langsam aber sicher verloren geht, weil ihre ganzen Lebenslügen sich als da herausstellen, was sie sind: Lügen. Und alle sehen es!!! Ich freu mich auf die Zukunft!
Gez. Ein weißer Mann der Mittelschicht ;)
25.03.2013 13:41 Uhr
von Raimund Rational:
Sorry, aber dieser Text von Herrn Meinhold hat die argumentative "Tiefe" eines Nano-Partikels.
25.03.2013 13:35 Uhr
von M. Grube:
Oh Gott. Wieso klingt dieser Artikel eigentlich so nach: "Wieso werde ich nicht in der Zeit gedruckt, sondern nur bei der TAZ online?" Nörgelei.
25.03.2013 13:06 Uhr
von susi:
Soso, Martenstein ist also scheiße, weil er alt wird und keinen mehr hochkriegt. Das ist natürlich sehr tief und subtil argumentiert, danke, Philip Meinhold.
25.03.2013 11:53 Uhr
von alabasta:
danke für diese zeilen; gut, dass der nach aufmerksamkeit heischende, selbsternannte 'rebell', der sein fähnchen in den wind hängt, als alter mann gezeigt wird, der mit dem alter nicht fertig wird - anbiederung an den zeitgeist inklusive.
25.03.2013 10:27 Uhr
von Miriam K.:
Danke für diesen Artikel, das musste schon lange mal gesagt werden. MfG
25.03.2013 09:33 Uhr
von Wossi:
Ähm… Martenstein war mal ein kluger Kopf? Das muss aber lange vor meiner Zeit gewesen sein. Und auch lange vor der Zeit von Nachbar Bittermann. Der trifft Martenstein nämlich morgens immer beim Bäcker. Und dann grüßt er jedes Mal ganz freundlich, was Martenstein richtig glücklich macht. Dabei grüßt der Bittermann alle, die nicht gerade peinlicher sind als sein alter Schulfreund Gottschalk. Aber das kann Martenstein ja nicht wissen, weil er die Bücher von Bittermann ja nur überfliegt. Würde er sie nämlich lesen, dann hätte er das mit dem Schreiben von Kolumnen schon längst an den Nagel gehängt. (vgl. Klaus Bittermann: Möbel zu Hause, aber kein Geld für Alkohol. Kreuzberger Szenen, Berlin 2012)
25.03.2013 09:08 Uhr
von @tazitus,:
"Bewunderer von Martenstein ... muss man fürchten"
...
"Es ist Verlustangst."
Witziger Kommentar. Entlarft die panische Angst einer bestimmten Sorte von Linken, die Deutungshoheit zu verlieren.
25.03.2013 08:06 Uhr
von Carsten Schönfeld:
Tja, Satire erfordert einen WIRKLICH toleranten Geist, der Herrn Meinhold anscheinend fehlt - kein Wunder, dass er deshalb ja auch bei der moralisch ach so überlegenen Hauptstadt-basierten TAZ unter Vertrag ist. Die Größe von Harald Martenstein wird er nie erreichen... und das ist auch gut so!
25.03.2013 08:00 Uhr
von ello:
"Martensteins Texte haben die argumentative Tiefe eines Frühstückbrettchens". Abgesehen von dem holprigen Deutsch (argumentative Tiefe); was soll dieser Vergleich aussagen? Je nachdem wie man so ein Brett hinstellt, ist die Tiefe im Verhältnis zur Breite und Höhe am größten. Hauptsache witzelnd dahergeplappert.
25.03.2013 01:47 Uhr
von Guenter Walser:
Da haben Sie natuerlich vollkommen recht, Herr Meinhold. Mit einer „Ich schreib immer was anderes als alle anderen“-Attitüde kann man keinen serioesen antifaschistischen Journalismus betreiben. Daher finde ich es sehr lobenswert, dass Sie das gleiche schreiben, was auch in allen anderen taz-Artikeln zu finden ist, um die Leserschaft nicht zu verwirren. Z.B.: wenn ein Artikel so auch in der Jungen Freiheit stehen koennte, dann ist damit ja bewiesen dass er inhaltlich falsch sein muss. Viel Spass heute abend am Alexand.. - aeh Cottbusser Tor!
25.03.2013 00:46 Uhr
von D.J.:
ich möchte die Leser bitten, sich selbst ein Bild zu machen. Nehmen wir etwa Martensteins Beitrag zu Frei.Wild:
http://www.zeit.de/2013/13/Martenstein
Er macht sich hier lustig über die Doppelmoral, diese Band auszuladen, aber andererseits Sexisten, Schwulenhasser und/oder - milde ausgedrückt - in der Nähe des Antisemitismus stehende Leute zu feiern. Meinen Respekt dafür hat er. Pseudolinke Doppelmoralisten nicht.
25.03.2013 00:40 Uhr
von Boris Wedel:
Also - ich - finde Martenstein gut. Seine Texte machen mir als Leser Freude. Dass er da manches MaL mit einer jungen, attraktiven Frau in die Dieffenbergstr.XX schlüpft - gönne ich ihm. Diese Feindseligkeit auch aus Niggemeiers Ecke ist mir unverständlich. Sucht "man" mangels Feindbilder auch mal einen "Linken" zur Bloßstellung?
Frei-wild finde ich dagegen nicht gut. Krautrock mit Heimatheimelei. Schwer zu sagen was das wirklich ist aber NSDAP-tauglich isses nicht. Was ist denn mit Euch los? Sucht Euch doch mal einen echten Gegner, zB "diese Penner" von der FDP.
25.03.2013 00:31 Uhr
von tazitus:
Wie sich der kleine Nicht-Sitzen-gebliebene Harald das Opferleben so vorstellt…
Die Texte von Kolumnisten in den Leitmedien wirken stark. Sie prägen die Meinungsbildung ihrer Leser mehr als jede Berichterstattung. Das gilt besonders für diese Art von Kolumnisten, die auf scheinbar ironische Art dumpfe Vorurteile und Gefühle ihrer Leser ansprechen. Es sind Zyniker, die behaupten, sie seien Satiriker. Hierzu zählen Wagner (»Bild«), Martenstein (»Zeit«), Fleischhauer (»spon«). Auch wenn vielfach widersprochen wird, Wagner und Martenstein gehören in die selbe Kategorie.
Die Anhänger von F.J. Wagner kann man ja gepflegt verachten, aber die Bewunderer von Martenstein und Fleischhauer, die muss man fürchten, denn sie sind großenteils »Elite«. Diese Jünger sind meist schon etwas älter und halten sich für gebildet, aufgeklärt und (sowieso) intelligent. Und als meist erfolgreiche Menschen glauben sie an Gott »Markt«, der alles regelt und an »Gerechtigkeit auf Erden«. Souverän, jedoch mit leichter Paranoia, stehen sie im Leben. Sie leiden, wie HM, an einer Sonderform der »German Angst«. Es ist Verlustangst. Angst vor dem Verlust von Privilegien.
25.03.2013 00:19 Uhr
von Lars:
Nun, in einer Anklage die wichtigsten Anklagepunkte finden zu können und nicht selbst nachrecherchieren zu müssen - ist das soweit hergeholt? Ist es so falsch? In der Tat war die Zu-Nazis-Erklärung einer Südtiroler Schrammel-Band nur selten mit Belegen geschmückt, geschweige denn mit stichhaltigen solchen.
BTW: Warum ist es eigtl. so schwer, im Internet mit Links zu arbeiten? Die Artikel Martensteins sind alle online.
24.03.2013 22:58 Uhr
von T.H.:
Köstlich, wie Philip Meinhold es schafft, einen verbohrten linken Meinungs- und Gesinnungswächter zu karikieren, der sich praktischerweise mit Fakten und Argumenten nicht herumschlagen braucht.
Mit seiner satirischen Darstellung hat er einen ganzen Journalistenzweig bloßgestellt. Bravo!
24.03.2013 22:54 Uhr
von Waldmeister:
Oh, da ist jemand neidisch?
Martenstein ist eben fähig:
er steckt seine giftgetränkte Feder eben durchaus kunstvoll und mit geschliffener Ausdrucksweise in die eine oder andere Wunde. Er hat T. Tiger verinnerlicht (was darf Satire?) und trollt gar kunstvoll.
Er schaut eben gerne über den radikalideologischen Standpunkt (auch Kreis mit Radius Null genannt) hinaus und tritt dem Mainstream von hinten ins Knie (im Fußball bezeichnet man sowas als "nicht ganz fair, aber fein").
Und gerade deshalb ist er (obwohl "konservativ") weitaus liberaler als der Großteil der taz-Schreiber. Er läßt sich eben nicht von den Grenzen der PC bremsen.
Martenstein (und auch Broder) sind wie Musiker einer Musikrichtung, mit der man nicht unbedingt was anfangen kann. Man mag die Musik zwar nicht wirklich, bewundert aber eben als Musiker, wie kunstvoll technisch sie ihre Instrumente beherrschen.
24.03.2013 22:41 Uhr
von AuWeia:
Das gezielte Diffamieren und Angreifen von Personen mit unliebsamen Meinungen ist eine Methode der Faschisten - da unterscheiden sich die Rechten und Linken überhaupt nicht. Entscheident ist die Haltung zu Indiviuum und Würde des anderen Menschen.
Philip Meinhold hätte sich diesen perönlichen Angriff einfach verkneifen und die sachliche Auseinandersetzung wählen können. Es ist bedauerlich, dass so etwas veröffentlicht wird. Hat die taz keine Redaktion?
24.03.2013 22:10 Uhr
von Peter Kulpe:
Was ich kostenlos gelesen habe, war eine Ansammlung von Anschuldigungen. Oder passt das Wort Vorwürfe besser? Profiliert sich hier ein Schreiber auf Kosten eines anderen Schreibers? Es kommt mir fast so vor. Ich kann ja nur die eine Seite der Münze lesen und die vorenthaltene Rückseite nur erahnen. Das ist mir zu wenig. Zu einem Zeitungsbericht gehören beide Seite erörtert und nicht nur eine einzige Meinung. Deshalb kostenlos. Mehr Wert kann ich nicht sehen. Es fehlt ja die Hälfte ...
24.03.2013 22:06 Uhr
von aka:
Vielen Dank, Martenstein ist einfach irrsinnig öde!
Dieser bürgerliche Humor, brrrr ....
24.03.2013 20:39 Uhr
von anke:
Ich hoffe, ich habe das richtig verstanden: Philip Meinhard, Baujahr 1971 möchte gerne einen Almhof übernehmen, ohne als Erbe eingesetzt worden zu sein. Und weil der Alte nicht freiwillig gehe mag, hat er beschlossen, ein wenig nachzuhelfen. Lustig? Naja. Die Überzeugung, dass alles, was er selber nicht versteht, zwangsläufig ein Teufel sein muss und auf gar keinen Fall lustig sein kann, vertritt Mahmud Ahmadinedschad auch. Zum Lachen finde ich so etwas eigentlich nicht.
24.03.2013 20:32 Uhr
von Klartext:
„Ich bin, wie gesagt, traumatisiert, vielleicht sogar verbittert durch die Tatsache, dass ich zu keiner einzigen gesellschaftlichen Opfergruppe gehöre"
der mann hat verstanden. er kann als WHM (weißer, heterosexuelle mann) in keinster weise disktiminiert werden. alles, was ihm je passiert, und rein äußerlich genauso aussieht wie rassimus, sexismus oder irgend eine andere diskriminierung, ist per definition nur ein privates wehwehchen. WHM kann man nämlich nicht diskriminieren. es ist unmöglich. der herr martenstein hätte nur eine chance: er müsste behindert werden. dann könnte er wenigstens als solcher diskriminiert werden.
24.03.2013 20:19 Uhr
von A.Grech:
Polemik ist ja ganz gut, aber sollte schon auch ein bißchen geistreich sein - oder zumindest witzig.
Stattdessen Ressentiments und platte Sprüche. So wird das nix.