Bei bewaffneten Auseinandersetzungen im Nordlibanon sind 12 Menschen getötet worden. Die libanesische Regierung ist unterdessen zurückgetreten. von Jannis Hagmann
@Ergänzung "Ich würde mich nicht wundern, wenn die Hisbollah erneut versucht, durch Angriffe auf Israel eine Reaktion zu provozieren die sie dann in der arabischen Welt als Grund für Unterstützungsforderungen nutzen kann -- mit dem mitschwingenden Unterton "wenn ihr nicht zahlt, beginnen wir hier einen neuen Bürgerkrieg" "
geht es noch Dummer???! Hizbullah hat in den ersten Buergerkrieg nicht teilgenommen , sie haben nur mit Amal-partei auseinandersetzundgen gehabt.(eine andere scheitische partei ,die in den Buergerkrieg teilgenommen hat und momentan mit Hizbullah Alliiert ist). wieso sollen sie gegen einer Regionalmacht Krieg fuehren und gleich in Schwierigkeiten mit anderen Libanesen zugeraten und die PLO-Geschichte zuwiederholen und noch dazu Unterstuetzung von feindlichen arabischen Laendern zufordern ?? die nur darauf warten das Hizbullah ein Fehler macht??! ha?? hast du keine Ahnung gehabt?
25.03.2013 13:14 Uhr
von Cale:
Lediglich eine Bemerkung - betreffend der "selbsternannten Schutzmacht" Syrien - es ist dort vergessen worden zu erwähnen, dass die Syrer nach den beiden Sprengstoffanschlägen auf die westlichen Kommandostäbe der USA und Frankreichs in Beitut im Oktober 1983 (241 tote US-Militärs und 58 tote französische Parachutistes) durchaus als auch vom Westen erwünschte "Sicherheitstruppen" in den Libanon einrückten. Dies erlaubte den westlichen Staaten ihre Präsenz im Libanon zu evakuieren, ohne weitere Tote und mit "nur beschränkten Gesichtsverlust".
Das diese Truppen so lange Zeit im Libanon waren - bis 2005 - ist sicher auch der unsicheren Lage im Land geschuldet, doch deren Straßenkontrollen waren mir in 2003/04 zwar auch lästig, aber eben wie die Kontrolle am Flughafen - ein notwendiges Übel. Auch deren Rolle (Syriens) im Attentat auf Rafiq Hariri, einer doch recht umstrittenen Persönlichkeit - aber auf keinem Fall die demokratische Lichtfigur zu der wir ihn nach seinem Tod aufgebaut haben, scheint mir noch nicht ausgeleuchtet genug zu sein. Die Syrienthese, welche auch der deutsche Untersuchungsrichter Mehlis vertrat ist mir zu widersprüchlich, Hafis Assad war alles, aber ein politischer Abenteurer war er nie, und dass ein Attentat eher negativ auf syrische Interessen im Libanon wirken würde war auch klar. Die Frage "Qui bono?" wurde nie beantwortet.
Jetzt, nach dem Rückzug der Syrer existiert im Libanon das gleiche labile Kräfteverhältnis, welches durch die Verfassung eindeutig zu Ungunsten der arabischen Bevölkerung des Landes festgeschrieben wurde wie in der Zeit vor dem libanesischen Bürgerkrieg. Felhen da jetzt vielleicht die Kontrollen, die vorher das syrische Militär ausgeführt hat? ... also Freiwillige vor, Syrien scheidet jetzt ja dank der Politik der letzten 2 Jahre aus.
24.03.2013 17:34 Uhr
von Ergänzung:
Da der Autor das aus mir unbekannten Gründen nicht erwähnt: die Hisbollah darf man ohne Frage eine iranisch-syrisch-gelenkte Organisation nennen. Zwar hat sie einen gewissen Spielraum, ist aber bei weitem nicht eigenständig, sondern kam erst durch finanzielle und militärische Unterstützung durch Iran und Syrien zur heutigen Stärke. Diese Unterstützung durch Syrien dürfte nun weggefallen sein und der Iran hat alle Hände voll damit, Assad zu stützen. Kein Wunder also, dass die Regierung bröckelt wenn die Islamisten ihre Fälle davonschwimmen sehen weil ihre Puppenspieler die Fäden erschlaffen lassen.
Ich würde mich nicht wundern, wenn die Hisbollah erneut versucht, durch Angriffe auf Israel eine Reaktion zu provozieren die sie dann in der arabischen Welt als Grund für Unterstützungsforderungen nutzen kann -- mit dem mitschwingenden Unterton "wenn ihr nicht zahlt, beginnen wir hier einen neuen Bürgerkrieg, unsere Soldaten haben sonst nichts zu tun".
Leserkommentare
01.04.2013 23:13 Uhr
von sam827:
@Ergänzung
"Ich würde mich nicht wundern, wenn die Hisbollah erneut versucht, durch Angriffe auf Israel eine Reaktion zu provozieren die sie dann in der arabischen Welt als Grund für Unterstützungsforderungen nutzen kann -- mit dem mitschwingenden Unterton "wenn ihr nicht zahlt, beginnen wir hier einen neuen Bürgerkrieg" "
geht es noch Dummer???!
Hizbullah hat in den ersten Buergerkrieg nicht teilgenommen , sie haben nur mit Amal-partei auseinandersetzundgen gehabt.(eine andere scheitische partei ,die in den Buergerkrieg teilgenommen hat und momentan mit Hizbullah Alliiert ist).
wieso sollen sie gegen einer Regionalmacht Krieg fuehren und gleich in Schwierigkeiten mit anderen Libanesen zugeraten und die PLO-Geschichte zuwiederholen und noch dazu Unterstuetzung von feindlichen arabischen Laendern zufordern ?? die nur darauf warten das Hizbullah ein Fehler macht??!
ha?? hast du keine Ahnung gehabt?
25.03.2013 13:14 Uhr
von Cale:
Lediglich eine Bemerkung - betreffend der "selbsternannten Schutzmacht" Syrien - es ist dort vergessen worden zu erwähnen, dass die Syrer nach den beiden Sprengstoffanschlägen auf die westlichen Kommandostäbe der USA und Frankreichs in Beitut im Oktober 1983 (241 tote US-Militärs und 58 tote französische Parachutistes) durchaus als auch vom Westen erwünschte "Sicherheitstruppen" in den Libanon einrückten. Dies erlaubte den westlichen Staaten ihre Präsenz im Libanon zu evakuieren, ohne weitere Tote und mit "nur beschränkten Gesichtsverlust".
Das diese Truppen so lange Zeit im Libanon waren - bis 2005 - ist sicher auch der unsicheren Lage im Land geschuldet, doch deren Straßenkontrollen waren mir in 2003/04 zwar auch lästig, aber eben wie die Kontrolle am Flughafen - ein notwendiges Übel. Auch deren Rolle (Syriens) im Attentat auf Rafiq Hariri, einer doch recht umstrittenen Persönlichkeit - aber auf keinem Fall die demokratische Lichtfigur zu der wir ihn nach seinem Tod aufgebaut haben, scheint mir noch nicht ausgeleuchtet genug zu sein. Die Syrienthese, welche auch der deutsche Untersuchungsrichter Mehlis vertrat ist mir zu widersprüchlich, Hafis Assad war alles, aber ein politischer Abenteurer war er nie, und dass ein Attentat eher negativ auf syrische Interessen im Libanon wirken würde war auch klar. Die Frage "Qui bono?" wurde nie beantwortet.
Jetzt, nach dem Rückzug der Syrer existiert im Libanon das gleiche labile Kräfteverhältnis, welches durch die Verfassung eindeutig zu Ungunsten der arabischen Bevölkerung des Landes festgeschrieben wurde wie in der Zeit vor dem libanesischen Bürgerkrieg. Felhen da jetzt vielleicht die Kontrollen, die vorher das syrische Militär ausgeführt hat? ... also Freiwillige vor, Syrien scheidet jetzt ja dank der Politik der letzten 2 Jahre aus.
24.03.2013 17:34 Uhr
von Ergänzung:
Da der Autor das aus mir unbekannten Gründen nicht erwähnt: die Hisbollah darf man ohne Frage eine iranisch-syrisch-gelenkte Organisation nennen. Zwar hat sie einen gewissen Spielraum, ist aber bei weitem nicht eigenständig, sondern kam erst durch finanzielle und militärische Unterstützung durch Iran und Syrien zur heutigen Stärke.
Diese Unterstützung durch Syrien dürfte nun weggefallen sein und der Iran hat alle Hände voll damit, Assad zu stützen. Kein Wunder also, dass die Regierung bröckelt wenn die Islamisten ihre Fälle davonschwimmen sehen weil ihre Puppenspieler die Fäden erschlaffen lassen.
Ich würde mich nicht wundern, wenn die Hisbollah erneut versucht, durch Angriffe auf Israel eine Reaktion zu provozieren die sie dann in der arabischen Welt als Grund für Unterstützungsforderungen nutzen kann -- mit dem mitschwingenden Unterton "wenn ihr nicht zahlt, beginnen wir hier einen neuen Bürgerkrieg, unsere Soldaten haben sonst nichts zu tun".
24.03.2013 16:33 Uhr
von Verantwortung:
Rechts hin oder her.
Ich stimme dem gesagten zu.
http://www.youtube.com/watch?feature=player_embedded&v=a1J58KLZEC8