• 24.03.2013

Femen-Bewegung in Tunesien

Nackte Brüste lösen Wut aus

„Mein Körper gehört mir, er ist niemandes Ehre.“ Das schrieb sich eine tunesische Schülerin auf ihre Haut. Jetzt wird sie von Salafisten bedroht.von Reiner Wandler

  • 02.04.2013 09:41 Uhr

    von Hans:

    Ich bin zwar kein Fan der Femen, doch unterstütze ich die grade die unlängst notwendige sexuelle Revolution und Emanzipation in der islam. Welt.

  • 26.03.2013 09:34 Uhr

    von Demokratie-Troll:

    @von Subhuman:
    Bisher ging die Gewalt nicht von den Femen aus. Dann darf es auch Spass machen.
    Ich kann nur hoffen, dass in Tunesien viele Frauen viele Forderungen auf ihre Haut kritzeln. Nötig hätten es die Heinis da jedenfalls.
    Wenn die Frauen da ungeschoren davon kommen, könnte man wieder Hoffnung schöpfen. Nur, warum zweifele ich daran?

  • 25.03.2013 15:11 Uhr

    von ion:

    @ Volker Birk,
    erwägenswerter Ansatz, vorausgesetzt der Femen-‘Feminismus’ meinte die Gleichwertigkeit aller Unterschiedlichen und nicht, wie Frau Schewtschenko im Zeit-Interview (12.06.2012) n.a. auch ausdrücklich postulierte: "Das Ziel der Femen-Aktivistinnen ist das Matriarchat, also eine von Frauen dominierte Gesellschaftsordnung".
    Und die "völlig verstockten Gesellschaften", die – wie Sie vermutlich voraussetzen – von "Konservativen" ideologisch gesteuert und unter Machtmissbrauch angeführt werden, dürften – und das wird leider allzuoft verdrängt – aus ca. 50% Frauen bestehen, die ideologisch ebenso stramme Status-quo-Anhänger sind wie (deren/) die Männer; Insofern wären entgegen der Vorgehensweise der Femen also nicht nur Heten-Männer die zu adressierenden Ziele, sondern kritisch zu definierende Gesellschaft-en/-sformen in toto(!), was m.M.n. eben nicht (nur) mit punktuellem: "Das Thema variiert" zu verwechseln wäre.
    Und n.a. ist bereits aus jenen gravierenden Adress-Fehlern die Femen-Bewegung ein Irrläufer, der weder "eine wahre Freude!" ist, noch das Eine (Matriarchat), oder gar das Andere (Bewusstseinsbildung) erreichen wird, weshalb deren Aktivitäten aus dem Off eher früher als später mit in etwa diesem Tag retourniert, quittiert werden dürften:
    RETURN TO SENDER – UNKNOWN ADDRESSEE


    @ Carsten,
    Vorstehendes trifft bedingt auch für die von Ihnen getroffene Zuordnung: "Linken"(!), zu – wobei schon allein das von Ihnen angeführte ‘Argument’ Ihre aversiv und stigmatisierend intendierte Gruppen-‘Kritik’ hinreichend selbst disqualifiziert.


    ♲ (25.03.2013 11:07)

  • 25.03.2013 12:56 Uhr

    von Domenq:

    Religion bleibt der Feind der Aufklärung.

  • 25.03.2013 12:34 Uhr

    von FocusTurnier:

    @Hotel Ostoria 1056:

    "Was denken Sie beim Anblick dieses Bildes:"

    Dass die beiden Mädels rechts im Bild falsch rum stehen....:=)

    MfG
    FT

  • 25.03.2013 12:15 Uhr

    von Mohammed:

    Natürlich heißt Islam unter anderem auch "Frieden".

    Das arabische Wort Salām beispielsweise bedeutet nicht nur „Frieden“ – es bildet sowohl die Grundlage für den im arabischen Sprachkontext üblichen Gruß as-salāmu álaikum („Der Frieden sei mit dir / euch“) als auch für den Religionsnamen Islam. Eine gemeinsame Wortwurzel besteht u.a. auch mit dem hebräischen Schalom.

    Die islamistische Sekte Salafismus (geschätzte 5.000 Anhängerinnen und Anhänger in D) mit der Weltreligion Islam (ca. 4 Millionen Anhängerinnen und Anhänger in D) gleichzusetzen ist ungefähr so, als würde man die Piusbruderschaft mit dem Katholizismus oder die Amish People mit dem Protestantismus in eins setzen. In allen Weltreligionen gibt es zig solcher mittelalterlichen Fundamentalistengruppierungen, die das 21. Jahrhundert nicht braucht und deren mehr oder weniger großen gesellschaftspolitischen Einfluss man so weit wie möglich zurückdrängen sollte.

    Ich wünsche den engagierten Frauen in Tunesien alles Gute für ihren wichtigen Protest!

  • 25.03.2013 10:56 Uhr

    von Hotel Ostoria:

    Sexismustest für alle. Was denken Sie beim Anblick dieses Bildes:

    http://www.heise.de/tp/bild/38/38796/38796_62.html#bild

  • 25.03.2013 09:43 Uhr

    von FocusTurnier:

    "„Mein Körper gehört mir, er ist niemandes Ehre.“

    Das schreibt eine Frau, die eine faschistoide Organisation unterstützt. Jeder, der sich mal auf femen.org umgeschaut hat, wird ins Grübeln kommen. Menschen, die ein Matriachat einführen wollen, bei denen das Blut der Männer fließen soll und die offen dazu stehen, Männern die Geschlechtsteile mit Sensen abzuhacken (siehe Grafiken auf der Femen-Homepage), KANN und DARF man nicht ernst nehmen.
    Ich bin dafür, die Männer auch mit Sensen zu bewaffnen. Gleichberechtigung.

    MfG

  • 25.03.2013 08:22 Uhr

    von @Carsten:

    "Selektiver Humanismus"

    Sie bringen es auf den Punkt. Genauso kann man das Gebahren der Linken beschreiben.

    Danke dafür.

  • 25.03.2013 07:24 Uhr

    von Horsti:

    Femen? Das sind doch diese exhibitionistisch veranlagten Frauen, die unter feministischem Deckmantel ihre Neigungen ausleben, oder?

  • 25.03.2013 07:12 Uhr

    von Gonzi:

    Frau Merkel und nicht nur die könnte sich solidarisch kleiden, gerade wenn Staaten besucht werden, die einen solchen Anstoß gebrauchen können.

  • 25.03.2013 06:55 Uhr

    von bismarckhering:

    > Würde Aminas Verhalten ungestraft bleiben,
    > „könnte es ansteckend wirken und andere
    > Frauen auf Ideen bringen“

    Wenn um die Sexualkontrolle geht,
    dann verstehen alte Männer keinen Spaß.
    Klar, es geht um den Kern ihrer "Macht".

    b.

  • 25.03.2013 06:15 Uhr

    von Volker Birk:

    Feminismus in völlig verstockten Gesellschaften ist immer eine wahre Freude! Das ist in Tunesien so notwendig wie im Paris dieser Tage.

    Auch dort wird vehement die Machtfrage gestellt durch die Konservativen: ihre Ideologie soll auch weiter die Normen für die Gesellschaft vorgeben, und alle anderen unter die Knute zwingen.

    Das Thema variiert, in Paris geht es um die Homosexualität, in Tunis um die sexuelle Befreiung der Frau.

    Aber der Gegner ist exakt derselbe, und auch seine Methoden.

  • 25.03.2013 02:45 Uhr

    von robert M.:

    Wo nun kann man denn die Mädels endlich mal besichtigen? Ich mag Brüste, Nackte erst recht. Aber: Wo sind sie nun? Wenn ich in die Zeitung sehe, habe ich den Eindruck, die müssen mittlerweile allgegenwärtig sein. Aber im echten Leben, nein, da ist es mir noch nicht geglückt, auch nur einen einzigen Blick zu erhaschen.

    SCHADE!

  • 25.03.2013 01:19 Uhr

    von ada:

    wenn ich mit Moslems diskutiere, erzählen die mir immer alles ist ganz toll, Islam ist Friede und Liebe und kein system wäre besser und freier für Frauen. Also können diese Meldungen aus Tunesien nur Lügen sein.

  • 24.03.2013 23:53 Uhr

    von lächeln13:

    Wo bleibt denn die Empörung unserer linken Szene angesichts der praktizierten Intoleranz im islamischen Kulturkreis?
    Diese Femen - Aktivistin zeigt mehr Rückgrat als alle unsere so aufgeklärten lieben Gutmenschen zusammen!
    Leider wird sie durch ihre Aktion um ihr Leben fürchten müssen!!!
    Übrigens soll der Islam mittlerweile ja auch zu Deutschland gehören!?

  • 24.03.2013 23:48 Uhr

    von Georg:

    Was sagen eigentlich die Trutscherl bei uns, die zusammen mit den Salafisten gegen was auch immer demonstrieren dazu?

  • 24.03.2013 23:46 Uhr

    von TaZ_ist_es_mir_wert:

    Zu denken, daß die Gleichberechtigung erreicht ist wenn Männer ihre Schwänze zeigen um Politik zu machen.

  • 24.03.2013 23:39 Uhr

    von Bravo:

    Islam gegen Feminismus, haha, go !

    Blöd wenn man zwei Lieblinge hat die sich an die Gurgel gehen, liebe taz Gemeinde :)

    Wobei, naja, an die Gurgel im wörtlichen Sinne geht eigtl immer nur einer der beiden Kontrahenten . . .

  • 24.03.2013 23:38 Uhr

    von Ekan:

    Hä? Ich dachte Islam heißt Frieden? Warum lassen die die arme Frau nicht in Ruhe?
    Wenn sie sich unmoralisch verhalten will ist doch ihr problem?

  • 24.03.2013 23:19 Uhr

    von Carsten:

    Hehe, mal nicht so rassistisch hier! Kritik am Iskam ist doch gruppenbezogene Menschenfeindlichekeit oder wie das heißt, oder? Ach, das gilt nur in Deutschland? Muss einem ja gesagt werden. Bei euch Linken weiß man ja nie, für wen euer selektiver Humanismus gerade gilt.

  • 24.03.2013 23:10 Uhr

    von Äquidistanz:

    Brüderles Spruch war mindestens genausoschlimm wie die verlangte Strafe gegen die Frau.

  • 24.03.2013 22:48 Uhr

    von Arne Babenhauserheide:

    @Subhuman: Das einzige, was an den Aussagen nicht konsistent war, ist, dass das Endziel von Feminismus die Gleichberechtigung ist, gleichzeitig aber das Matriarchat erreicht werden soll.

    Die Aussage „Das der Männer“ wurde dagegen offensichtlich von dem Zeit-Journalisten provoziert.

    Davon abgesehen verstehe ich nicht, was der Kommentar zum Artikel beitragen soll. Es geht um Unterdrückung in Tunesien, die von Femen inspiriert ist, nicht um eine spezifische Aktivistin (da finden sich in jeder Bewegung hardliner).

  • 24.03.2013 21:47 Uhr

    von sanctum.praeputium:

    Man kann Muslimen nicht mit "westlichen" bzw. unislamischen Argumenten beikommen. Wirksam ist allerdings der ökonomische Druck: Prospektive Touristen sollten sich vor Reiseantritt fragen, ob ihr Reiseziel ein Land ist, in welchem "Werte" vertreten werden, unter welchen sie prinzipiell auch gerne leben würden.

  • 24.03.2013 20:27 Uhr

    von Kurde:

    Ich finde das Mädchen ist im recht, wenn sie ihre möpse auspacken will dann hat sie das recht dazu, so funktioniert Demokratie nunmal und das ist auch gut so. Scharia ist eben nicht jedermann /Frau sache!!

  • 24.03.2013 20:19 Uhr

    von Subhuman:

    Seit diesem Interview mit Alexandra Schewtschenko in der ZEIT, kann ich diese Femen nicht mehr ernst nehmen.

    "Schewtschenko:..Wenn es so weit ist, müssen wir kämpfen. Dann wird wieder Blut fließen. Die Revolution wird brutal.

    ZEIT ONLINE: Wessen Blut?

    Schewtschenko: Das der Männer."

    http://www.zeit.de/sport/2012-06/interview-femen-ukraine-protest

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