Überfällige Normalisierung: Die Regierungen in Ankara und Jerusalem wollen verhindern, dass der Bürgerkrieg in Syrien auch auf ihre Länder übergreift.von Jürgen Gottschlich
Der Netanjahu soll sich seine Entschuldigung in den Hintern reinschieben.Dass macht die Toten nicht lebendig.Für mich ist dieser Staat ein Verbrecherstaat und wird es immer bleiben.
31.03.2013 08:09 Uhr
von Jupp:
Das Bedauern, erst recht eine Entschuldigung hätte schon vor drei Jahren kommen müssen.
Nun aber fragt man doch nur, warum und wie Netanjahu und Co. eingeknickt sind.
Und ändert sich nun was in der Besatzungs- und Annexionspolitik?
28.03.2013 23:08 Uhr
von Senckbley:
E.T.O.: < Einigung zwischen Neo-Osmanen und Gross-Israel-Vertretern. Die Beute heisst Syrien/Libanon. >
Ihre Phantasie.
Israel inkl. Judäa und Samaria hat heute geographisch im wesentlichen die gleichen Konturen, wie es sich der Völkerbund mit seinem "Mandat für Palästina" 1922 vorgestellt hat. Ratifiziert, völkerrechtlich verbindlich und Realität.
27.03.2013 21:11 Uhr
von Senckbley:
R.J.: < ...mit jedem demokratischen Staat im Nahen-Osten würde Israel ein Gegner erwachsen, ... >
Eher wohl ein Partner für den Frieden, wenngleich in einer solchen fiktiven Demokratie wohl leider immer noch der Judenhass grassieren würde.
Noch ist es auch so, dass Juden selbst aus Europa wegziehen, weil sie von fanatischen religiösen Minderheiten dazu gedrängt werden (Malmö, Toulouse...). Aber das war ja auch das ursprüngliche Ziel des Zionismus, diesen Menschen eine Heimat zu geben. Aktueller denn je!
27.03.2013 18:27 Uhr
von end.the.occupation:
Einigung zwischen Neo-Osmanen und Gross-Israel-Vertretern. Die Beute heisst Syrien/Libanon. Zustimmendes Gemurmel der Gross-Israel-Berichterstatter in der taz.
26.03.2013 11:45 Uhr
von Gonzi:
Von Frau Knaul hätte man vielleicht noch erfahren, wo der Dollar rollen soll, auch bei der Waffentechnik, und welchen Einfluss die Türkei in der Nato hat.
26.03.2013 06:27 Uhr
von R.J:
Vermag jemand zu erkennen, wie der Bürgerkrieg in Syrien auf die Türkei, aber eben auch Israel “übergreifen“ kann?
Anders als im Libanon, kann doch von mit den jeweiligen Bürgerkriegsparteien in Syrien sympathisierenden Bevölkerungsgruppen nicht die Rede sein, die dann ihrerseits einen Bürgerkrieg im eigenen Land ausüben würden.
Und welche Bedeutung soll dabei dem Geschwafel von Peres zukommen?
Die meisten der Kräfte in der Region, die für Demokratie einstehen lehnen das auf religiöser Abstammung beruhende Regime ab, auf das sich der Staat gründet, für den Peres steht, noch mehr seine Gewaltherrschaft in den besetzten Gebieten und seinen Umgang mit palästinensischen Flüchtlingen.
Bedeutet also, mit jedem demokratischen Staat im Nahen-Osten würde Israel ein Gegner erwachsen, den man nicht mehr als ein Herrschaftssystem abtun könnte, dass mit dem Finger auf Israel zeige, um von eigenen Problemen abzulenken.
Israel brauchen die demokratischen Kräfte der Region nicht – dort weiß man welchen Gefallen dieses an Mubarak und anderen, z.B. auch Jordaniens Abdullah, bedingt eben auch lange Zeit an den Assads, hatte.
Zudem kann Israel die demokratischen Kräfte in Syrien jederzeit unterstützen. Es braucht ihnen nur mitteilen, dass es diesen, sollten sie an der Macht kommen, selbstverständlich den Golan zurückgeben würden. Sie würden damit Assad eine Karte aus der Hand nehmen.
25.03.2013 23:21 Uhr
von AntonS:
@Harald Terrorüberfall? Wollten die Aktivisten auf dem Schiff etwa Israel mit Hilfsgütern terrorisieren? Brot....Schrecklich. Ist doch bestätigt,dass nur Hilfgüter an Board waren. Israel akzeptiert die Wahrheit, entschuldigt sich, will entschädigen, warum können sie das nicht akzeptieren? Terror, also ehrlich. UND die Patriotraketen sind doch auf eigenen Wunsch der Türkei da Stationiert worden, um die Grenzen der Türkei zu schützen. Wenn das anders ist, dann nennen sie die Quelle, oder lassen sie solche Behauptungen. Aber bitte keine Blogs von Verschwörüngstheoretikern...
25.03.2013 19:57 Uhr
von Harald:
Erdogan und Netanjahu mussten beide über ihren Schatten springen. Erdo, weil er die Patriot Stationierung der Nato hinnehmen musste, die ja keinem anderen Zweck dient, als iranische Raketen auf Israel abzufangen.
Netanjahu, weil er sich für einen von der Türkei manövrierten Terrorüberfall auf seine Grenze entschuldigen muss und dafür sogar noch Entschädigung zahlen darf.
Damit hat die US Politik sehr hoch gepokert, was angesichts der gemeinsamen iranischen Bedrohungen aber wohl gerechtfertigt ist.
Ein nuklear waffenfähiger Iran würde die gesamte arabische Welt und den Westen in eine dunkle Epoche von Gewalt und Erpressung führen, mit einem atomaren Terrorismus gegen alles und jedes. Könnten die größenwahnsinnigen, lebenverachtenden Mullahs dann ihre zahlreichen externen Terrorfraktionen weltweit mit zündfähigem Material versorgen.
An der Zerstörung der iranischen Atomanlagen führt deshalb kein Weg vorbei.
25.03.2013 17:27 Uhr
von I.Q:
Rätselhafte Vorgänge anscheinend, auf die der Autor keinen rechten Reim bieten kann.
Fest scheint zu stehen, den USA kommt das aufgeklärtere und offenere Verhältnis der Türkei für den Nah-Ost-Konflikt nicht gelegen, kann aber von ihr bislang nicht aufgehalten werden. Auch die Beziehungen der Türkei zu den Palästinensern, die sich nicht einschüchtern lassen, den Gazastreifen als die menschlich Katastrophe wahrzunehmen, die dort fortwährend durch „Israel“ geschaffen wurde, werden sich anscheinend nicht ändern. Worin also wird die Annäherung liegen?
Damit zu einem anderen unbestimmten Punkt: "..antisemitischen Tiraden im Land.."
Geht es da um Pauschalen gegen Juden, was ist also gemeint?
Oder ist dies nur eine Behauptung, mit der berechtigte Kritik diskreditiert werden soll?
Das würde den Verhältnissen hierzulande entsprechen.
Leserkommentare
31.03.2013 10:12 Uhr
von bull:
Der Netanjahu soll sich seine Entschuldigung in den Hintern reinschieben.Dass macht die Toten nicht lebendig.Für mich ist dieser Staat ein Verbrecherstaat und wird es immer bleiben.
31.03.2013 08:09 Uhr
von Jupp:
Das Bedauern, erst recht eine Entschuldigung hätte schon vor drei Jahren kommen müssen.
Nun aber fragt man doch nur, warum und wie Netanjahu und Co. eingeknickt sind.
Und ändert sich nun was in der Besatzungs- und Annexionspolitik?
28.03.2013 23:08 Uhr
von Senckbley:
E.T.O.: < Einigung zwischen Neo-Osmanen und Gross-Israel-Vertretern. Die Beute heisst Syrien/Libanon. >
Ihre Phantasie.
Israel inkl. Judäa und Samaria hat heute geographisch im wesentlichen die gleichen Konturen, wie es sich der Völkerbund mit seinem "Mandat für Palästina" 1922 vorgestellt hat. Ratifiziert, völkerrechtlich verbindlich und Realität.
27.03.2013 21:11 Uhr
von Senckbley:
R.J.: < ...mit jedem demokratischen Staat im Nahen-Osten würde Israel ein Gegner erwachsen, ... >
Eher wohl ein Partner für den Frieden, wenngleich in einer solchen fiktiven Demokratie wohl leider immer noch der Judenhass grassieren würde.
Noch ist es auch so, dass Juden selbst aus Europa wegziehen, weil sie von fanatischen religiösen Minderheiten dazu gedrängt werden (Malmö, Toulouse...). Aber das war ja auch das ursprüngliche Ziel des Zionismus, diesen Menschen eine Heimat zu geben. Aktueller denn je!
27.03.2013 18:27 Uhr
von end.the.occupation:
Einigung zwischen Neo-Osmanen und Gross-Israel-Vertretern. Die Beute heisst Syrien/Libanon. Zustimmendes Gemurmel der Gross-Israel-Berichterstatter in der taz.
26.03.2013 11:45 Uhr
von Gonzi:
Von Frau Knaul hätte man vielleicht noch erfahren, wo der Dollar rollen soll, auch bei der Waffentechnik, und welchen Einfluss die Türkei in der Nato hat.
26.03.2013 06:27 Uhr
von R.J:
Vermag jemand zu erkennen, wie der Bürgerkrieg in Syrien auf die Türkei, aber eben auch Israel “übergreifen“ kann?
Anders als im Libanon, kann doch von mit den jeweiligen Bürgerkriegsparteien in Syrien sympathisierenden Bevölkerungsgruppen nicht die Rede sein, die dann ihrerseits einen Bürgerkrieg im eigenen Land ausüben würden.
Und welche Bedeutung soll dabei dem Geschwafel von Peres zukommen?
Die meisten der Kräfte in der Region, die für Demokratie einstehen lehnen das auf religiöser Abstammung beruhende Regime ab, auf das sich der Staat gründet, für den Peres steht, noch mehr seine Gewaltherrschaft in den besetzten Gebieten und seinen Umgang mit palästinensischen Flüchtlingen.
Bedeutet also, mit jedem demokratischen Staat im Nahen-Osten würde Israel ein Gegner erwachsen, den man nicht mehr als ein Herrschaftssystem abtun könnte, dass mit dem Finger auf Israel zeige, um von eigenen Problemen abzulenken.
Israel brauchen die demokratischen Kräfte der Region nicht – dort weiß man welchen Gefallen dieses an Mubarak und anderen, z.B. auch Jordaniens Abdullah, bedingt eben auch lange Zeit an den Assads, hatte.
Zudem kann Israel die demokratischen Kräfte in Syrien jederzeit unterstützen. Es braucht ihnen nur mitteilen, dass es diesen, sollten sie an der Macht kommen, selbstverständlich den Golan zurückgeben würden. Sie würden damit Assad eine Karte aus der Hand nehmen.
25.03.2013 23:21 Uhr
von AntonS:
@Harald
Terrorüberfall? Wollten die Aktivisten auf dem Schiff etwa Israel mit Hilfsgütern terrorisieren? Brot....Schrecklich. Ist doch bestätigt,dass nur Hilfgüter an Board waren. Israel akzeptiert die Wahrheit, entschuldigt sich, will entschädigen, warum können sie das nicht akzeptieren? Terror, also ehrlich. UND die Patriotraketen sind doch auf eigenen Wunsch der Türkei da Stationiert worden, um die Grenzen der Türkei zu schützen. Wenn das anders ist, dann nennen sie die Quelle, oder lassen sie solche Behauptungen. Aber bitte keine Blogs von Verschwörüngstheoretikern...
25.03.2013 19:57 Uhr
von Harald:
Erdogan und Netanjahu mussten beide über ihren Schatten springen. Erdo, weil er die Patriot Stationierung der Nato hinnehmen musste, die ja keinem anderen Zweck dient, als iranische Raketen auf Israel abzufangen.
Netanjahu, weil er sich für einen von der Türkei manövrierten Terrorüberfall auf seine Grenze entschuldigen muss und dafür sogar noch Entschädigung zahlen darf.
Damit hat die US Politik sehr hoch gepokert, was angesichts der gemeinsamen iranischen Bedrohungen aber wohl gerechtfertigt ist.
Ein nuklear waffenfähiger Iran würde die gesamte arabische Welt und den Westen in eine dunkle Epoche von Gewalt und Erpressung führen, mit einem atomaren Terrorismus gegen alles und jedes. Könnten die größenwahnsinnigen, lebenverachtenden Mullahs dann ihre zahlreichen externen Terrorfraktionen weltweit mit zündfähigem Material versorgen.
An der Zerstörung der iranischen Atomanlagen führt deshalb kein Weg vorbei.
25.03.2013 17:27 Uhr
von I.Q:
Rätselhafte Vorgänge anscheinend, auf die der Autor keinen rechten Reim bieten kann.
Fest scheint zu stehen, den USA kommt das aufgeklärtere und offenere Verhältnis der Türkei für den Nah-Ost-Konflikt nicht gelegen, kann aber von ihr bislang nicht aufgehalten werden.
Auch die Beziehungen der Türkei zu den Palästinensern, die sich nicht einschüchtern lassen, den Gazastreifen als die menschlich Katastrophe wahrzunehmen, die dort fortwährend durch „Israel“ geschaffen wurde, werden sich anscheinend nicht ändern.
Worin also wird die Annäherung liegen?
Damit zu einem anderen unbestimmten Punkt: "..antisemitischen Tiraden im Land.."
Geht es da um Pauschalen gegen Juden, was ist also gemeint?
Oder ist dies nur eine Behauptung, mit der berechtigte Kritik diskreditiert werden soll?
Das würde den Verhältnissen hierzulande entsprechen.