• 31.03.2013

Herstellung von Schokolade

Bittere Zeiten für Kakaobauern

Die Arbeit auf westafrikanischen Kakao-Plantagen lohnt sich immer weniger. Nun fürchten Konzerne wie Nestlé und Mars um den Rohstoff.von Anke Fischer

  • 01.04.2013 18:09 Uhr

    von D.J.:

    @wegen,

    muss leider widersprechen: Die vormoderne mitteleuropäische Großfamilie ist großteils eine romatisierende Legende.
    Und auch in den Entwicklungsländern ist die Großfamilie häufig erst eine Folge medizinischer und ernährungstechnischer Möglichkeiten, die nicht zuletzt der böse westliche Kapitalismus gebracht hat.

  • 01.04.2013 15:28 Uhr

    von wegen:

    Die Landwirtschaft Europas war noch bis zum Beginn des Industriezeitalters von Großfamilien geprägt. Natürlich verstehen bestimmte Leute unserer heutigen Gesellschaft das nicht, weil die nichts über die eigene Vergangenheit gelernt haben.

  • 01.04.2013 09:57 Uhr

    von Thomas Fluhr:

    Was soll das "soziales Gewissen" "nehmen die Hilfe gern an"? Nestlé und Co. sollen vernünftige Preise zahlen, damit die Kakaobauer ihre eigenen Herren werden. Die Preise für Schokolade realistisch erhöhen, sie war mal ein Luxusprodukt, das regelt die Nachfrage.

  • 01.04.2013 09:35 Uhr

    von Gonzi:

    Soll man in Westafrika überhaupt noch solche Plantagen betreiben und wo bleiben die Gewinne, die doch weiterhin zweifelsohne auf dem Weg bis zur Ladentheke gemacht werden?

    Andererseits kann sich nicht jeder hier teure Schokolade leisten.
    Eine breitere Streuung des verfügbaren Einkommens hierzulande könnte den Raum für ethisch tragbare Einkäufe vergrößern.

  • 01.04.2013 09:17 Uhr

    von manfred gerber:

    Wären die Kakaobauern nicht abhängig von der Pestizidindustrie, würden sie höhere Gewinne erwirtschaften und vor allem gesünder leben.
    Der Umweltbund e.V. hat ein open source Projekt in Leben gerufen, dass Kakao-, Kaffee- und Obstbauern die Mögkichkeit verschafft, ohne Nebenkosten für Pestizide ertragreich zu wirtschaften.
    Das Verfahren ist auch mit einfachen Mitteln realisierbar, ungiftig und sehr wirksam.
    Die Spendeneinnahmen für dieses, meines Erachtens sehr wichtige Projekt, summieren sich auf 0 Euro. Hierfür ein herzliches Dankeschön an alle Unterstützer.
    Dennoch, das an der Uni Hanover bereits 2000 erprobte Verfahren ist nun technisch umgesetzt und wäre bereit durch bspw. Fairtrade-Organisationen an die Kakaobauern weiter gegeben zu werden.
    Die lange Zeit der Umsetzung bitte ich zu entschuldigen. Keine Unterstützung der Länder, Stiftungen und Kammern und immer das eine Argument:
    "würde diese Methode umgesetzt, wären wir Pflanzenschutzberater arbeitslos". Wenn's nur das ist?!


  • 01.04.2013 07:46 Uhr

    von Torsten:

    Ausgerechnet der Nestlé-Konzern??
    Das ist ja wohl ein Witz. Gerade Nestlé hat sich in den vergangenen Jahren nicht gerade mit Ruhm bekleckert, was bessere Bezahlung und Arbeitsbedingungen für Kakao- und Kaffeebauern betrifft.
    Dies wäre in meinen Augen so, als würde ein verurteilter Vergewaltiger sich (auf einmal) für die Belange und Rechte von Frauen einsetzen.

  • 01.04.2013 05:51 Uhr

    von Agrikulturer:

    Die Konzerne könnten ja schon lange eigene Aufkäufer mit modernen Prüfgeräten zu den Kaffeebauern schicken und ihnen vernünftige Preise bezahlen. Die Zwischenhändler, Subs, sprich Zuhälter, haben ihnen nun die Produzenten verdorben, au weh.
    Wenn ich drei Frauen mit 15 Proles +,und dazu einen Soziologiestudenten hätte, bräuchte ich auch ca. 300.000 bis 400.000 pa.

  • 01.04.2013 01:34 Uhr

    von Flo:

    ein Blick auf die Börsendaten zeigt, dass 2005 der Preis pro Tonne Kakao noch viel niedriger war als heute. 2010 stieg er wieder auf, kurz 2.800 GBP, an. Also ist die Zahl von 1980 wohl nicht so aussagekräftig.
    Viel interessanter wäre die Frage, ob der Boom im Spekulationsgeschäft mit Rohstoffen nicht etwas damit zu tun haben könnte.

  • 31.03.2013 22:10 Uhr

    von der Industrie ausgebeutet:

    Wie steht es eigentlich um die Bauern, die mit Transfair handeln?

  • 31.03.2013 22:06 Uhr

    von magy:

    Wie alle sogenannten Investoren bestimmen sie die Preise in Afrika, was auch immer das für Produkte sind und die sind sehr sehr niedrig. Den Firmen ist es doch egal ob die Bauern in Afrika überleben können, wenn nur ihr Profit stimmt und der ist gewaltig.
    Dann sollten Organisation alle Misstände veröffentlichen und da wäre ja noch die Möglichkeit bei Firmen die Afrika ausbeuten nichts mehr zu kaufen. Die Organisationen müssen mehr kontrollieren ob der Handel wirklich fair ist oder nur Lippenbekenntnisse und verschönte Aussagen.

  • 31.03.2013 21:18 Uhr

    von Purple:

    Uiuiui! 3 Frauen! 15 Kinder! 1 Typ! Da muss die TAZ doch mal darüber berichten, oder?

  • 31.03.2013 21:09 Uhr

    von ...:

    Gar keine Frage, Verbraucher und Konzerne hierzulande zahlen zu wenig für deren Arbeit und tragen damit die Hauptschuld, aber wenn ich sowas lese wie "15 Kinder und drei Fauen", dann frag ich mich schon auch, ob der Mensch eigentlich irgendwann mal nachdenkt, bevor er Kinder produziert. Dafür fehlt mir jegliches Verständnis.

  • 31.03.2013 20:13 Uhr

    von I.Q:

    Und wo bleibt hier der Markt, der alles regeln soll?

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