• 27.03.2013

Kartellamt bestraft Nestlé

Millionenstrafe für Milliardenkonzern

Weil sich Nestlé mit anderen Firmen über Preise abgesprochen hat, wurde der Konzern vom Kartellamt bestraft. Doch das Bußgeld wird Nestlé kaum stören.

  • 04.04.2013 23:20 Uhr

    von Fridolin:

    @ FMH: Bravo, Sie gehören zu denen, auf die die Konzerne zählen können. Lächerlich ist ihr Bezug auf den Biobauern. Denn der hat keinen Einfluß. Folglich ist es irrelevant, ob ich den boykottiere; ob er die Steuererklärung fälscht oder seinen Hund quält: erfahren werde ich es eh nicht. Konzerne dagegen haben Macht und betreiben umsatzkräftigen Lobbyismus, folglich haben sie sogar mehr politischen Einfluß als Sie und ich mit unserem Kreuzchen alle vier Jahre. Und wenn diese Konzerne ihre Kartellbußen, wie in diesem Artikel geschildert, faktisch unter "lächerlich" buchen können (sprich: Portokasse), dann ist es um so mehr Aufgabe jedes einzelnen Konsumenten, dies zu sanktionieren: mit Boykott. Natürlich kann ich nicht perfekt und vollständig in meiner Auswahl sein. Aber gewichten kann man schon. Leider kann man Konzernen zur Zeit damit keine Angst einjagen, denn der gemeine Konsument ist träge. Der ist z. B. mehrheitlich gegen Atomkraft, aber bezieht zu 80% Strom von Atomkonzernen. Und wer hat schon die Zeit, sich über tausend Kriterien zu informieren. Was "OK" ist, ist außerdem oft teurer, und der Großteil der Nation ist eh nur auf Schnäppchenjagd aus, sei es nur aus Sachzwängen. Oder man schaut einfach nicht hin. Aber genau darauf bauen die Konzerne. Wir leben in der "Daumen hoch"-Community.
    Boykottieren, weil Konzerne Rechtsverstöße begehen: Kant würde das gefallen, denn als allgemeines Gesetz würde es viel zum Guten ändern. Nichts wirkt schlimmer als Umsatzeinbußen, denn das ist die einzige Sprache, die Konzerne verstehen. Aber leider heißt es beim Konsumenten meist: erst kommt das Schnäppchen, Verzeihung, Fressen, dann die Moral.

  • 27.03.2013 17:54 Uhr

    von FMH:

    @Fridolin
    Das halte ich schon allein deshalb für lächerlich, weil sie, sofern sie sich richtig informieren, von gar keinem Konzern mehr etwas kaufen dürften. Dann hätten sie gleich das Pferd von hinten aufzäumen können und nur noch vom Biobauern um die Ecke kaufen können. Obwohl man ja nicht weiß, ob der nicht vielleicht Steuern hinterzieht oder seinen Hund prügelt...

    Kurz: Niemand wird gezwungen, dass... und Man muss sich nur ein wenig Mühe machen... sind keine Argumente, die man verwenden kann, wenn es um Rechtsbrüche geht.

  • 27.03.2013 16:01 Uhr

    von zensiert:

    freihändig fahrrad fahren kostet 5€...

  • 27.03.2013 15:16 Uhr

    von Christophe T.:

    Wie gehabt - Kriminelle mit 75 Mrd Umsatz kommen mit einer symbolishen Geldbusen wech.

    Hier findet wohl umgekehrt potentielle Straffmassalgorythmus Anwendung!

    Vorsicht Falschparker - demnächst 20 Jahre Knast für falschparken!!

  • 27.03.2013 13:58 Uhr

    von Fridolin:

    Niemand wird gezwungen, Waren dieser Konzerne zu kaufen. Ich habe mittlerweile eine ganze Liste von Firmen, die ich boykottiere, und in letzter Zeit sind viele wegen Preisabsprachen dazugekommen. Man muß sich nur ein wenig Mühe machen und sich informieren.

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