statt weniger. Es ist eines der vielen Märchen der Atomlobby: "Durch Wiedraufbereitung vermindert sich die Menge des Atommülls"
Das Gegenteil ist bisher der Fall: Die Aufbereitungsanlagen, in Europa, Windsclae/Sellafield und La Hague, erhöhen die Menge des Mülls erheblich, da immense Mengen kontaminiert werden. Seit Jahrzehnten fliessen dort Unmengen radioaktiv verseuchter Abwässer ins Meer, der Schleier an Radioaktiven Substanzen von dort ist vor Norwegen noch nachzuweisen. Die 20 bis 50 Prozent Ersparnis sind ein theoretischer Wert, der technisch nicht zu halten ist. Bisher wird überwiegend das Purex-Verfahren angewendet, welches besonders für die Extraktion waffenfähigen Plutoniums geeignet ist. Hier liegt auch, wie bei der gesamten Atomtechnologie, der Ursprung der Aufbereitung: beim Bau von Nuklearbomben.
Das pyrometallurgische Verfahren kann die Menge der strahlenden Isotope auch nicht vermindern, sondern sie nur konzentrieren. Das Problem der hochgefährlichen Substanzen mit langer Zerfallszeit wie Plutonium ist damit nicht beseitigt.
27.03.2013 16:56 Uhr
von C.Härtl:
Guter Artikel, besten Dank. Gerade weil die Koreaner mit dem Argument "CO2 neutral" so sehr auf die Kernkraft setzen, muss man einmal die Schattenseiten dieser Eurphorie beim Namen nennen. Nur ein Wörtchen finde ich nicht gut gewählt: "Trotz der Katastrophe im (...) Atomkraftwerk Fukushima (...) ist ein Ausbau des Bereichs geplant". Warum "trotz" hier? In Korea kann es aus geographischen Gründen keine Tsunamis und aus geotektonischen Gründen keine schweren Erdbeben wie im Nachbarland Japan geben. Wenn man dort ernsthaft über den Ausstieg nachdenkt, dann doch sinnvoller Weise, weil sichere Endlager fehlen.
Leserkommentare
27.03.2013 17:47 Uhr
von Mehr Müll:
statt weniger.
Es ist eines der vielen Märchen der Atomlobby:
"Durch Wiedraufbereitung vermindert sich die Menge des Atommülls"
Das Gegenteil ist bisher der Fall:
Die Aufbereitungsanlagen, in Europa, Windsclae/Sellafield und La Hague, erhöhen die Menge des Mülls erheblich, da immense Mengen kontaminiert werden.
Seit Jahrzehnten fliessen dort Unmengen radioaktiv verseuchter Abwässer ins Meer, der Schleier an Radioaktiven Substanzen von dort ist vor Norwegen noch nachzuweisen.
Die 20 bis 50 Prozent Ersparnis sind ein theoretischer Wert, der technisch nicht zu halten ist.
Bisher wird überwiegend das Purex-Verfahren angewendet, welches besonders für die Extraktion waffenfähigen Plutoniums geeignet ist.
Hier liegt auch, wie bei der gesamten Atomtechnologie, der Ursprung der Aufbereitung: beim Bau von Nuklearbomben.
Das pyrometallurgische Verfahren kann die Menge der strahlenden Isotope auch nicht vermindern, sondern sie nur konzentrieren. Das Problem der hochgefährlichen Substanzen mit langer Zerfallszeit wie Plutonium ist damit nicht beseitigt.
27.03.2013 16:56 Uhr
von C.Härtl:
Guter Artikel, besten Dank. Gerade weil die Koreaner mit dem Argument "CO2 neutral" so sehr auf die Kernkraft setzen, muss man einmal die Schattenseiten dieser Eurphorie beim Namen nennen. Nur ein Wörtchen finde ich nicht gut gewählt: "Trotz der Katastrophe im (...) Atomkraftwerk Fukushima (...) ist ein Ausbau des Bereichs geplant". Warum "trotz" hier? In Korea kann es aus geographischen Gründen keine Tsunamis und aus geotektonischen Gründen keine schweren Erdbeben wie im Nachbarland Japan geben. Wenn man dort ernsthaft über den Ausstieg nachdenkt, dann doch sinnvoller Weise, weil sichere Endlager fehlen.