• 30.03.2013

Atommüll-Endlager wohl erst 2021

Verzögerungen in Schacht Konrad

Die Sanierung des früheren Eisenerzbergwerkes Konrad ist aufwändiger als gedacht. Der Start der Einlagerung von Atomabfällen könnte sich auf 2021 verschieben.

  • 02.04.2013 19:08 Uhr

    von Es gibt kein:

    sicheres, nicht einmal ein einigermassen sicheres Endlager und es kann auch keins geben weltweit.
    Dafür sind die Zeiträume, um die es geht, für menschliche Massstäbe viel zu unbegreiflich.

    Darum ist auch jedes bisherige und zukünftige Weiterwursteln mit Atomkraft ein Kapitalverbrechen höchsten Grades, gleichauf mit Massen- und Völkermord aus niedersten Beweggründen

  • 31.03.2013 23:49 Uhr

    von PeterWolf:

    @Karlheinz, @vic

    ich stimme ihnen beiden zu, aber was machen wir, wenn bis zur Sanierungsbedürftigkeit von BER und S21 immer noch kein Endlager mit der hohen geforderten Sicherheit gefunden/hergestellt ist, weil es keine geologisch geeigneten Standorte gibt?
    Da hilft nicht mal der Atomausstieg, wohin mit dem bereits vorhandenen Müll, inklusive der rückzubauenden KKW´s?
    Die damaligen Entscheider für Atomkraft, wie FJS, können wir nicht mehr in die Pflicht nehmen, selbst wenn, die Geologie könnte auch FJS nicht ändern.
    Da haben wir eine ERBSÜNDE, die sich nicht wegtaufen lässt.

    Ratlos wie meistens.

  • 31.03.2013 21:43 Uhr

    von Gipser:

    Aha, es wurde Ettringit im Schachtmauerwerk gefunden. Wie kam denn der dahin? Ettringit bildet sich u.a. wenn Gips mit Zement in Kontakt kommt. Davon können die Restauratoren im Südharz ein garstig Lied singen. Die Gipslagerstätten des Südharzes lieferten über Jahrhunderte einen billigen Baustoff. So wurden die Kirchen mit Gipsmörtel und Stuck versehen. In den 60er Jahren des letzten Jahrhunderts reparierte man schadhafte Stellen mit Zementmörtel. Als Folge davon kam es zu schweren Zerstörungen durch Ettringitbildung. Dieses Mineral besitzt eine wesentliche größere Elementarzelle, d.h. die Kristallstruktur weitet sich aus. Die Kräfte, die dabei auftreten sind so gewaltig, dass der Festkörper zerbröselt. Da es in dieser Gegend aber keinen Gips- bzw. Anhydritgesteinskörper gibt, wird wahrscheinlich der Mörtel daran schuld sein. Es könnte damals eine Mörtelmischung verwendet worden sein, die einen höheren Gipsanteil aus der Rauchgasentschwefelung enthielt. Das nachzuprüfen dürfte kein großes Problem sein.

    Jedenfalls sieht man auch an diesem kleinen Beispiel, dass eine Endlagerung viel größere Probleme bereitet als gemeinhin angenommen wird. Deshalb erledigt sich diese Technik quasi von selbst.Das ist die bittere Wahrheit für die Kerntechnikenthusiasten.

  • 30.03.2013 22:49 Uhr

    von Karlheinz:

    Bahnhöfe und Flughäfen wurden schon vorher genug gebaut. Für ein Endlager gibt es keine Erfahrungen. Wenn durch die Verzögerungen die hohe geforderte Sicherheit hergestellt wird, ist das sogar zu begrüßen. Ihr Vergleich geht für mich etwas daneben.

  • 30.03.2013 15:29 Uhr

    von vic:

    "Der Start der Einlagerung von Atomabfällen könnte sich auf 2021 verschieben"
    Wenns nicht so Ernst wäre, wärs zum Lachen.
    Bis Deutschland ein Atom-Endlager gefunden hat, sind der BER und S21 sanierbedürftig.

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