Der wegen Beleidigung angeklagte Satiriker Bassem Jussif wurde Sonntag von Ägyptens Staatsanwaltschaft befragt. Nach mehrstündigem Verhör kam gegen Kautionszahlung frei.
Es freut aber zu lesen, dass in Teilen der Bevölkerung der Sinn für Humor nicht abhanden gekommen ist.
Ist aber dennoch bedeutsamer, wie die wirtschaftliche Zukunft für die ägyptische Bevölkerung aussehen kann und wo da die Regierung unter Mursi steht, bzw. steckt.
31.03.2013 14:50 Uhr
von Jürgen Gojny:
Die Islamisten unter Mursi scheinen keine anderen Sorgen zu haben, als Künstler zu verfolgen. Der einfache ägyptische Bürger hat andere Sorgen. Benzin und Strom sind knapp. Dem Land am Nil droht der ökonomische Zusammenbruch. Dieselimporte können nicht mehr bezahlt werden. Busse und LKW warten in langen Schlangen an den Tankstellen. Fabriken leiden unter immer häufigeren und längeren Stromsperren. Die Getreidereserven sind um die Hälfte gesunken und reichen noch für 90 Tage. Devisen für neue Käufe auf dem Weltmarkt gibt es nicht. Neue Importzölle für Touristengüter verärgern die sowieso schon gebeutelte Branche. Immer mehr Betriebe müssen schließen. Nach einer Statistik des Zentrums für Gewerkschaften und Dienstleistungen für Arbeiter haben seit dem Beginn der Präsidentschaft Mursis 4.500 Betriebe Konkurs angemeldet, wahrscheinlich liegt jedoch die Zahl noch deutlich höher.
Leserkommentare
31.03.2013 19:07 Uhr
von R.J:
Es freut aber zu lesen, dass in Teilen der Bevölkerung der Sinn für Humor nicht abhanden gekommen ist.
Ist aber dennoch bedeutsamer, wie die wirtschaftliche Zukunft für die ägyptische Bevölkerung aussehen kann und wo da die Regierung unter Mursi steht, bzw. steckt.
31.03.2013 14:50 Uhr
von Jürgen Gojny:
Die Islamisten unter Mursi scheinen keine anderen Sorgen zu haben, als Künstler zu verfolgen. Der einfache ägyptische Bürger hat andere Sorgen. Benzin und Strom sind knapp. Dem Land am Nil droht der ökonomische Zusammenbruch. Dieselimporte können nicht mehr bezahlt werden. Busse und LKW warten in langen Schlangen an den Tankstellen. Fabriken leiden unter immer häufigeren und längeren Stromsperren. Die Getreidereserven sind um die Hälfte gesunken und reichen noch für 90 Tage. Devisen für neue Käufe auf dem Weltmarkt gibt es nicht. Neue Importzölle für Touristengüter verärgern die sowieso schon gebeutelte Branche. Immer mehr Betriebe müssen schließen. Nach einer Statistik des Zentrums für Gewerkschaften und Dienstleistungen für Arbeiter haben seit dem Beginn der Präsidentschaft Mursis 4.500 Betriebe Konkurs angemeldet, wahrscheinlich liegt jedoch die Zahl noch deutlich höher.