Ab April fahren alle Bahncard-Kunden mit Ökostrom. Doch in dem Maße, wie der Strommix der Bahn ökologischer wird, wird der Strommix im Rest des Landes schlechter.
von Nick Reimer
@von dete. Da stand aber vor allem was von Strom aus Wasser. Das fließt doch immer.
02.04.2013 08:59 Uhr
von T Schorsch:
Also die 12 TWh entsprechen (bei angenommenem Verbrauch von 3500kWh/Jahr und Haushalt) 3,4 Mio und nicht 34 Mio Haushalten. Ich lese sehr gerne und oft Artikel hier, aber dieser liest sich als hätte der Autor den heute morgen auf dem Weg zur Arbeit in 20 Minuten geschrieben...
01.04.2013 23:21 Uhr
von Alreech:
ich hab die Pressemitteilung des Bahn AG gelesen, aus der geht aber nirgendwo hervor das für den von der Bahn gekauften Windstrom keine EEG Umlage fällig wird.
Falls die Bahn weniger pro kWh zahlt als nach dem EEG garantiert ist, würde sich der Windkraftbetreiber wirtschaftlich unverantwortlich verhalten. All die braven Bürger die sich an diesem Windparkt beteiligt haben könnten zu Recht wegen Untreue klagen.
Anders sieht es natürlich aus wenn die Bahn zwar weniger zahlt, die anderen Stromverbraucher dafür die Differenz ausgleichen, wie es bisher der Fall war. Schließlich ist die Bahn AG von der EEG Umlage befreit.
Es gibt übrigens keinen Grund, einen Verbraucher der selbst erzeugten Strom verbraucht von der EEG Umlage zu befreien. Wer als Privatverbraucher 100% Ökostrom einkauft, zahlt sie ja schließlich auch, und wird nicht davon befreit.
01.04.2013 22:51 Uhr
von dete:
Wann hört dieser fachliche Unsinn mit 100%-Ökostrom endlich auf.
Das ganze funktioniert nur, weil immer über ein ganzes Jahr bilanziert wird. Tatsächlich kauft man aber nur ein Tortenstück des ganzen Stromkuchens. Wenn nachts kein Wind weht, dann kommt der Strom logischerweise aus der konventionellen Energieerzeugung. Und auch der Nachtzug fährt dann mit Strom aus einen Kohle- oder Atomkraftwerk. Ansonsten bleibt dieser nämlich stehen. Bei dem Verbrauch der Bahn ist es völlig unrealistisch, dass jemals eine absolut zeitlich unabhängige Vollversorgung mit Ökostrom zustande kommt.
Warum lassen wir den ICE nicht einfach nur fahren, wenn der Wind weht oder die Sonne scheint. Dann kapiert auch der letzte Bahnfahrer endlich, dass PR-Kampagnen eben nur PR-Kampagnen sind.
Es ist völlig egal, ob die Bahn in 100 oder 10000 Windräder investiert. Wenn des Wind nicht weht, bleibt der ICE halt stehen.
Leserkommentare
02.04.2013 10:39 Uhr
von Lebensfreuden:
@von dete. Da stand aber vor allem was von Strom aus Wasser. Das fließt doch immer.
02.04.2013 08:59 Uhr
von T Schorsch:
Also die 12 TWh entsprechen (bei angenommenem Verbrauch von 3500kWh/Jahr und Haushalt) 3,4 Mio und nicht 34 Mio Haushalten.
Ich lese sehr gerne und oft Artikel hier, aber dieser liest sich als hätte der Autor den heute morgen auf dem Weg zur Arbeit in 20 Minuten geschrieben...
01.04.2013 23:21 Uhr
von Alreech:
ich hab die Pressemitteilung des Bahn AG gelesen, aus der geht aber nirgendwo hervor das für den von der Bahn gekauften Windstrom keine EEG Umlage fällig wird.
Falls die Bahn weniger pro kWh zahlt als nach dem EEG garantiert ist, würde sich der Windkraftbetreiber wirtschaftlich unverantwortlich verhalten.
All die braven Bürger die sich an diesem Windparkt beteiligt haben könnten zu Recht wegen Untreue klagen.
Anders sieht es natürlich aus wenn die Bahn zwar weniger zahlt, die anderen Stromverbraucher dafür die Differenz ausgleichen, wie es bisher der Fall war.
Schließlich ist die Bahn AG von der EEG Umlage befreit.
Es gibt übrigens keinen Grund, einen Verbraucher der selbst erzeugten Strom verbraucht von der EEG Umlage zu befreien.
Wer als Privatverbraucher 100% Ökostrom einkauft, zahlt sie ja schließlich auch, und wird nicht davon befreit.
01.04.2013 22:51 Uhr
von dete:
Wann hört dieser fachliche Unsinn mit 100%-Ökostrom endlich auf.
Das ganze funktioniert nur, weil immer über ein ganzes Jahr bilanziert wird. Tatsächlich kauft man aber nur ein Tortenstück des ganzen Stromkuchens. Wenn nachts kein Wind weht, dann kommt der Strom logischerweise aus der konventionellen Energieerzeugung. Und auch der Nachtzug fährt dann mit Strom aus einen Kohle- oder Atomkraftwerk. Ansonsten bleibt dieser nämlich stehen.
Bei dem Verbrauch der Bahn ist es völlig unrealistisch, dass jemals eine absolut zeitlich unabhängige Vollversorgung mit Ökostrom zustande kommt.
Warum lassen wir den ICE nicht einfach nur fahren, wenn der Wind weht oder die Sonne scheint. Dann kapiert auch der letzte Bahnfahrer endlich, dass PR-Kampagnen eben nur PR-Kampagnen sind.
Es ist völlig egal, ob die Bahn in 100 oder 10000 Windräder investiert. Wenn des Wind nicht weht, bleibt der ICE halt stehen.