Der Streit um die Affen-Experimente an der Bremer Uni geht weiter: Der Gesundheitssenator Schulte-Sasse will eine Klärung vor dem Bundesverfassungsgericht.von Klaus Wolschner
"Nichts herausgekommen" ist in dem Sinn zu verstehen, dass die angestrebten und angekündigten Ergebnisse in Richtung Parkinson etc. in keiner Weise gezeigt werden konnten.
Dass man in Fachzeitschriften irgendwelche Artikel publiziert über die Versuche an sich und irgendwelche Meßwerte, die dabei herauskommen, ist noch längst kein "Ergebnis".
Es rechtfertigt weder das Leiden der Tiere noch die Unsummen Geldes, die in diese "Forschung" fließen. Es handelt sich um Grundlagenforschung, die noch dazu an vielen Stellen in Deutschland fast genau so parallel betrieben wird. Als Argument gegen die Eisntellung der Versuche fiel dem Herrn Kreiter irgendwann mal nur ein, dass die unsozial sei, weil damit seine Doktoranden sich andere Projekte suchen müssten. Zur Heilung von Krankheiten tragen diese Versuche nichts bei.
Solche Versuche wären in vielen anderen Ländern verboten. Und dort wird auch geforscht (und geheilt). Dass dies in Deutschland immer noch möglich ist, ist ein Armutszeignis für ein Land, das Tierschutz als Verfassungsziel hat.
02.04.2013 20:08 Uhr
von Hansi:
Ob nun etwas herauskommt oder nicht: Quälende Tierversuche an Primaten sollten generell verboten sein.
02.04.2013 10:26 Uhr
von Hans Mankillun:
Woher nehmen Interviewer Wolschner und Senator Schulte-Sasse eigentlich die Sicherheit, dass bei den Experimenten nichts "herausgekommen" wäre? Die Website der Forschungsgruppe von Professor Kreiter ist nicht sehr aktuell (2009), dennoch listet sie einige Artikel in renommierten, wissenschaftlichen Zeitschriften (siehe www.brain.uni-bremen.de/research/paper.htm).
Wenn wir an Forschung, in diesem Fall Grundlagenforschung, ein derat gefällig und unscharf formuliertes Kriterium der "Ergebnisorientierung" anwenden würden, dann würde uns in Deutschland schnell ein ähnliches Szenario wie in den USA bevorstehen, die der National Science Foundation am 21. März 2013 angeblich mangels nützlicher Ergebnisse verboten haben, politikwissenschaftliche Forschung (bis auf wenige Ausnahmen mit außen- und sicherheitspolitischer Relevanz) finanziell zu fördern (siehe http://chronicle.com/article/Senate-Moves-to-Limit-NSF/138027/).
Leserkommentare
02.04.2013 23:08 Uhr
von eva:
"Nichts herausgekommen" ist in dem Sinn zu verstehen, dass die angestrebten und angekündigten Ergebnisse in Richtung Parkinson etc. in keiner Weise gezeigt werden konnten.
Dass man in Fachzeitschriften irgendwelche Artikel publiziert über die Versuche an sich und irgendwelche Meßwerte, die dabei herauskommen, ist noch längst kein "Ergebnis".
Es rechtfertigt weder das Leiden der Tiere noch die Unsummen Geldes, die in diese "Forschung" fließen. Es handelt sich um Grundlagenforschung, die noch dazu an vielen Stellen in Deutschland fast genau so parallel betrieben wird. Als Argument gegen die Eisntellung der Versuche fiel dem Herrn Kreiter irgendwann mal nur ein, dass die unsozial sei, weil damit seine Doktoranden sich andere Projekte suchen müssten. Zur Heilung von Krankheiten tragen diese Versuche nichts bei.
Solche Versuche wären in vielen anderen Ländern verboten. Und dort wird auch geforscht (und geheilt). Dass dies in Deutschland immer noch möglich ist, ist ein Armutszeignis für ein Land, das Tierschutz als Verfassungsziel hat.
02.04.2013 20:08 Uhr
von Hansi:
Ob nun etwas herauskommt oder nicht: Quälende Tierversuche an Primaten sollten generell verboten sein.
02.04.2013 10:26 Uhr
von Hans Mankillun:
Woher nehmen Interviewer Wolschner und Senator Schulte-Sasse eigentlich die Sicherheit, dass bei den Experimenten nichts "herausgekommen" wäre?
Die Website der Forschungsgruppe von Professor Kreiter ist nicht sehr aktuell (2009), dennoch listet sie einige Artikel in renommierten, wissenschaftlichen Zeitschriften (siehe www.brain.uni-bremen.de/research/paper.htm).
Wenn wir an Forschung, in diesem Fall Grundlagenforschung, ein derat gefällig und unscharf formuliertes Kriterium der "Ergebnisorientierung" anwenden würden, dann würde uns in Deutschland schnell ein ähnliches Szenario wie in den USA bevorstehen, die der National Science Foundation am 21. März 2013 angeblich mangels nützlicher Ergebnisse verboten haben, politikwissenschaftliche Forschung (bis auf wenige Ausnahmen mit außen- und sicherheitspolitischer Relevanz) finanziell zu fördern (siehe http://chronicle.com/article/Senate-Moves-to-Limit-NSF/138027/).