• 01.04.2013

Türkischer Protest zum NSU-Prozess

Der Streit wird diplomatisch

Zum NSU-Prozess sind nun endgültig keine türkischen Medien zugelassen. Der Streit belastet inzwischen die deutsch-türkischen Beziehungen auf höchster Ebene.von Jürgen Gottschlich

  • 05.04.2013 17:22 Uhr

    von Kimme:

    @Stuttgarter07:

    Wenn Sie mir nennen, wo ich mich rechts geäußert haben sollte, wäre das klasse. Aber hier jemanden als rechten Mob zu denunzieren ohne Begründung ist einfach nur billig. Leute wie Sie sind der Grund warum in Deutschland soviele konstruktive Diskussion über unangenehme politische Themen im Keim erstickt werden und sich nichts bewegt.

    Wenn es deutsche Opfer gewesen wären, wäre es nicht mehr und nicht weniger dramatisch und schlimm was passiert ist. Ich habe mich hier lediglich zu dem unhaltbaren gebaren einiger türkischer Politiker sowie zu dem Vergabefahren geäußert sowie zu der Tatsache, dass türkische Medien mitnichten ausgeschlossen sind von dem Prozess, wie vielerorts behauptet.

  • 04.04.2013 14:34 Uhr

    von siegfried:

    wenn schon vor dem prozess mehr rücksicht genommen wird auf die angeklagten als für die hinterbliebenen der opfer, dann ahnt mir böses was den prozess angeht

  • 04.04.2013 13:32 Uhr

    von Stuttgarter07:

    Der Rechte Mob kommentiert wieder wie Kimme und FaktenstattFiktion.Wie laut wuerden die schreien wenn es Deutsche Opfer gewesen waeren und kein Platz.

  • 03.04.2013 20:49 Uhr

    von Rechtsstaat:

    Der Prozess soll erkennbar klein gehalten werden, damit nicht zuviel dabei herauskommt; es besteht ein direktes staatliches Interesse an geringer Aufmerksamkeit. Bei den Prozessen gegen die RAF musste es schon als Gerichtssaal eine umgebaute Mehrzweckhalle sein, darunter ging's nicht.

  • 03.04.2013 17:39 Uhr

    von Kimme:

    Liebe Mit-Foristen,

    bitte bitte lest doch einmal nach was tatsächlich passiert ist. NIEMAND IST VON DER GERICHTSVERHANDLUNG AUSGESCHLOSSEN WORDEN, nur haben einige Pressevertreter (darunter auch türkische Journalisten) keine Sitzplatzreservierung erhalten, da auch einige Plätze für die Öffentlichkeit frei gehalten werden müssen.
    Nun haben jene Journalisten lediglich nicht den Luxus erst 5 Minuten nach Beginn der Verhandlung auftauchen zu können, sondern müssen halt etwas früher aufstehen, um sich in der Schlange einen Platz zu sichern. SIE KÖNNEN ALSO OHNE WEITERES WEITERHIN AN DEM PROZESS ALS BEOBACHTER TEILNEHMEN. Wer anderes behauptet, hat einfach unrecht.

    Aus diesem Grund sind die Vorwürfe von so mancher Seite, die das Münchner OLG als rechtsradikal oder undemokratisch bezeichnen, nur als dumm oder dreist zu bezeichnen. Zur Demokratie gehört eben auch, dass man sich rechtzeitig bewegt, um von seinem Mitspracherecht gebrauch zu machen.

  • 03.04.2013 16:23 Uhr

    von Basgongfu:

    Das Gericht ist trotz des politischen Drucks nicht eingeknickt, sehr gut.
    Da werden die Journalisten aus der Türkei das "nächste Mal frùher" aufstehen und Karten sichern müssen.
    Soso das nächste Mal also...na hoffendlich gibt es kein nächstes mal , oder wie soll mann das vertehen.

  • 02.04.2013 18:22 Uhr

    von Rolf Richard :

    Diese Gerichtsbürokraten haben bis heute die Demokratie nicht verstanden. Wie diese Tolpatsche Deutschland politisch in eine selbstverschuldete Täterrolle hineinbugsiseren, das sucht weltweit seinesgleichen - vielleicht in Teheran oder Nordkorea.
    Dass auch Behörden an den NSU-Morden zugeschaut haben und untätig blieben, schafft kein Vertrauen - im Gegenteil.

  • 02.04.2013 18:11 Uhr

    von bull:

    Ich denke damit ist auch klar dass die deutschen Diplomaten das nächste mal wenn ein Deutscher eine Straftat in der Türkei verübt auch aussen vor bleiben dürfen.

  • 02.04.2013 15:48 Uhr

    von Sezo:

    Das die türkischen Medien durch diese Windhundvergabe der Plätze quasi ausgesperrt wurden lässt mir den Atem stocken!

    Ist das mein Land; Deutschland? Pietätslos, maßlos arrogant und auch noch zu eitel um sich für die Unfähigkeit zu entschuldigen?

    Konrad Adenauer sagte: Wir können kein schmutziges Wasser wegschütten bevor wir kein reines Wasser haben.

    Dieses braune Pack klebt immer noch an den Schaltzentralen der deutschen Behörden.

    Das hat der NSU-Skandal nun eindeutig bewiesen.
    Bevor wir dieses Gesindel nicht endgültig vertrieben haben werden wir leider noch viele Abscheulichkeiten erleben müssen.

  • 02.04.2013 10:46 Uhr

    von Agitprop:

    "Zum NSU-Prozess sind nun endgültig keine türkischen Medien zugelassen."
    Natürlich sind sie das, sie haben es nur versäumt, sich rechtzeitig zu akkreditieren, um einen reservierten Sitzplatz zu erhalten. Akkreditiert, also "zugelassen" sind alle 123 Redaktionen und Journalisten.
    Der Wahrheitsgehalt der Artikel könnte in diesem Fall durchaus zu einem, den taz-Ideologen nicht unbekannten, Kampfschrei zusammengefasst werden.

  • 02.04.2013 10:39 Uhr

    von Tim Leuther:

    @Torsten S

    Gerichte sind aber der Ort wo Prinzipien mehr gelten als Kompromisse nach Echauffierungen.

    Die Türkei ist richtigerweise damals auch nicht auf den Druck eingegangen bei Marco Weiss. Und da war auch jedem schon früh klar dass da die Eltern des britischen Mädchens nur geklagt haben, weil Sie mit dem früh beginnenden sexualleben Ihrer Tochter nicht klar kamen.

  • 02.04.2013 08:08 Uhr

    von Gigabell:

    Unser Rechtsstaat bringt mich nicht nur hier zum Grübeln.... ...Als Linker wäre ich dafür , Vorverurteilungen und Verleumdungen zu minimieren. Beanstandeter Kredit entpuppte sich als zwar unübliches aber legales kurzfristiges Rolling-Darlehen . " Sog. Falschaussage " vor dem niedersächs. Landtag würde ich mit Adenauer kommentieren : " Man darf nicht lügen , muss aber nicht a l l e s sagen.
    " Die Dummheit von Wulff( Anruf bei Springer ) wurde bei Frau Mekel nicht so in die Höhe gejubelt
    :
    ( Frau Merkel empört Bei Friede Springer
    wg. - we can Gauck 2010 )...
    Fazit :
    Dr. Döpfner ( Aufsichtsrat bei Time Warner , CNN -
    Teaparty ? -
    Orginalton :
    " Ich bin ein nichtjüdischer Zionist " )
    sollte nun nicht versuchen die alleinige Verantwortung auf die Staatsanwaltschaft zu schieben .
    FAZ etc. wollen wir gnädig beiseite lassen - Sie sind alt und brauchen das Geld...grins...
    Ob Herr Wulff auf die Verzweiflungsaktion der Staatsanwaltschaft eingeht ? Wer so mutig ist zu sagen " Der Islam gehört zu Deutschland " dem traue ich noch so einiges zu !
    ....und was spielt eigentlich der " Untermieter "
    - dpa/Berlin - in dieser Sache für eine Rolle ?

  • 02.04.2013 04:06 Uhr

    von Jörn:

    Könnten Reporter türkischer Medien nicht auch einen Nebenjob bei einer deutschen Zeitung annehmen? Dann könnten diese Reporter für beide Blätter schreiben und damit die merkwürdige Platzverteilung umgehen?

  • 02.04.2013 00:01 Uhr

    von Kimme:

    Es wirft ein seltsames Lich auf türkische Politiker, dass sie vehement versuchen die Justiz zu beeinflussen. Das dies in der Türkei nachgewiesenermaßen durchaus praktiziert wird, ist bedenklich genug.
    Vielleicht sollte aber jemand mal den Damen und Herren erklären, dass die türkischen Medien in keinster Weise vom Prozess ausgeschlossen wurden. Sie haben lediglich keine Sitzplatzreservierung. Jedoch haben sie wie alle anderen auch die Möglichkeit, rechtzeitig aufzustehen und sichanzustellen, um einen der nicht reservierten Plätze zu ergattern.

  • 01.04.2013 23:29 Uhr

    von Tim Leuther:

    Die AKP gibt sich ja immer Mühe die Beziehungen zu verschlechtern. Dass das von Erfolg gekrönt ist, ist nicht erstaunlich.

  • 01.04.2013 21:53 Uhr

    von Dolores:

    Warum empört sich niemand über die schussligen türkischen Journalisten die den Termin verpennt haben? Andere ausländische Medien haben ihre Vertreter doch auch rechtzeitig angemeldet.

  • 01.04.2013 21:32 Uhr

    von ludwig:

    Es gibt verschiedene Lesarten, die diese Thematik umschreiben. Aus Sicht des Gerichts will man möglichst alle Gründe für ein mögliches Revisionsverfahren ausschalten und dazu gehört auch, dass das Gericht bei seiner Entscheidung bleibt, türkischen Medienvertreter und türkischen Regierungsangehörigen keine Sonderrechte zu gewähren. Sollte das Gericht im Nachhinein etwas am Akkreditierungsverfahren ändern, wäre es eventuell ein Grund gegen eine mögliche Verurteilung in Revision zu gehen.

    Es ist nachvollziehbar, dass türkische Medien und auch Regierungsvertreter enttäuscht sind, aber es ist falsch sich an die deutsche Regierung zu wenden. Exekutive und Judikative sind getrennt, sodass die deutsche Regierung keinen Einfluss auf die Entscheidung des Gerichts hat. Das muss in Richtung türkischen Forderungen stärker betont werden.

  • 01.04.2013 20:28 Uhr

    von Saka Teoman:

    Man hätte etwas mehr Fingerspitzengefühl zeigen können,ja sogar müssen.Ich glaube kaum,das das OLG München,sonderlich traurig über die Platzvergabe ist.Denn sonst hätten sie die Ausländischen,insbesondere die Türkischen Medien rechtzeitig über das prozedere der Sitzvergabe informiert.Mit Hinblick darauf,das diese rechtsradikale Bande,begünstigt durch die eklatanten Pannen der zuständigen Behörden,über Jahre hinweg,nach belieben morden und walten konnte, erscheint es uns Ausländern gelinde ausgedrückt sehr unglaubwürdig,sogar lächerlich,wenn bei der Sitzverteilung so penibel auf regeln und die Bayerische Hausordnung geachtet wird.Sorry,aber den Schneid kauft euch keiner ab,jedenfalls nicht im Ausland.

  • 01.04.2013 20:12 Uhr

    von FaktenStattFiktion:

    Das Gericht ist trotz des politischen Drucks nicht eingeknickt, sehr gut.
    Da werden die Journalisten aus der Türkei das nächste Mal frùher aufstehen und Karten sichern müssen.

    Mal sehen, ob das Gericht auch sonst dem Druck standhalten und einen fairen Prozess ermoglichen kann. Trotz der Vorverurteilung durch große Teile der Medien und die sattsam bekannten Politiker.

  • 01.04.2013 18:41 Uhr

    von Torsten S.:

    Der 1. April ist ein ganz schlechtes Datum für so eine traurige Nachricht. Hatte das Gericht nicht bereits signalisiert, dass es unter Umständen bereit sei, einen Kompromiss zu machen und türkische Medien doch zuzulassen?

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