Die europäische Statistikbehörde zählt über 26 Millionen Arbeitslose in der EU. Die höchsten Quoten finden sich dabei unter jungen Menschen und in Südeuropa.
Ja klar: In Deutschland schlägt der demographische Wandel voll durch, es gibt weniger junge Menschen, also auch weniger junger Arbeitslose.
Ja klar: Es gibt weniger Arbeitslose in Deutschland als in Griechenland oder Spanien. Alles andere wäre ja auch Magie. Und man hat die Statistik hier auch entsprechend geändert - besser so: Bald lassen wir Norwegen, Dänemark und Luxemburg weit hinter uns.
Darauf muss man erst Mal kommen: Warum sich die ganze Arbeit machen mit Arbeitsvermittlung, Qualifizierung und Aufklärung in Schulklassen, wenn man einfach bei der Statistikbehörde und dem Verfahren ansetzen kann? Dann hat man EURO-Stat Schwar auf Weiß: Wir sind Klasse!
Am Ende hat man dann alle niedergerungen: Die Griechen, Zyprioten, Iren, Spanier und Portugiesen fluchen und wir freuen uns.
Nur das es nicht die Wahrheit ist. Ich erinnere mich an das Statement zweier türkischer Mädchen im TV, die bei ihrer Europa-Reisen meinten, den ärmsten Teil der EU mitten in Berlin gesehen zu haben. Sie waren schockiert von den vielen Armen, Pennern und schlechtangezogenen Menschen. Nun das war eben nicht die Statistik, sondern das subjektive Empfinden, gut, dass solche Leute nicht gezählt werden. Wenn die Propaganda Europa-weit fruchtet, dann sind bald auch die Armen aus Griechenland, Protugal, Spanien und Zypern in Berlin in der Schlange. Bei Amazon haben Spanier ja schon mal erlebt, wie toll das deutsche Beschäftigungswunder in der Praxis ist.
Leserkommentare
02.04.2013 14:30 Uhr
von Detlev:
Der statistische Effekt!
Ja klar: In Deutschland schlägt der demographische Wandel voll durch, es gibt weniger junge Menschen, also auch weniger junger Arbeitslose.
Ja klar: Es gibt weniger Arbeitslose in Deutschland als in Griechenland oder Spanien. Alles andere wäre ja auch Magie. Und man hat die Statistik hier auch entsprechend geändert - besser so: Bald lassen wir Norwegen, Dänemark und Luxemburg weit hinter uns.
Darauf muss man erst Mal kommen: Warum sich die ganze Arbeit machen mit Arbeitsvermittlung, Qualifizierung und Aufklärung in Schulklassen, wenn man einfach bei der Statistikbehörde und dem Verfahren ansetzen kann? Dann hat man EURO-Stat Schwar auf Weiß: Wir sind Klasse!
Am Ende hat man dann alle niedergerungen: Die Griechen, Zyprioten, Iren, Spanier und Portugiesen fluchen und wir freuen uns.
Nur das es nicht die Wahrheit ist. Ich erinnere mich an das Statement zweier türkischer Mädchen im TV, die bei ihrer Europa-Reisen meinten, den ärmsten Teil der EU mitten in Berlin gesehen zu haben. Sie waren schockiert von den vielen Armen, Pennern und schlechtangezogenen Menschen. Nun das war eben nicht die Statistik, sondern das subjektive Empfinden, gut, dass solche Leute nicht gezählt werden. Wenn die Propaganda Europa-weit fruchtet, dann sind bald auch die Armen aus Griechenland, Protugal, Spanien und Zypern in Berlin in der Schlange. Bei Amazon haben Spanier ja schon mal erlebt, wie toll das deutsche Beschäftigungswunder in der Praxis ist.