• 02.04.2013

Mietprotest in Neukölln

Räumung nur verzögert

Bei einer Zwangsräumung in Neukölln kommt es erneut zu Protest: Demonstranten blockieren Hauseingang. Und schon bald soll nächste Räumung verhindert werden.von Konrad Litschko

  • 05.04.2013 16:01 Uhr

    von Sebastian Heiser:

    Genervt: Wir bezeichnen ja auch Jorge Mario Bergoglio als "alten Sack".

  • 05.04.2013 14:52 Uhr

    von Genervt:

    Hat nichts mit dem Inhalt des Artikels zu tun, aber hat mich geärgert:
    Tut es etwas zur Sache, dass die Gerichtsvollzieherin eine "zierliche" Frau ist? Mir erscheint diese Information in dem Zusammenhang völlig irrelevant, und ich ärgere mich in letzter Zeit oft darüber, dass (vor allem) Frauen in vielen Artikeln erst einmal in Bezug auf ihr Aussehen beschrieben werden. Dabei werden sie besonders oft als zierlich, zart, jugendlich etc. beschrieben und ich frage mich ersthaft, was das soll.

  • 04.04.2013 14:36 Uhr

    von Max:

    Wenn die Wohnung erst vor zwei Jahren in eine Eigentumswohnung umgewandelt wurde, dann hätte die familie schon einen sehr miesen Rechtsanwalt und ein miserables Gericht haben müssen, um gekündigt werden zu können. Es gilt ein Mindestkündigungsschutz von drei Jahren nach Erstverkauf nach Umwandlung von Miet- in Eigentumswohnungen. In vielen Berliner Bezirken gibt es mehr, aber der Mindestschutz von drei Jahren gilt auch in Neukölln.
    In jedem Fall gilt natürlich trotzdem: Zwangsräumungen verhindern!

  • 03.04.2013 15:06 Uhr

    von ein treuer Leser:

    Liebe TAZ, lieber Herr Litschko,

    Ich bin enttäuscht. Welch schlecht recherchierten Artikel sie hier anbieten.

    Über diese Zwangsräumung zu berichten ist überaus wichtig, gerade mit Blick auf die Berliner Wohnungspolitik. Doch zufällig kenne ich in diesem Fall die Umstände dieser Zwangsräumung. Weder ist der Eigentümer der Wohnung Besitzer mehrerer Häuser (er besitzt lediglich diese Wohnung, was ja auch ausreichend ist), noch kostete die Miete der Wohnung 700 € (sondern ca. die Hälfte, was es zugegeben nur noch schwerer macht, eine neue Adäquate zu finden).

    Dem Mieter wurde aus Eigenbedarf und nicht aus Profitinteressen gekündigt. Im Übrigen wurde die Familie auch nicht obdachlos oder auf die Strasse gesetzt, sondern sie hat einen neuen Mietvertrag vorgelegt und für das Suchen der neuen Wohnung und den Umzug mehrere Monate Aufschub bekommen.

    Scheinbar hat man hier lediglich dem Mieter zugehört (und das wohl sehr gerne) und seine Äußerungen keineswegs geprüft.

    Ganz schwacher Journalismus. Das ist reißerisch und populistisch. Man fragt sich, welche weiteren Unwahrheiten eigentlich so bei Ihnen abgedruckt werden.


    Grüße, ein ehemals treuer Leser.

  • 03.04.2013 13:22 Uhr

    von Heinz Becker:

    Bei dem ganzen Sozialdarwinismus hier wird einem übel. Welche Familie kann sich denn noch eine 98m²-Wohnung für 700 € und mittlerweile meistens deutlich mehr leisten? Wer bringt das Geld auf in Zeiten von zunehmendem Lohndumping, befristeten (und oft schlecht bezahlten) Arbeitsverträgen und steigenden Lebenshaltungskosten? Achja, diese Verhältnisse sind ja gesetzlich abgesichtert, aber ob man da noch von Recht im Sinne von Gerechtigkeit sprechen kann, ist zu bezweifeln.
    So müssen nun wieder diejenigen kuschen, die unter diesen Umständen nicht mithalten können, bzw. dürfen. Hauptsache, der demokratischen Mitte geht es gut und kann sich in ihrem selbstgerechten Sumpf feiern.

  • 03.04.2013 12:59 Uhr

    von einem 68er:



    Mietfreies Wohnen für alle MigrantInnen!


    Hasta la victoria siempre!

  • 03.04.2013 12:33 Uhr

    von BerufsBerlinBasher(BBB):

    Schon auf dem ersten Immobilienportal habe ich acht Wohnungen über 100m2 für unter 500€ Miete gefunden, bei 700€ waren es über 100.
    Ist der Berliner etwa nicht webfähig?

  • 03.04.2013 11:08 Uhr

    von chris:

    Eine 100 m² Wohnung zum Preis eines Studentenappartements zu beanspruchen, während andere die ortsüblichen Preise zahlen, ist kaum nachvollziehbar oder auch nur gerecht nach meinem Empfinden.

    Wohnen als Grundrecht ist akzeptabel und auch sinnvoll. Auf eine bestimmte Wohnung in einer bestimmten Gegend zu einem bestimmten Preis zu bestehen, halte ich für mehr als vermessen.

    Ich halte unsere Rechte als Mieter, zu denen ich auch zähle, für ausreichend und denke, dass die Urteile in diesem Fall klar sind.

  • 02.04.2013 22:31 Uhr

    von Fotodrescher:

    Vermutlich wissen die Demonstranten nicht, was einen Rechtsstaat ausmacht. Das nämlich auch ein Wohnungseigentümer Rechte hat. Und dazu gehört, dass er eine - nämlich seine - Wohnung vermietet, selbst bewohnt oder verkauft. Dagegen haben die Mieter mehrfach Rechtsmittel eingelegt, und am Ende verloren. In der Heimat der renitenten Bewohner hätte ein Hauseigentümer vermutlich viel schneller seine Interessen durchgesetzt. Fragt sich eigentlich ein Leser, was für Protestiererklientel das ist, dass an einem Arbeitstag Zeit für Protest und Blockade hat? Zur "arbeitenden" Bevölkerung gehören die vermutlich nicht.

  • 02.04.2013 21:29 Uhr

    von Ex Demokrat:

    Die Zwangsräumungen in Neukölln sind nichts Neues, bedankt Euch brav bei den Grünen und den "Sozialdemokraten"...

  • 02.04.2013 21:15 Uhr

    von Haha:

    98-Quadratmeter für 500 Euro-die Zeiten sind in Neukölln vorbei. Weil alle Linken und Linksalternativen Deutschlands dort zum Partymachen hinziehen. Nach 2 Jahren gehen sie als Urlocals demonstrieren. besonders wenn papis Scheck nicht mehr kommt und das "Projekt" doch keine Millionen abwirft oder die Band noch nicht entdeckt ist.

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