• 03.04.2013

Samoa Air kalkuliert mit Körpergewicht

Dicke fliegen teuer zum Kilopreis

Fettes Schweinefleisch ist auf Samoa sehr beliebt. Entsprechend beleibt sind viele Bewohner. Die Fluglinie des Pazifikstaates hat reagiert.von Urs Wälterlin

  • 04.04.2013 00:50 Uhr

    von Kevin R.:

    Ein schönes Beispiel, wie man das Denken von Menschen in eine gewünschte Richtung lenken kann - nämlich gegeneinander. Zwar wird das Reisen so niemals welt- und menschenverträglich, aber man kann die Schuld daran ja den anderen geben.

  • 03.04.2013 17:20 Uhr

    von ennui:

    Die headline ist irreführend, in Samoa generiert fettleibigkeit (immer noch) soziales ansehen, wird als zeichen von reichtum angesehen und ist auch ein schönheitsideal; wie man das erreicht, dürfte eher nicht primär vom verzehr von fetten schweinen abhängen. However, grundsätzlich wird man wohl kaum behaupten können, mit dieser kalkulationsmethode jemanden zu diskriminieren – übergrößen in klamotten sind schließlich auch teurer als kleinere und luftpostfracht wird nach gewicht und nicht stückzahl u./o. ‘schönheit’ kalkuliert; Der nette sideeffekt ist, dass damit auch die chance besteht, dass sich die kundschaft auf diesem wege seines persönlichen, ökologischen fingerabdruckes bewusster werden könnte.
    Letztlich steht ’s jeder-frau/-man frei, einen flightcarrier (nur) für Obelixe mit hinkelstein im handgepäck zu eröffnen, good luck.
    Übrigens: jetzt wurden noch engere toiletten für passagierjets designed – dadurch können bis zu 4 sitzplätze mehr eingebaut werden.

  • 03.04.2013 16:02 Uhr

    von Roland S.:

    Würde die Redaktion den Jungs von Boo Yaa Tribe auch persönlich erklären, warum sie ausgerechnet deren Video benutzt haben, um diesen interessanten Artikel zu illustrieren?
    ;-)

  • 03.04.2013 15:14 Uhr

    von noevil:

    Schade für die Person, die sich nicht für zu dick, sondern nur zu klein für ihr Gewicht hält ;-). Das ist aber ihr persönliches Problem.

    Denn das ist unwichtig: die Kilos für sich kosten ja gleich, egal wie klein oder groß, schmal oder breit man/frau ist.

  • 03.04.2013 15:09 Uhr

    von LocksteinW:

    Das wäre das Ende des Massentourismus nach Mallorca und Antalya - spätestens auf der Flughafenwaage werden dann die Tickets für Große und Dicke so teuer, dass es für die Hotelbesitzer in den Tourismusgebieten nicht mehr lohnt, Betten für Gäste über 1,70 m Größe anzubieten.

    In den Restaurants wird die Kinderbestuhlung Einzug halten - die Essensportionen werden kleiner, das Buffet kann anders kalkuliert werden.

    Es gibt nur noch 2 Fernsehsender im Hotel: Kika oder ServusTV (für die älteren Touristinnen). Aus Zwei-Bett-Zimmer können leicht 3-Bett-Zimmer gemacht werden...

  • 03.04.2013 14:28 Uhr

    von Algorin:

    Anders als beim Bahnfahren ist beim Fliegen jedes Kilo entscheidend. Für jedes Kilo was in die Luft gebracht werden soll muss eine bestimmte Menge Energie aufgebracht werden, die es in der Luft hält. Eine gewichtsbasierte Preiserhebung ist daher nicht diskriminierend, sondern der reinen Physik geschuldet.
    Anders herum könnte ich ja auch fragen: Warum zahle ich als kleine leichte Person genau so viel wie große schwerere Menschen? Dürfte ich dann nicht auch entsprechend mehr Gepäck mitnehmen um meine Mehrkosten zu kompensieren?

  • 03.04.2013 14:21 Uhr

    von meine Güte:

    Bis jetzt werden und wurden alle kleinen und leichten Leute und die mit leichtem Gepäck diskrimiert. Sie zahlten schon immer für die Schwergewichte - Körpergewicht plus Gepäck - mit. Endlich ein vernünftiger Vorschlag einer Airline. Ich hoffe, er macht Schule.

  • 03.04.2013 14:19 Uhr

    von chris:

    Tja, wieso das "Solidaritätsprinzip" beim Fliegen, wenn das Gewicht die Kosten ausmacht?

    Ich finde es gut und entspricht der Idee, dass man für das zahlt, was man bekommt. Man bekommt ein bestimmtes Gewicht - das eigene und das des Gepäcks - von A nach B transportiert und zahlt dafür, was man verbraucht.

    Wer schwer ist, zahlt mehr - bisher nur beim Gepäck und nun bei wachsenden Personengewichten auch für sich selbst.

    Ich finde es nicht diskriminierend sondern sehr gerecht.

  • 03.04.2013 14:19 Uhr

    von nonono:

    Oh,oh,..ich sehe und höre schon die Talkrunden auf allen TV-Kanäle.
    Gott oh Gott....!! das ist ein Thema, seicht und jeden betreffend.Dies wird sogar die Bankenkrise in Schatten stellen.

  • 03.04.2013 14:06 Uhr

    von Reven:

    na toll... und ich als Schwangere würde dann auch für 10 kg mehr zahlen, obwohl die Gewichtszunahme hier eine Notwendigkeit ist... Oder gibt es dafür dann Ausnahmen?

  • 03.04.2013 13:12 Uhr

    von Megestos:

    Das ist wirklich vielfache Diskriminierung. Ältere Menschen sind tendenziell schwerer als jüngere, Männer schwerer als Frauen.
    Und vor allem diskriminiert man Übergewichtige. Alles auf der Grundlage des Mythos, dass Menschen ihr Gewicht grundsätzlich in der eigenen Hand hatten - obwohl gleichzeitig millionen von angeblich leicht übergewichtigen Menschen viele verschiedene Diäten machen und trotzdem langfristig ihr Gewicht halten. Und auf der Grundlage des Mythos, dass Übergewicht grundsätzlich ungesund ist.

  • 03.04.2013 12:42 Uhr

    von fette Schnecke:

    Es sollte, wie bei der Geschwindigkeitbegrenzung im Straßenverkehr, ein BMI-Limit eingeführt werden. Der Verfettung unseres Planeten muß entgegengewirkt werden.

  • 03.04.2013 12:39 Uhr

    von Ezek:

    Wann wird denn gewogen? Gibt es ein Weigh-In wie beim Boxen ein paar Tage vorher, oder muss man beim Buchen abschätzen wieviel man am Abreisetag wiegen wird? Dann geht man am Abend vorher noch groß in die Sauna und vor dem Einchecken nochmal ordentlich kacken. Dehydriert und ausgelaugt, mit nichts als einer Zahnbürste in der Badehose steckend, schleppt sich der Pauschaltourist zum Flugschalter...
    Wollen die Fluglinien dass wirklich, dass sich Ihre Kunden vor allen Augen wiegen müssen?
    Was wird sich durchsetzen: niedriger Kilopreis? Oder ählich wie es bei den Größen von Frauanklamotten gemacht wird, dem Flugkunden ein wenig schmeicheln und dafür einen höheren Kilopreis verlangen?
    Ich sehe auf jedenfall die Renaissance der Alditüte als salonfähiges Reisegepäck.

  • 03.04.2013 12:39 Uhr

    von Martin U:

    Gerecht wäre ein Preis aus 2 Komponenten:
    Einmal für den Platz
    Einmal entsprechend Gewicht incl. Gepäck.

    Diskriminierend finde ich das nicht, das würde erst beginnen, wenn bei einer Wasserlandung zuerst die leichten Leute ins Rettungsboot dürften, damit man, falls die Plätze nicht reichen sollten, mehr Leute retten kann.

  • 03.04.2013 12:25 Uhr

    von Anton Gorodezky:

    Man diskriminiert damit nicht nur Übergewichtige - wer 1,80m groß ist und 70kg wiegt hat ein gesundes Gewicht, wer bei dem gleichen Gewicht nur 1,55m groß ist, der gilt schon als adipös! Man diskriminiert also auch schwere Personen mit Idealgewicht.

    Eine andere Frage ist es, ob das statthaft ist.

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