• 05.04.2013

Die SPD vor ihrem Bundesparteitag

Auf verlorenem Posten

Peer Steinbrück soll Kanzler werden? Die Sozialdemokraten wirken inzwischen, als gäben sie den Wahlkampf bereits verloren. von Matthias Lohre

  • 06.04.2013 10:49 Uhr

    von Harro:

    @Sören
    "Die SPD macht das schlechteste aus einem schlechten Umfeld ..."

    Klingt ziemlich lustig.
    Ich würde sagen: Die SPD will gar nicht gewinnen.

  • 06.04.2013 09:02 Uhr

    von wahlomat:

    SPD und Grüne sind für eher links Orientierte unwählbar geworden.

    Die meisten Frustrierten werden wohl in die Nichtwählerschaft abwandern.

    Und die Reaktion unserer Superdemokraten der neuen Großen Koalition? Werden Sorge heucheln und palavern, dass wir die Demokratie wieder attraktiver ... bliblablubb und ein paar Milliönchen für Spiel-mit-Kampagnen verballern.

    Wird das was am Demokratiemikado ändern?

  • 05.04.2013 20:01 Uhr

    von Nordwind:

    Der Artikel zeigt sehr schön an den Beispielen Donnermeyer und Geue, dass sich in der ?PD nun wirklich nichts geändert hat. Die Riege der Schröderianer ist nahezu komplett erhalten geblieben. Egal ob es sich dabei mit Steinmeier, Steinbrück oder Nahles in der ersten Reihe oder den oben genannten Beratern, also der zweiten Reihe, handelt.

    Wie man allerdings auf die Idee kommt, die ?PD habe sich nach links orientiert bleibt wohl das Geheimnis des deutschen PR- und Mainstream-Journalismus.

    Also tazler, erbringt doch mal den Nachweis: was weist konkret auf eine derartige Neuausrichtung der ?PD hin.

    Die Behauptung die ?PD hätte sich nach links bewegt ist ebenso substanzlos wie die, einem ähnlichen PR-Schema folgende, Behauptung Merkel hätte die CDU sozialdemokratisiert.

  • 05.04.2013 12:57 Uhr

    von Detlev:

    Peer Steinbrück wird niemals Kanzler und er weiß das sogar. Deswegen sieht er immer genervter und gestresster aus: Denn er spielt den Kanzlerkandidaten, er ist das nicht. Dass er die Piraten und Linken auf 1 oder 2 Prozent runter bringt, ist vollkommen unrealistisch. Mit Konkurrenz im Nacken ist Rot-Grün aber nicht zu machen.

    Ich finde das irgendwie theatralisch: Eine Tragödie für die SPD une ein klares Weiter-So für Angela Merkel. Ich will eine andere Regierung, aber keinen Peer Steinbrück. Der ist nämlich gerne Millionär und gehört einer 1-Prozent-Minderheit in Deutschland. Dass er auch aus Überzeugung Millionär ist, hat man ja gesehen: Volle Transparenz für sein Vermögen gibt er nicht. Auf Deutsch: Man soll ihn zum Bundeskanzler wählen, aber wie reich er tatsächlich ist, soll man nicht erfahren. Und dann stimmt Peer Steinbrück den Rap von wegen, das habe ich mir durch 'Leistung' erarbeitet an. Wer als Finanzminister die Frankfurter City mit Staatsgeld weiterhin fürstlich alimentierte, der muss das behaupten, aber ich glaube ihm das nicht.

    Schade um die SPD ist es auch nicht, denn die sind lernbehindert. Die verschenken erst die Wähler der unteren Mittelklasse und obere Unterschicht, dann wollen sie die Linke mit Intrigen und Gerichtsverfahren unter 5 Prozent drücken. Hilflosigkeit - das ist der Zustand der SPD.

  • 05.04.2013 12:50 Uhr

    von keetenheuve:

    Die Wähler wollen mehrheitlich keine "eurobonds", auch der von der SPD propagierte "Altschuldentilgungsfonds" gehört dazu. Es ist schon schlimm genug, dass bereits mit ESM u. Co. gigantische Bürgschaften übernommen werden. Mit Steinbrück würde es noch schlimmer werden.

  • 05.04.2013 12:36 Uhr

    von h s:

    Die Regelung der SPD-Spitze ist ziemlich klar: Steinbrueck wird Kanzlerkandidat, Steinmeier wird Vizekanzler unter Merkel und Gabriel bleibt Parteichef.

    Vielleicht reicht es dann 2017 fuer Gabriel zum Vizekanlzer unter Juergen Trittin...

  • 05.04.2013 12:07 Uhr

    von Sören:

    Jeder Kandidat hätte Probleme in der Auseinandersetzung mit einer beliebten Regierungschefin, die von der Bild freundlich unterstützt wird mit herzergreifenden Geschichten über Besuche bei "Lieblingskellnern".

    Die SPD hätte ihr Programm nach der Wahl 2009 umfassend auf den Prüfstand stellen müssen, und neue Ideen und Konzepte entwickeln sollen, die ein geschlossenes Programm ergeben. Ähnlich wie das die britische Labour Party seit 2010 recht konsequent macht. Den Kandidaten hätten man dann passend zu diesem neuen Programm aussuchen können. Es war völlig falsch, sich hierbei von Medien hetzen zu lassen.

    Die SPD scheint aber nicht in der Lage zu sein, neue Ideen zu entwickeln, eventuell auch, weil sie einen intellektuell ausgedörrten Eindruck macht. Außerdem ist es zu keinem personellen Neuanfang gekommen, Gabriel, Nahles, Steinbrück und Steinmeier sind Gesichter der letzten SPD-Regierung.

    Die SPD macht das schlechteste aus einem schlechten Umfeld, deswegen hat sie aus heutiger Sicht wenig Chancen, den Kanzler zu stellen, Bedingt durch unser Wahlrecht ist das aber auch nicht komplett ausgeschlossen, wie bspw. die Wahl in NDS gezeigt hat.

  • 05.04.2013 11:29 Uhr

    von LocksteinW:

    bin ich hier im Adenauer-Haus gelandet? Auch publizistisch.....


    Berlin scheint auch der taz nicht zu bekommen....

  • 05.04.2013 11:17 Uhr

    von August Bebel:

    Im Jubiläumsjahr der Sozialdemokraten mit so einem von meinen Genossen geduldeten Star fürs Kanzleramt antreten ist ein Albtraum. Das einzig spannende und zu beeinflussende Ereignis wird der künftige Geschäftspartner von Mutter Blamage sein: entweder das Elite-Quartett der Grünen oder Fipsi's Gurkentruppe mit ihrem selbsternannten Stürmer. Pest oder Cholera - Wähler was willst du mehr?
    Armes Deutschland!

  • 05.04.2013 11:05 Uhr

    von brain freeze:

    Am besten finde ich Steinbrücks neues Halstuch.

    Solche Tücher trugen früher pensionierte Beamte beim Spazierengehen im Stadtpark. Mit Frau und Hund.

    Armer Kerl. Hoffentlich sagt ihm mal jemand, dass es nicht an seiner Tollpatschigkeit lag, sondern an der verlorenen Glaubwürdigkeit seiner Partei. Zu der er freilich beitrug.

  • 05.04.2013 10:53 Uhr

    von seilschaften:

    Guter Artikel.

    Peer, go home.

  • 05.04.2013 10:13 Uhr

    von jan:

    So who kehrs?
    Die Wahl im Herbst ist für die Neoliberalen seit der Kandidatur Steinbrücks schon längst gewonnen.

  • 05.04.2013 10:13 Uhr

    von Ott-one:

    Erst mal mit einem Vorurteil möchte ich aufräumen. Ja, die SPD hat die Agenda 2010 auf den Weg gebracht.
    Bloß es wird wieder so getan, die anderen großen Volksparteien wollten das doch nicht.
    Die Opposition damals hat sich weggeduckt und die Agenda 2010 mit durchgewunken. Also mal sachlich und bei der Wahrheit bleiben. Als die CDU/CSU an der Macht war, haben sie sich doch gescheut, so was auf den Weg zu bringen, denn die wußten genau, was da passiert.
    Nun haben wir für alle Zeit den Buhmann SPD ausgemacht.
    Als Juniorpartner ist die SPD aber doch zu gebrauchen, nehme ich an, hatte auch mal funktioniert.

  • 05.04.2013 09:55 Uhr

    von Debaser:

    Die SPD ist heute das Langweiligste, was der Politik "links" der Linken passieren konnte. 99% der Leute wollen mit und in dem Klub Geld verdienen und mehr nicht. Außer vielleicht: noch mehr Geld verdienen. Peer Steinbrück steht für dieses Profil einer unmaskierten Politikkarrikatur in Personalunion, die Kritik an ihm ist daher billig. Wer das dann aber wiederum als Wähler honoriert, ist selbst für die vorhersehbaren Resultate verantwortlich.

  • 05.04.2013 09:41 Uhr

    von FaktenStattFiktion:

    Steinbrück ist kantig und glaubhaft, nur kann er daraus keinen Gewinn ziehen.

    Er braucht -dringend- ein eigenständiges Wahlprogramm, welches nicht bei Grünen und sog. Linkspartei abgeschrieben ist.

    Eine ehrliche Agenda 2020, welche die Reformationen der Agenda 2010 konsequent fortführt. Merkel ist dermaßen durchsozialdemokratisiert, dass die SPD sonst nur wie eine trockene Kopie wirkt.

  • 05.04.2013 09:36 Uhr

    von Katev:

    SPD-Interna. Langweilg. Eine programmatisch kaputte Partei. Karrierevehikel für Technokraten, die gar nicht links sein können. Strategisch fremdbestimmte Organisation. Das ist alles.

  • 05.04.2013 09:35 Uhr

    von Betty Boop:

    Das Problem bei Steinbrück ist doch, dass er vorgeschlagen hat, den Sportunterricht nach Mädchen und Jungs zu trennen, aus Rücksicht auf die Muslime.
    Herr Steinbrück will moderne Errungenschaften der Zivilisation (Aufgeklärtheit, gesundes Verhältnis zum Körper) zurückdrehen. Und uns in das 20. Jahrhundert zurückbeamen. Da hatten wir so einen verdrucksten Kram schon mal. Und das nur, um sich bei den Muslimen anzubiedern ... na vielen Dank!

  • 05.04.2013 09:17 Uhr

    von bull:

    Glaubt die SPD wirklich dass Sie je wieder eine Chance erhält im Bund den Ton anzugeben?
    Was dieser Haufen um Steinbrück sich geleistet hat nach der Wahl 1998 hat es in der Weltgeschichte noch nicht gegeben.Noch nie wurde gegen die Interessen der Wähler von damals so gründlich gehandelt.Die WÄhler damals wollten keine Agenda 2010.Sie wollten ganz einfach eine Politik die wieder Kapital und Arbeit in ein vernünftiges Verhältnis setzt.Was die Folgeentwicklung all dessen war kann man jetzt bewundern.Die nächsten 2 Generationen sind als Sklaven der Kapitalisten wieder festgezurrt.Bravo SPD.Ich höre die Champagnerkorken überall knallen in Monaco,in der Schweiz und einigen anderne Orten.

  • 05.04.2013 09:10 Uhr

    von nicht-sozi:

    Vielleicht gewinnt die aktuelle Regierung die Bundestagswahl. Das hätte vor allem langfristige Auswirkungen auf die "Energiewende". Und die "Kampfradler", der Minister Ramsauer erfunden hat, müssten sich auf harte Zeiten einstellen. Im Gesundheitsbereich gäbe es abnehmende medizinische Leistungen bei steigenden Kassenbeiträgen für die Versicherten.

  • 05.04.2013 09:06 Uhr

    von Onkel Willy :

    Die SPD, ein Konglomerat der unterschiedlichsten Meinungen. Und Peer ist der kleinste gemeinsame Nenner. Auch das sagt etwas aus. Aber der kleine Nenner wollte ohnehin nur wieder Merkels Stellvertreter werden. Seine wirklichen Ansichten unterscheiden ihn von Mutti nur marginal. Die SPD braucht sicher einen richtigen Zusammenbruch, um dann als nue linke Partei wieder neu zu entstehen. Mit dem jetzigen Personal ist seit Schröder kein Blumentopf zu gewinnen. Die viel gepriesene Alternative ist sie schon lange nicht mehr. Wechselstimmung, die unbedingt nötig wäre, ist dank SPD auch nicht in Sicht.

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