Flughäfen, Musicalhäuser, Freizeitbäder – mit immer neuem Betonschrott hoffen Kommunen auf große Einnahmen. Jetzt wollen alle Kasinos.von Pascal Beucker
Eines ist merkwürdig, ein Casino in dem 100% Spiel-Verluste anfallen können, werden mit staatlichen Geldern gebaut. Der Spielbetrieb des globalen Finanzkapital z.B. HFT wird nicht besteuert, Milliardenverluste werden auch noch schuldhaft sozialisiert. Das gerade Casino Betriebe die beste Geldwaschanlage darstellen, haben die Stadtkämmerer und Politiker nicht im Horizont.
@Wolfgang "Wir brauchen die (tatsächliche) Emanzipation der Gesellschaft! Die hat es auch nach 1945 und nach '68 nicht gegeben, bis heute noch nicht." Genau das ist es, in den `68 wurden viele Diskussionen über Geld, Kapital und Wirtschaft eingestellt bzw. auf ein Minimum reduziert. Ab und zu flackerte mal die 30Stunden Woche auf. Alle heutigen Probleme waren damals bekannt.
"Eine "epochale Abrechnung mit dem Kapital" erblickt Christian Schlüter in David Graebers Werk "Schulden: Die ersten 5000 Jahre". Seit der Erfindung des Kredits vor 5000 Jahren treibt das Versprechen auf Rückzahlung Menschen in die Sklaverei." Aus der finanzmathematischen Berechnung gehen alle Länder und Kulturen als Verlierer heraus. Analogie von Sloterdijk “Wir schaffen ja noch Arbeitsplätze auf der Titanic“.
04.04.2013 19:21 Uhr
von pekerst:
"Flughäfen, Musicalhäuser, Freizeitbäder – mit immer neuem Betonschrott hoffen Kommunen auf große Einnahmen. Jetzt wollen alle Kasinos." - Falsch, alle wollen ein Kasino, wenn überhaupt "alle".
04.04.2013 17:11 Uhr
von habnix:
Toller Vorschlag! Die Kosten zur Behandlung von Spielsucht trägt sowieso die Allgemeinheit. Von Privatinsolvenzen und familiären Problemen ganz zu schweigen. So kann man auch die Feuerwehr mit Benzin löschen lassen. Einem kranken Hirn entspringt wohl kein gesunder Gedanke.
04.04.2013 16:08 Uhr
von Gonzi:
Auch hier zeigen Oberbürgermeister ihre Weitsicht und ihren ökonomischen Verstand. Dass aber manche von ihnen auch noch einen sozialdemokratischen Stallgeruch für sich reklamieren können, sollte zu denken geben.
Wohl auch deshalb sieht es bei Kindertagesstätten und dem ÖPNV vielerorts recht unsozial aus - man weiß eben nicht, was einen Standort wirklich attraktiv macht.
Ja, und die Linke konnte sich nach einem gekonnten Spiel durch scheinrot und blassgruen aus dem NRW-Landtag verabschieden - dabei war ihre bloße Existenz schon Anlass, Hoffnung auf Änderung zu haben.
04.04.2013 15:33 Uhr
von anke:
Dass manche Stadtkämmerer, ähnlich wie notorische Zocker, unverdrossen auf das ganz große Los setzen, wenn man sie nur lässt, hat vermutlich damit zu tun, dass diese Leute weder die Realität in ihrer Kommune wahrnehmen noch den tatsächlichen Umfang der eigenen Fähigkeiten oder die Möglichkeiten ihrer Konkurrenz. Nein, sie selber leiden gar nicht sehr unter ihrer krankhaften Selbstüberschätzung. Leiden müssen immer Andre.
04.04.2013 15:30 Uhr
von Wolfgang:
"Spielbank": Eine Fortsetzung des Irrationalismus des Finanz- und Monopolkapitalismus - der Hundtschen BDA-Bourgeoisie und Siemensschen BDI-Erbschafts-Großaktionäre!
Die Überwindung, Aufhebung und Beseitigung der kapitalistischen Gesellschaftsformation, der stets (A)'Sozialen Marktwirtschaft', der Selbstbedienung der Bourgeoisie und Lobby-Regierungen und SPD-CDU-FDP-Olivbündnisgrün-FDP-CSU-Parlamentsmehrheiten, ist historisch überfällig! Damit untrennbar verbunden: die tiefgreifende Umwälzung und Aufhebung des bestehenden staatlichen modifizierten 'NSU'-Gewaltapparates.
Wir brauchen die (tatsächliche) Emanzipation der Gesellschaft! Die hat es auch nach 1945 und nach '68 nicht gegeben, bis heute noch nicht.
Aufwachen, noch brave manipulierte Michels, trotz alledem!
04.04.2013 15:22 Uhr
von Anton:
Machen wir es doch wie in Finnland. Überall, an jedem (R)Kiosk oder Bahnhof steht ein Spielautomat und die Einnahmen werden für einen guten Zweck verwendet! Dafür stehen an den Zigarettenautomaten nur noch Ziffern, anstatt der Bildchen für die Zigaretten.
Leserkommentare
04.04.2013 20:03 Uhr
von roulettierende Waschanlagen:
Eines ist merkwürdig, ein Casino in dem 100% Spiel-Verluste anfallen können, werden mit staatlichen Geldern gebaut.
Der Spielbetrieb des globalen Finanzkapital z.B. HFT wird nicht besteuert, Milliardenverluste werden auch noch schuldhaft sozialisiert.
Das gerade Casino Betriebe die beste Geldwaschanlage darstellen, haben die Stadtkämmerer und Politiker nicht im Horizont.
@Wolfgang
"Wir brauchen die (tatsächliche) Emanzipation der Gesellschaft! Die hat es auch nach 1945 und nach '68 nicht gegeben, bis heute noch nicht."
Genau das ist es, in den `68 wurden viele Diskussionen über Geld, Kapital und Wirtschaft eingestellt bzw. auf ein Minimum reduziert. Ab und zu flackerte mal die 30Stunden Woche auf.
Alle heutigen Probleme waren damals bekannt.
"Eine "epochale Abrechnung mit dem Kapital" erblickt Christian Schlüter in David Graebers Werk "Schulden: Die ersten 5000 Jahre". Seit der Erfindung des Kredits vor 5000 Jahren treibt das Versprechen auf Rückzahlung Menschen in die Sklaverei."
Aus der finanzmathematischen Berechnung gehen alle Länder und Kulturen als Verlierer heraus.
Analogie von Sloterdijk “Wir schaffen ja noch Arbeitsplätze auf der Titanic“.
04.04.2013 19:21 Uhr
von pekerst:
"Flughäfen, Musicalhäuser, Freizeitbäder – mit immer neuem Betonschrott hoffen Kommunen auf große Einnahmen. Jetzt wollen alle Kasinos." - Falsch, alle wollen ein Kasino, wenn überhaupt "alle".
04.04.2013 17:11 Uhr
von habnix:
Toller Vorschlag! Die Kosten zur Behandlung von Spielsucht trägt sowieso die Allgemeinheit. Von Privatinsolvenzen und familiären Problemen ganz zu schweigen. So kann man auch die Feuerwehr mit Benzin löschen lassen. Einem kranken Hirn entspringt wohl kein gesunder Gedanke.
04.04.2013 16:08 Uhr
von Gonzi:
Auch hier zeigen Oberbürgermeister ihre Weitsicht und ihren ökonomischen Verstand.
Dass aber manche von ihnen auch noch einen sozialdemokratischen Stallgeruch für sich reklamieren können, sollte zu denken geben.
Wohl auch deshalb sieht es bei Kindertagesstätten und dem ÖPNV vielerorts recht unsozial aus - man weiß eben nicht, was einen Standort wirklich attraktiv macht.
Ja, und die Linke konnte sich nach einem gekonnten Spiel durch scheinrot und blassgruen aus dem NRW-Landtag verabschieden - dabei war ihre bloße Existenz schon Anlass, Hoffnung auf Änderung zu haben.
04.04.2013 15:33 Uhr
von anke:
Dass manche Stadtkämmerer, ähnlich wie notorische Zocker, unverdrossen auf das ganz große Los setzen, wenn man sie nur lässt, hat vermutlich damit zu tun, dass diese Leute weder die Realität in ihrer Kommune wahrnehmen noch den tatsächlichen Umfang der eigenen Fähigkeiten oder die Möglichkeiten ihrer Konkurrenz. Nein, sie selber leiden gar nicht sehr unter ihrer krankhaften Selbstüberschätzung. Leiden müssen immer Andre.
04.04.2013 15:30 Uhr
von Wolfgang:
"Spielbank": Eine Fortsetzung des Irrationalismus des Finanz- und Monopolkapitalismus - der Hundtschen BDA-Bourgeoisie und Siemensschen BDI-Erbschafts-Großaktionäre!
Die Überwindung, Aufhebung und Beseitigung der kapitalistischen Gesellschaftsformation, der stets (A)'Sozialen Marktwirtschaft', der Selbstbedienung der Bourgeoisie und Lobby-Regierungen und SPD-CDU-FDP-Olivbündnisgrün-FDP-CSU-Parlamentsmehrheiten, ist historisch überfällig! Damit untrennbar verbunden: die tiefgreifende Umwälzung und Aufhebung des bestehenden staatlichen modifizierten 'NSU'-Gewaltapparates.
Wir brauchen die (tatsächliche) Emanzipation der Gesellschaft! Die hat es auch nach 1945 und nach '68 nicht gegeben, bis heute noch nicht.
Aufwachen, noch brave manipulierte Michels, trotz alledem!
04.04.2013 15:22 Uhr
von Anton:
Machen wir es doch wie in Finnland. Überall, an jedem (R)Kiosk oder Bahnhof steht ein Spielautomat und die Einnahmen werden für einen guten Zweck verwendet!
Dafür stehen an den Zigarettenautomaten nur noch Ziffern, anstatt der Bildchen für die Zigaretten.