Der Umgang mit Suchtkranken steht exemplarisch für den Reformbedarf des Transplantationssystems. Die Kriterien bedürfen dringend einer Überprüfung.von Andreas Umgelter
"... schon die dritte Leber versoffen!" kann man die Leute nicht auf Cannabis konditionieren?
04.04.2013 18:02 Uhr
von Irmi:
Leute die Lungenkrank sind, sind abhängig geworden von dem Gift welches in Zigaretten ist, wo auch der Staat reichlich daran verdient. Nikotinsucht ist eine Sucht, ist aber bis heute nicht als Suchtkrankheit anerkannt.
Wenn die Lunge dann mal krank ist, sagt Dir der Arzt nur aufhören zu rauchen. Na das ist auch so einfach. Man nimmt enorm zu, weil Frustessen, man hat die Entzugserscheinungen. Es gibt noch immer keine Suchtkliniken die helfen wirklich aufhören zu können, wo man gleich auch lernt von der Sucht los zu kommen, Sport zu treiben. Es gibt keine Möglichkeit für eine Lungentransplantation. Was diesen Menschen bleibt ist immer weniger Luft, angewiesen sein auf Hilfe weil man immer weniger selbst machen kann weil dazu die Luft immer knapper wird. Was auch sicher ist, irgendwann hängt man an einem acht Meter langen Schlauch mit Sauerstoff, damit kann man sich in der Wohnung bewegen, man ist festgenagelt in der Wohnung zu bleiben. Diese Unbeweglichkeit aber ist das Gefährliche, weil sich die Muskeln zurück bilden und dadurch egal was man tun möchte einen überbeansprucht. Was ganz sicher sein wird, man erstickt qualvoll, denn Lungenkrankheit ist immer nur das Rauchen schuld, dabei gibt es wissenschaftliche Beweise, das Lungenkrankheiten auch von dem vielen Druckerstaub kommt, das will aber weder die Regierung noch Firmen wissen, was sie mit dem Druckerstaub bei den Menschen die damit arbeiten müssen offenbar anrichten.
Der Staat läßt zwar auf Packungen schreiben rauchen ist tödlich, aber von den Rauchern immer mehr an Steuern einkassieren. Würde der Staat diesen Menschen dafür lieber in wirklich guten Therapiehäusern das Rauchen abgewöhnen helfen, würde Leben retten. Dafür ist aber kein Geld da. Auch bei dieser Frau, wer nicht aufhört zu trinken ist selber schuld, warum für so eine Person retten, kostet ja nur Geld.
04.04.2013 13:41 Uhr
von atalaya:
Schon mal was davon gehört, dass Alkoholismus eine Krankheit ist?
04.04.2013 12:05 Uhr
von Björn Blume:
Ich bin selbst transplantiert, bekam eine Niere und eine Bauchspeicheldrüse vor fast 6 Jahren. Ich litt an chronischen Krankheiten, die ich nicht verursacht habe, entgegen denjenigen, die durch Alkoholmißbrauch z.B. ein Leberversagen bekommen. ich mußte diszipliniert leben, um meine Chance auf eine Transplantation zu bewahren.
Daher ist meine Meinung:
Menschen, die sich trotz des Bewußtseins, durch ihr Verhalten ein Organversagen zu bekommen, weiter so leben wie bisher, beispielsweise rauchen (Krebsrisiko) oder Trinken (Mßbrauchsfälle - Leberzirrhose), dürfen aus meiner Sicht überhaupt keine Organe bekommen, auch nicht nach einer Wartezeit.
Das ist keine Ungleichbehandlung, sondern nur fair. Denn auch trockene Alkoholiker sind und bleiben alkoholkrank.
04.04.2013 07:22 Uhr
von Boiteltoifel:
Klasse. Saufen ohne Konsquenz! Der Körper wird wie ein Auto behandelt. Ersatzteile liefern andere und die Kosten für eine Reparatur muß ich auch nicht selbst tragen. Da haben wir ja die Solidargemeinschaft.
Wenn ich rauche, kommt eine neue Lunge, dafür hat der Staat lange genug meine Steuern aus Zigarettenkäufen kassiert.
Kommt Ihr noch klar? Ich jedenfalls habe dafür gar kein Verständnis, schon gar nicht, wenn sich die Leber erholen könnte, wenn sie nicht mehr in Alkohol eingelegt wird. Aber eine Therapie wäre mühselig, Ersatzteile gibt es billiger.
Warum ist es so undenkbar in dieser Gesellschaft, daß ALLE sterben müssen? Die einen früher, die anderen später, auch abhängig davon, was ich meinem Körper antue.
04.04.2013 00:57 Uhr
von Mangelhaft:
Selbst für eine Polemik ist dieser Text mangelhaft. Was wird kritisiert? Dass die den Bedarf bei weitem nicht deckende Quantität der Spenderorgane nach qualitativen Richtlinien verteilt werden? Dass bei Suchtkranken, insbesondere Alkoholkranken erst ein Schritt der Suchtbekämpfung erfolgen muss bevor man einer Person mit schwacher Persönlichkeit die sich zudem durch Erkrankung und Todesangst in einem Ausnahmezustand befindet per Warteliste die kurz bevorstehende Weiterführung des alten Lebens suggeriert? Ist es nicht großartig dass bei dem existierenden Missverhältnis von Angebot und Nachfrage an der Organbörse überhaupt Menschen berücksichtigt werden die nachweislich selbst Schuld sind am Versagen des Organs und bei denen ein hohes Risiko besteht dass der zur Erkrankung führende Faktor über kurz oder lang wieder zum Tragen kommt? Dass dieser miserable Text mit einer Aussage schliesst (blieb trocken) deren offensichtlich mangelhafte Verlässlichkeit Leitmotiv der "Argumentation" ist (6 Monate suchtmittelfrei leben können ist unerheblich da Rückfälle auch Jahre später möglich sind) zeigt nicht nur wie unreflektiert der Autor zu werke geht.
04.04.2013 00:22 Uhr
von Aus Haching:
Die entscheidende Frage wird nicht beantwortet: Was ist mit der Person geschehen, die ohne den Regelverstoß das Spenderorgan erhalten hätte? Ist sie oder er gestorben?
Spenderorgane sind (leider) ein knappes Gut. Es ist richtig und sinnvoll, sie denjenigen Menschen zu geben, bei denen der Bedarf am größten und die Prognose am besten ist. Wem hilft es etwas, wenn die neue Leber nach einem Jahr wieder kaputtgesoffen ist und jemand anderes damit hätte 30 Jahre leben können?
03.04.2013 23:01 Uhr
von T.V.:
Der Umgang mit transplantationsbedürftigen Suchtkranken steht exemplarisch für den Umgang des 'Systems' mit Drogen.
Leserkommentare
05.04.2013 08:48 Uhr
von Ihr neuer Pappsi:
"... schon die dritte Leber versoffen!" kann man die Leute nicht auf Cannabis konditionieren?
04.04.2013 18:02 Uhr
von Irmi:
Leute die Lungenkrank sind, sind abhängig geworden von dem Gift welches in Zigaretten ist, wo auch der Staat reichlich daran verdient. Nikotinsucht ist eine Sucht, ist aber bis heute nicht als Suchtkrankheit anerkannt.
Wenn die Lunge dann mal krank ist, sagt Dir der Arzt nur aufhören zu rauchen. Na das ist auch so einfach. Man nimmt enorm zu, weil Frustessen, man hat die Entzugserscheinungen. Es gibt noch immer keine Suchtkliniken die helfen wirklich aufhören zu können, wo man gleich auch lernt von der Sucht los zu kommen, Sport zu treiben. Es gibt keine Möglichkeit für eine Lungentransplantation. Was diesen Menschen bleibt ist immer weniger Luft, angewiesen sein auf Hilfe weil man immer weniger selbst machen kann weil dazu die Luft immer knapper wird. Was auch sicher ist, irgendwann hängt man an einem acht Meter langen Schlauch mit Sauerstoff, damit kann man sich in der Wohnung bewegen, man ist festgenagelt in der Wohnung zu bleiben.
Diese Unbeweglichkeit aber ist das Gefährliche, weil sich die Muskeln zurück bilden und dadurch egal was man tun möchte einen überbeansprucht.
Was ganz sicher sein wird, man erstickt qualvoll, denn Lungenkrankheit ist immer nur das Rauchen schuld, dabei gibt es wissenschaftliche Beweise, das Lungenkrankheiten auch von dem vielen Druckerstaub kommt, das will aber weder die Regierung noch Firmen wissen, was sie mit dem Druckerstaub bei den Menschen die damit arbeiten müssen offenbar anrichten.
Der Staat läßt zwar auf Packungen schreiben rauchen ist tödlich, aber von den Rauchern immer mehr an Steuern einkassieren.
Würde der Staat diesen Menschen dafür lieber in wirklich guten Therapiehäusern das Rauchen abgewöhnen helfen, würde Leben retten. Dafür ist aber kein Geld da.
Auch bei dieser Frau, wer nicht aufhört zu trinken ist selber schuld, warum für so eine Person retten, kostet ja nur Geld.
04.04.2013 13:41 Uhr
von atalaya:
Schon mal was davon gehört, dass Alkoholismus eine Krankheit ist?
04.04.2013 12:05 Uhr
von Björn Blume:
Ich bin selbst transplantiert, bekam eine Niere und eine Bauchspeicheldrüse vor fast 6 Jahren. Ich litt an chronischen Krankheiten, die ich nicht verursacht habe, entgegen denjenigen, die durch Alkoholmißbrauch z.B. ein Leberversagen bekommen. ich mußte diszipliniert leben, um meine Chance auf eine Transplantation zu bewahren.
Daher ist meine Meinung:
Menschen, die sich trotz des Bewußtseins, durch ihr Verhalten ein Organversagen zu bekommen, weiter so leben wie bisher, beispielsweise rauchen (Krebsrisiko) oder Trinken (Mßbrauchsfälle - Leberzirrhose), dürfen aus meiner Sicht überhaupt keine Organe bekommen, auch nicht nach einer Wartezeit.
Das ist keine Ungleichbehandlung, sondern nur fair. Denn auch trockene Alkoholiker sind und bleiben alkoholkrank.
04.04.2013 07:22 Uhr
von Boiteltoifel:
Klasse. Saufen ohne Konsquenz! Der Körper wird wie ein Auto behandelt. Ersatzteile liefern andere und die Kosten für eine Reparatur muß ich auch nicht selbst tragen. Da haben wir ja die Solidargemeinschaft.
Wenn ich rauche, kommt eine neue Lunge, dafür hat der Staat lange genug meine Steuern aus Zigarettenkäufen kassiert.
Kommt Ihr noch klar? Ich jedenfalls habe dafür gar kein Verständnis, schon gar nicht, wenn sich die Leber erholen könnte, wenn sie nicht mehr in Alkohol eingelegt wird. Aber eine Therapie wäre mühselig, Ersatzteile gibt es billiger.
Warum ist es so undenkbar in dieser Gesellschaft, daß ALLE sterben müssen? Die einen früher, die anderen später, auch abhängig davon, was ich meinem Körper antue.
04.04.2013 00:57 Uhr
von Mangelhaft:
Selbst für eine Polemik ist dieser Text mangelhaft.
Was wird kritisiert?
Dass die den Bedarf bei weitem nicht deckende Quantität der Spenderorgane nach qualitativen Richtlinien verteilt werden?
Dass bei Suchtkranken, insbesondere Alkoholkranken erst ein Schritt der Suchtbekämpfung erfolgen muss bevor man einer Person mit schwacher Persönlichkeit die sich zudem durch Erkrankung und Todesangst in einem Ausnahmezustand befindet per Warteliste die kurz bevorstehende Weiterführung des alten Lebens suggeriert?
Ist es nicht großartig dass bei dem existierenden Missverhältnis von Angebot und Nachfrage an der Organbörse überhaupt Menschen berücksichtigt werden die nachweislich selbst Schuld sind am Versagen des Organs und bei denen ein hohes Risiko besteht dass der zur Erkrankung führende Faktor über kurz oder lang wieder zum Tragen kommt?
Dass dieser miserable Text mit einer Aussage schliesst (blieb trocken) deren offensichtlich mangelhafte Verlässlichkeit Leitmotiv der "Argumentation" ist (6 Monate suchtmittelfrei leben können ist unerheblich da Rückfälle auch Jahre später möglich sind) zeigt nicht nur wie unreflektiert der Autor zu werke geht.
04.04.2013 00:22 Uhr
von Aus Haching:
Die entscheidende Frage wird nicht beantwortet: Was ist mit der Person geschehen, die ohne den Regelverstoß das Spenderorgan erhalten hätte? Ist sie oder er gestorben?
Spenderorgane sind (leider) ein knappes Gut. Es ist richtig und sinnvoll, sie denjenigen Menschen zu geben, bei denen der Bedarf am größten und die Prognose am besten ist. Wem hilft es etwas, wenn die neue Leber nach einem Jahr wieder kaputtgesoffen ist und jemand anderes damit hätte 30 Jahre leben können?
03.04.2013 23:01 Uhr
von T.V.:
Der Umgang mit transplantationsbedürftigen Suchtkranken steht exemplarisch für den Umgang des 'Systems' mit Drogen.