• 03.04.2013

Proteste nach Häftlingstod

Gegenangriff auf Gaza

Der Tod eines kranken palästinensischen Häftlings führt zu Protesten. Zum ersten Mal seit November griff die israelische Luftwaffe wieder Ziele im Gazastreifen an. von Susanne Knaul

  • 06.04.2013 00:56 Uhr

    von Hans:

    dieses am dichtesten bevölkerte Gebiet der Erde

    das und anderen Sachen können Sie so oft schreiben wie sie wollen, stimmen trotzdem nicht.

  • 04.04.2013 10:10 Uhr

    von broxx:

    Israel sollte die Palis einfach vertreiben! Es könnte dort sehr schön sein ohne diese Terroristen.

  • 04.04.2013 02:18 Uhr

    von Stimme der Demokratie:

    Ja, die Seeblockade wurde wieder verschärft. Leider glauben die meisten Israel-Hasser unter den taz-Lesern, dass dadurch der Gaza-Streifen ausgehungert würde. Aber egal. Es will ja sowieso niemand lesen, dass Israel permanent den Gaza-Streifen beliefert. Wozu dann überhaupt erwähnen. Auch die syrischen Verletzten, die von den Israelis behandelt werden ... unwichtig. Solche Meldungen würden nur irritieren und liebgewonnene Feindbilder zerstören.

  • 03.04.2013 20:39 Uhr

    von Bodo Goldmann:

    "Gegenangriff?" Sieh mal an. Andere deutsche Medien nennen es "Vergeltungsangriff".

    Warum sollte es eigentlich kein Gegenangriff sein, wenn Palästinenser Raketen abschießen?

    Auf der Seite der palästinensischen Vertretung in Berlin steht folgendes:
    "Von Ende November (Beginn Waffenstillstand d.V.) bis Ende Februar tötete Israel im Gaza-Streifen vier Palästinenser und verletzte 91. Seit dem Waffenstillstand schossen israelische Soldaten 63 Mal auf palästinensische Zivilisten und 30 Mal griff die israelische Marine palästinensische Fischer an. Nicht zuletzt, insgesamt 13 Mal drangen israelische Truppen in den Gaza-Streifen ein."

    Diese Zahlen wurden nicht nur von palästinensischen Quellen erhoben, sondern sind für die Öffentlichkeit auch auf den Seiten des UN-Büros für humanitäre Angelegenheiten (OCHA) allgemein zugänglich.

    Aber es gibt keinen Grund, DARÜBER zu berichten?

  • 03.04.2013 20:14 Uhr

    von Wälsunge:

    "... aber zumindest hätten Sie mitbekommen können, dass Israel in Gaza keine Besatzungsmacht mehr ist."

    Dafür haben die "Israelkritiker" sich ja die hübsche Sprachregelung ausgedacht, der Gazastreifen sei "an den Grenzen besetzt". Dadurch wird (unabsichtlich) deutlich, was in den Augen dieser Leute das Problem darstellt: dass auf der anderen Seite der Grenze des Gazastreifens Israel liegt.* Die "Besatzung", gegen die gekämpft wird, ist in Wahrheit die Existenz Israels.

    * Und es geht wohl (wen wundert's) um Israel, denn ich habe noch nie davon reden gehört, dass die Grenze des Gazastreifens zu Ägypten "besetzt" sei.

  • 03.04.2013 19:58 Uhr

    von Voltair:

    Bin immer wieder überrascht über die Blindheit der Israel-Unterstützer .Hamas hat keine Hoheit über seine Küste ,seinen Luftraum und eingeschränkt auch nur im Lande.Aber man will nicht genau hinsehen.sonst wär offensichtlich wer hier der Agressor ist.Der neue amerikanische Verteidigungsminister meinte vor graumer Zeit : "Die Israel-Lobby arbeitet mit allen Mitteln, bis hin zur Erpressung " Mal sehen ,wie lange er im Amt ist.

  • 03.04.2013 19:38 Uhr

    von free gaza from HAMAS:

    von Sprung in der Platte

    DAS hat du gut gewählt, sprung in der platte passt!
    auch hast du recht, die besatzungsmacht HAMAS ist
    verantwortlich!

    erinnere mich gut was passierte als aus georgien raketen nach dem völkerrechtlich zu georgien gehörendes gebiet süd ossetien zurück flogen und angebliche russische bürger gefährdeten.

    da rückte russland mit 4000 panzern an, mit marodören, vertreibern, siedlern, ireguleren truppen.... volles programm an.
    lupenreine demokratie halt.

    nicht das natanjahu ne neue platte findet
    lass ihm lieber diese mit dem sprung!



  • 03.04.2013 19:26 Uhr

    von Verwundert mich:

    .. wie neutral der Artikel über diesen Vorfall berichtet. Man könnte ja fast glauben, es handelt sich hier um einen ganz normalen Konflikt zwischen zwei Staaten wo es kein „richtig" oder „falsch" gibt - wo beide Seiten legitime Gründe haben.
    Dem unwissenden Leser bleibt hier aber verborgen, dass Palästina nicht einmal ein richtiger Staat ist, geschweige denn der Gaza Streifen. Der unwissende Leser ist sich auch nicht bewusst, dass die West Bank von Israel besetzt ist und Teile weiterhin kolonisiert und annektiert werden. Und der Gazastreifen ist vollkommen isoliert von der restlichen Welt, die 1,7 Millionen Menschen können ihr 360 km2 kleines Gefängnis nicht verlassen. In regelmäßigen Abständen bombardiert Israel dieses am dichtesten bevölkerte Gebiet der Erde als Reaktion auf „Angriffe die auf die Vernichtung Israels abzielen". Israel hat aber immerhin das Recht sich selbst zu verteidigen - gegen die Menschen in den Gebieten die es besetzt und kolonisiert.
    Ja, in der Tat, Menschen ohne tiefere Kenntnis von dieser Situation, könnte wirklich denken es handelt sich hier um einen Konflikt.

  • 03.04.2013 19:11 Uhr

    von Leonie :

    Danke Frau Knaul, ich habe ihre Beiträge fast schon vermisst.

    Hatte schon fast Angst, die Taz lässt ihr Lieblingsthema zur Randnotiz verfallen. Aber nein, fetter Aufmacher, weiter geht's.

    Ostern ist traditionell das richtige Datum, um den Kurs wieder aufzunehmen.

  • 03.04.2013 19:10 Uhr

    von Die HAMAS:

    ist eine TERRORORGANISATION, die bekämpft werden muss! Mit ihr kann man nicht verhandeln, weil sie ISREAL um jeden Preis vernichten will. Mit ihr gibt es keine ernsten Verhandlungen.

  • 03.04.2013 18:35 Uhr

    von end.the.occupation:

    > Hamas hat innerhalb Gazas volle Souveränität ...

    über den zu Lande, zu Wasser und von der Luft aus abgeschotteten Landstreifen, in dem circa 1.7 Millionen Menschen leben, was rund 25% der jüdischen Bevölkerung Israels entspricht.
    Und einem UN-Bericht zufolge wird ein Überleben in Gaza ab 2020 kaum mehr möglich sein.

    Souverän in einem israelischen Lager.

  • 03.04.2013 18:22 Uhr

    von Rafael:

    Bei so einer einseitigen Berichterstattung müssen Sie sich nicht wundern, dass man die taz nicht mehr abonnieren will. Der Heftling ist ein Krebsleiden erlegen, daraufhin kam es zum Rakettenbeschuß aus dem Gasastreifen, was zu der Reaktion von Israel führte.
    Das wäre eine objektive Berichtersattung.

  • 03.04.2013 17:46 Uhr

    von Harald:

    Merkwürdig, daß nie auch nur ein Wort darüber fällt, weshalb diese Leute im Knast sitzen. So vergeht kein Tag, an dem nicht z.B. Autofahrer mit Steinen beworfen werden, wobei es ständig zu Verletzungen, auch schweren, kommt.

    Ist nicht so schlimm? Kein Grund, der Steinewerfer habhaft zu werden? Wenn in der Dunkelheit ein Wacker die Windschutzscheibe während der Fahrt durchbirst? Ach so, bei Israelis ist das was anderes.

    Bei den Langzeithäftlingen handelt es sich ausschließlich um Mörder und Massenmörder an Zivilisten. Wobei etliche bereits zuvor für Gilad Schalit freigepresst wurden.

    "Gut 4.500 Palästinenser befinden sich derzeit in israelischer Haft, ... "

    Weiter nördlich wäre das eine halbe Monatsration für die Killing Fields. In Israel werden Mörder vor Gericht gestellt und zu Gefängnis verurteilt.

    Wie es in Gefängnissen der PA zugeht, kann der geneigte Leser hier nachsehen:
    http://www.jpost.com/MiddleEast/Article.aspx?id=305079

    @ Sprung in der Schüssel
    Wer wollte dir widersprechen, daß Hamas von den Mullahs mit Waffen und Geld versorgt wird.

    Was die Besatzung betrifft, so ist Israel im Jahr 2005 vollständig aus Gaza abgezogen. Ich weiß, für islamische Vorstellungen keine lange Zeit, aber immerhin.

  • 03.04.2013 17:38 Uhr

    von "Held":

    Der krebskranke Häftling ist für seine Rolle in einem verhinderten Selbstmordanschlag von 2002 in einem Jerusalemer Restaurant verurteilt worden. Dass die Hamas so etwas als Helden feiert, ist bekannt, dass die Fatah hierbei mitmacht, bedenklich. Den Verteidigern solcher Typen im Westen (ja, die gibt es) aber meine tiefste Verachtung.

  • 03.04.2013 17:26 Uhr

    von D.J.:

    @Sprung in der Platte,

    mich wundert eigentlich in Richtung "Israelkritiker" gar nichts mehr, aber zumindest hätten Sie mitbekommen können, dass Israel in Gaza keine Besatzungsmacht mehr ist.
    Hamas hat innerhalb Gazas volle Souveränität und somit auch die Pflicht, ggf. von anderen Gruppen unternommene Raketenangriffe zu unterbinden zu versuchen. Eigentlich ganz einfach, wenn man es denn verstehen möchte.

  • 03.04.2013 17:10 Uhr

    von Sprung in der Platte:

    "...dass er „die Hamas für alles“ verantwortlich hält, „was vom Gazastreifen auf auf Israel abgefeuert wird“..."

    vielleicht sollte man sich dabei mal von israelischer Seite abstimmen, denn sonst wird auch gern verbreitet, dass der Iran hinter allem stecke.

    Letzlich aber ist ohnehin die Besatzungsmacht für alles verantwortlich, was im Gazastreifen, aber nicht nur dort, passiert,
    wird also Zeit, dass Netanjahu und Co. mit dieser Platte nicht mehr durchkommen.

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