Seit 2012 können Zuwanderer ihre ausländischen Berufsabschlüsse leichter anerkennen lassen. Trotz Problemen zeigt das Gesetz Wirkung. von Bernd Kramer & Daniel Bax
Wenn der weißrussische Arzt nach Anerkennung seiner Ausbildung kein Taxi mehr fährt, wird ihm leider ein pakistanischer Akademiker o.ä. folgen. So funktioniert eben Ausbeutung. Die Regierung tut alles dafür, damit die Reservearmee der Arbeitslosen nicht kleiner wird und so der Lohndruck bleibt und steigt.
04.04.2013 13:53 Uhr
von Separationsrepublik:
Es ist gut das vergleichbare Abschlüsse der Zuwanderer endlich anerkannt werden. Wer das ALGII/H4 beantragen muss, dem werden sämtliche Ausbildungen aberkannt, jede Tätigkeit muss angenommen werden. Sollten die nun auch um Anerkennung ihrer Abschlüsse kämpfen? Wo ist denn die Statistik der Arbeitslosen und ihrer Ausbildungen? Die wird peinlich zurück gehalten.
Eine verfehlte EU-/Wirtschaft-Arbeitsmarktpolitik nach dem Trauerspiel, „Der Mohr hat seine Arbeit getan, der Mohr kann gehen.“ Friedrich Schiller Die wirtschaftlichen Separationsmechanismen der Politik die teils rassistische Züge haben, sollten geändert werden. Die Wirtschaft in die Pflicht nehmen, Leiharbeit abschaffen.
04.04.2013 13:39 Uhr
von HamburgerX:
Generell sinnvolle Maßnahmen. Bildungspotenzial sollte nicht verschenkt werden, wenn sich Ausländer rechtmäßig in Deutschland aufhalten.
04.04.2013 13:01 Uhr
von Stev:
Brain Drain auf der einen und gekauften Abschlüssen auf der anderen Seite werden so die Tore geöffnet. Leute mit wirklich guter Ausbildung, die in ihrer Heimat für die Infrastruktur lebensnotwendig sind, wie z.B. Ärzte, werden abgeworben. Dafür schicken dann deutsche Hilfsorganisationen eigene Ärzte in die ausgedünnten Regionen, um den Schaden wenigstens irgendwie zu kompensieren. Gutes Gewissen gibt's gratis dazu. Auf der anderen Seite gibt es selbst in EU-Ländern medizinische Abschlüsse gegen Zahlung, ohne daß man fachlich irgendetwas nachweisen muß (fragen Sie mal nach Erfahrungen von Erasmus-Leuten in entsprechenden Ländern). Und solchen "Ärzten" wollen Sie sich ausliefern, liebe TAZ-Redakteure? Wenn solche Abschlüsse anerkannt werden sollten, würde das ebenfalls eine schwere Benachteiligung der hier auf vergleichsweise hohem Niveau ausgebildeten Medizinern bedeuten. Demgegenüber gibt es gerade im medizinischen Bereich wesentliche Abwanderung von qualifiziertem deutschen Personal in Länder wie Schweiz, Großbritannien, Norwegen, weil das Gesamtpaket in D mittlerweile nicht mehr stimmt. Soll das also das Ziel sein: Hochqualifiziertes Personal wandert ab, billigeres (finanziell und fachlich) soll die Plätze ausfüllen? Sollte man auch einmal ehrlich thematisieren.
Leserkommentare
04.04.2013 17:18 Uhr
von Geistlos:
@ Separationsrepublik, ganz meiner Meinung.
Wenn der weißrussische Arzt nach Anerkennung seiner Ausbildung kein Taxi mehr fährt, wird ihm leider ein pakistanischer Akademiker o.ä. folgen. So funktioniert eben Ausbeutung. Die Regierung tut alles dafür, damit die Reservearmee der Arbeitslosen nicht kleiner wird und so der Lohndruck bleibt und steigt.
04.04.2013 13:53 Uhr
von Separationsrepublik:
Es ist gut das vergleichbare Abschlüsse der Zuwanderer endlich anerkannt werden.
Wer das ALGII/H4 beantragen muss, dem werden sämtliche Ausbildungen aberkannt, jede Tätigkeit muss angenommen werden. Sollten die nun auch um Anerkennung ihrer Abschlüsse kämpfen?
Wo ist denn die Statistik der Arbeitslosen und ihrer Ausbildungen? Die wird peinlich zurück gehalten.
Eine verfehlte EU-/Wirtschaft-Arbeitsmarktpolitik nach dem Trauerspiel, „Der Mohr hat seine Arbeit getan, der Mohr kann gehen.“ Friedrich Schiller
Die wirtschaftlichen Separationsmechanismen der Politik die teils rassistische Züge haben, sollten geändert werden. Die Wirtschaft in die Pflicht nehmen, Leiharbeit abschaffen.
04.04.2013 13:39 Uhr
von HamburgerX:
Generell sinnvolle Maßnahmen. Bildungspotenzial sollte nicht verschenkt werden, wenn sich Ausländer rechtmäßig in Deutschland aufhalten.
04.04.2013 13:01 Uhr
von Stev:
Brain Drain auf der einen und gekauften Abschlüssen auf der anderen Seite werden so die Tore geöffnet. Leute mit wirklich guter Ausbildung, die in ihrer Heimat für die Infrastruktur lebensnotwendig sind, wie z.B. Ärzte, werden abgeworben. Dafür schicken dann deutsche Hilfsorganisationen eigene Ärzte in die ausgedünnten Regionen, um den Schaden wenigstens irgendwie zu kompensieren. Gutes Gewissen gibt's gratis dazu. Auf der anderen Seite gibt es selbst in EU-Ländern medizinische Abschlüsse gegen Zahlung, ohne daß man fachlich irgendetwas nachweisen muß (fragen Sie mal nach Erfahrungen von Erasmus-Leuten in entsprechenden Ländern). Und solchen "Ärzten" wollen Sie sich ausliefern, liebe TAZ-Redakteure? Wenn solche Abschlüsse anerkannt werden sollten, würde das ebenfalls eine schwere Benachteiligung der hier auf vergleichsweise hohem Niveau ausgebildeten Medizinern bedeuten.
Demgegenüber gibt es gerade im medizinischen Bereich wesentliche Abwanderung von qualifiziertem deutschen Personal in Länder wie Schweiz, Großbritannien, Norwegen, weil das Gesamtpaket in D mittlerweile nicht mehr stimmt.
Soll das also das Ziel sein: Hochqualifiziertes Personal wandert ab, billigeres (finanziell und fachlich) soll die Plätze ausfüllen? Sollte man auch einmal ehrlich thematisieren.