• 04.04.2013

Heimlich abdrücken

Der Fotograf, der niemals fragt

Es gibt Menschen, die fotografieren unbemerkt Fremde auf der Straße und stellen deren Bilder danach ins Internet. Ein besonders guter Tag für sowas ist der 1. Mai, findet der Hamburger "Streetphotographer".von Caroline Ritgen

  • 04.04.2013 16:49 Uhr

    von BAReFOOt:

    Euch ist schon klar, dass (u.a.) in Deutschland das Aufnehmen von Privatpersonen, ohne diese VORHER zu fragen, ILLEGAL ist.

    Erlaubt isses dagegen bei öffentlichen Personen, wie Polizisten die ihre Kopfbedeckung tragen, Politiker bei der Arbeit, und Richter. Das ist ein Teil des Preises den man dafür bezahlt, über die Freiheiten anderer Urteilen zu dürfen.

    Doch wer das z.B. bei mir probiert, dem sein Leben wird zum Scherbenhaufen werden. Und Schuhe gibts nicht mehr.

    Also:
    1. LASST ES EUCH NICHT GEFALLEN, wenn andere es mit euch machen. Überwachung ist Freiheitsberaubung, und gibt dem Überwacher Macht über einen. Was extrem schlecht ist, wenn er was *finden will.* Und
    2. SEIT KEINE ARSCHLÖCHER. Respektiert die Rechte anderer. Selbst böser Menschen. Denn der Sinn von Rechten ist es gerade, dass niemand hingehen, und nach Tageslaune individuell entscheiden kann, wer sie bekommt und wer nicht.
    Wer nett fragt, kriegt meist ein OK. Und wenn nicht, dann muss er damit leben. Punkt.

    So einfach ist das.

  • 04.04.2013 16:00 Uhr

    von Bernardo Markowsky:

    @anonymus: >"Heimlich nennt sich „Autodidakt“"
    Man denkt: Spanner häte man früher gesagt.<
    Nicht undumm, anomymus andronymus.
    "Man denkt"? Wer oder was ist man?
    Profis sind die Besseren Beobachter, weil sie Geld verdienen und ins System integriert sind? Das hieße den Zeitgeist auf den Punkt zu bringen.

  • 04.04.2013 14:43 Uhr

    von temp:

    Wirklich nicht schlecht, der Artikel.

    Hoffentlich ist der Rest glaubwürdiger als das, was man einem darin komisch vorkommt.

    "Er legt die Speicherkarte in das Laufwerk."

    Wie bitte?

    Und warum wird 'die Speicherkarte' ins Laufwerk geschoben?

    Weil sie voll ist. Ist ja auch echt Scheiße, wenn man mit so einer Profi-Ausrüstung alle tausend Bilder wieder nach Haus muss, um die Karte auszulesen.

    Nachtigall ...

    Nein. Nix für ungut.

  • 04.04.2013 13:10 Uhr

    von G.Knipster:

    "In anderen Ländern gibt es kein Persönlichkeitsrecht", sagt Heimlich. "Da darf man alles." Naheliegende Schlussfolgerung: Was im Ausland Recht ist, kann in Deutschland nicht Unrecht sein. Also munter drauflos geknipst. Merkt doch keiner. Und klagen tut sowieso keiner. Und bestraft wird's eh nicht.

  • 04.04.2013 11:23 Uhr

    von Willi Nemski:

    Ich habe mir den Blog des Fotografen angesehen.

    Alles wunderbar, oft sind die Menschen von hinten zu sehen, was recht wenig rüberbringt.

    Was mir jedoch ganz und gar missfällt: dieser Mensch verbirgt sich in der Anonymität, nicht mal eine Anbieterkennzeichnung ist vorhanden. Man sollte als Fotograf zu seinen Bilder stehen und sich nicht verdrücken.

  • 04.04.2013 10:41 Uhr

    von stopp:

    Ja! Persönlichkeitsrechte sind immer nur dann wichtig und richtig wenn der böse Staat, die Strafverfolgungsbehörden seine Bürger /Verbrecher filmt, trackt, rastert etc.

    Persönlichkeitsrechte sind aber *völlig* egal wenn sog. "Künstler" oder andere Leute ohne Auftrag im Leben aufs Auslöserchen drücken - insbesondere dann nicht wenn man pöhse Polizeigewalt dokumentieren muss - is klar oder?

    Mein Versprechen: Sehe ich ein nicht autorisiertes Foto von mir oder meiner Familie irgendwo im Netz werde ich den Host des Bildes verklagen. Ja - so spießig bin ich gerne :)

  • 04.04.2013 10:26 Uhr

    von anonymous:


    Grandioser Artikel.
    Was für ein Spannungsbogen. Danke für das kostenlose Schlückchen Echauffiertheit.


    "Seinen Namen aber will er nicht in der Zeitung sehen."
    vs.
    "Ob sie damit einverstanden sind, dass er die Bilder ins Netz stellt, fragt er seine Motive nicht."
    Man denkt: Was für ein Balg.

    "Heimlich nennt sich „Autodidakt“"
    Man denkt: Spanner häte man früher gesagt.

    "„Die Presse ist lächerlich“, sagt Heimlich. Das Im-Hintergrund-Halten nennt er feige."
    Man denkt: feige = anständig?

    "„Nicht bei Facebook posten“, ruft sie. „Aber aufs Blog schon, oder wie?“, fragt Heimlich und lacht. Die Frage wird von der Geräuschkulisse übertönt."
    Man denkt: Ihre Antwort war: "Arschloch."


    "Gesichter zeigen, ohne sie zu erkennen zu geben, das macht die wahre Kunst der Straßenfotografie aus – und es gelingt ihm so selten!"
    Man erkennt: Das ist ein Fotograf der nur anonyme Fotos veröffentlicht.

    Man ärgert sich: Sie beschreiben hier einen Fotografenalltag - und bauschen das tendenziös auf damit sich der Leser auch ordentlich aufregen kann.


    Ich frage mich: Sind das die Künstler von soulofhamburg.com?
    Auf ihrer Homepage heißt es: "Wenn du dich auf einem unserer Fotos wiederfindest und es gelöscht haben willst - schreib uns einfach!"


    Was für ein Spannungsbogen. Danke für das kostenlose Schlückchen Echauffiertheit.
    Grandioser Artikel.

  • 04.04.2013 09:26 Uhr

    von ich:

    Was will uns der Artikel sagen?
    "Deine Rechte sind mir egal, ist schließlich Kunst?"

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