Die offenbar schwierige Befragung kongolesischer FDLR-Opfer unter Ausschluss der Öffentlichkeit wird fortgesetzt. Zur Sprache kommt dabei unvorstellbares Leid.von Dominic Johnson
"Aber die Verteidigung will "Anzeichen von Fremdsuggestion" erkannt haben. Die Aufnahme in einem Flüchtlingslager, der Aufenthalt in einem Krankenhaus und die psychologische Hilfe als Vergewaltigungsopfer seien "mögliche Anreize" für eine Falschaussage."
Ich bin entsetzt! Wie im ach-so-moralischen Westen immer noch mit Vergewaltigungsopfern umgegangen wird: Entschuldigen Sie meine Ausdrucksform, aber da kommt mir nur noch das Kotzen.
Wie wäre es, wenn ein Gutachter (oder mehrere) in den Kongo fliegt und dort über einen längeren Zeitraum einen Psychologen bei der Arbeit mit den Frauen begleitet? Reicht das denn nicht aus? Ich finde eine öffentliche Videoschaltung nicht die optimale Lösung, also mal ehrlich, eine Vergewaltigung und der Umgang mit den Traumatisierungen ist etwas sehr Intimes und Persönliches, man kann nicht von den Frauen verlangen, das online, vor fremden Menschen in fremden Ländern, und vor der ganzen Welt preiszugeben, sofern sie das nicht wünschen!! Das ist doch vor allem abschreckend im Bezug auf künftige Prozesse und außerdem nur eine neuerliche Demütigung!!
04.04.2013 18:25 Uhr
von magy:
Das solche Verteidiger sich nicht schämen diese Opfer und deren Leid so zu zerpflücken, sie als unglaubwürdig dastehen zu lassen nur um diese Verbrecher zu schonen, gar noch frei zu bekommen ist ein Skandal. Es mag der Job sein, aber solchen Bestien sollte man kein Menschenrecht mehr zugestehen, die haben jefliche Rechte verwirkt. Sollen die Anwälte doch mal in den Osten Kongos fliegen sich die verletzten Mädchen und Frauen, sogar die kleinen Kinder ansehen sich deren Leid beschreiben lassen. Diese Anwälte können auch mit dem Doktor der Klinik in Panzi sprechen, der hat unzählige Frauen zusammen geflickt deren Genitalien erheblich zerstört wurden. Allein dadurch, das die Menschen in Ostkongo permanent in Angst leben mußten ist schon ein Trauma. Dann werden vor ihren Augen ihre Männer erschlagen, zerhackt oder erschossen, dann werden die Frauen und ihre weiblichen Kinder vergewaltigt. Gibt es noch mehr Trauma ??? Dann mag so ein Verteidiger noch hergehen und aus taktischen Gründen solch arme Menschen erniedrigen und sie unglaubwürdig machen ?
Leserkommentare
07.04.2013 10:57 Uhr
von Jule:
"Aber die Verteidigung will "Anzeichen von Fremdsuggestion" erkannt haben. Die Aufnahme in einem Flüchtlingslager, der Aufenthalt in einem Krankenhaus und die psychologische Hilfe als Vergewaltigungsopfer seien "mögliche Anreize" für eine Falschaussage."
Ich bin entsetzt!
Wie im ach-so-moralischen Westen immer noch mit Vergewaltigungsopfern umgegangen wird: Entschuldigen Sie meine Ausdrucksform, aber da kommt mir nur noch das Kotzen.
Wie wäre es, wenn ein Gutachter (oder mehrere) in den Kongo fliegt und dort über einen längeren Zeitraum einen Psychologen bei der Arbeit mit den Frauen begleitet? Reicht das denn nicht aus? Ich finde eine öffentliche Videoschaltung nicht die optimale Lösung, also mal ehrlich, eine Vergewaltigung und der Umgang mit den Traumatisierungen ist etwas sehr Intimes und Persönliches, man kann nicht von den Frauen verlangen, das online, vor fremden Menschen in fremden Ländern, und vor der ganzen Welt preiszugeben, sofern sie das nicht wünschen!! Das ist doch vor allem abschreckend im Bezug auf künftige Prozesse und außerdem nur eine neuerliche Demütigung!!
04.04.2013 18:25 Uhr
von magy:
Das solche Verteidiger sich nicht schämen diese Opfer und deren Leid so zu zerpflücken, sie als unglaubwürdig dastehen zu lassen nur um diese Verbrecher zu schonen, gar noch frei zu bekommen ist ein Skandal.
Es mag der Job sein, aber solchen Bestien sollte man kein Menschenrecht mehr zugestehen, die haben jefliche Rechte verwirkt.
Sollen die Anwälte doch mal in den Osten Kongos fliegen sich die verletzten Mädchen und Frauen, sogar die kleinen Kinder ansehen sich deren Leid beschreiben lassen. Diese Anwälte können auch mit dem Doktor der Klinik in Panzi sprechen, der hat unzählige Frauen zusammen geflickt deren Genitalien erheblich zerstört wurden.
Allein dadurch, das die Menschen in Ostkongo permanent in Angst leben mußten ist schon ein Trauma. Dann werden vor ihren Augen ihre Männer erschlagen, zerhackt oder erschossen, dann werden die Frauen und ihre weiblichen Kinder vergewaltigt. Gibt es noch mehr Trauma ??? Dann mag so ein Verteidiger noch hergehen und aus taktischen Gründen solch arme Menschen erniedrigen und sie unglaubwürdig machen ?
Ich zweifle doch sehr an der Rechtssprechung.