• 04.04.2013

Dschihadisten in Syrien

„Das Ausland versteht sie falsch“

Die Mitglieder der Nusra-Front sind die schlagkräftigsten Gegner des syrischen Regimes. In Deir al-Sor wollen sie einen islamischen Staat errichten. Ein Besuch.von Nils Metzger

  • 06.04.2013 15:53 Uhr

    von Anti Islam :

    Die taz will die Terroristen wieder als die guten darstellen, ihr berichtet über diese Region und erwähnt mit keinem Wort die kurdische YPG welche die stärkste militärische kraft in Syrien ist.

    Die taz unterstützt damit fsa terroisten, die "ungläubigen" vor laufender Kamera den Kopf abschneiden

  • 06.04.2013 01:03 Uhr

    von Hellseher:

    Zitat: "Insbesondere im Osten Syriens kontrollieren die Dschihadisten inzwischen nahezu alle strategisch wichtigen Gebiete wie Ölquellen, Verkehrsknotenpunkte und zahlreiche öffentliche Gebäude."

    Das wird ihnen leider gar nichts nützen.
    In Mali eroberten sie auch den nördlichen Teil, und dann kam Frankreich um ihnen alles wieder abzujagen.

    In Syrien wird das selbe passieren. Nur dass es dann nicht Frankreich ist, sondern die USA.

  • 05.04.2013 14:41 Uhr

    von Harald:

    Hallo Ant-iPod

    kannst du dir das Geschrei vorstellen, wenn selbst ein kleines westliches Expeditionsheer mit 50 Divisionen in Syrien einmarschiert wäre? Den Mond hätt's aus der Umlaufbahn gehauen.

    Was ich an deinem Standpunkt nicht verstehe ist, daß du, obwohl gut informiert, den Westen in die Hauptverantwortung für den syrischen Krieg nimmst. Das ist mir zu einfach.

    In der muslimischen Welt in Middle East tobt der Krieg um die Vorherrschaft zwischen Schiiten und Sunniten. Ein Krieg, geführt auf der Basis hoher, dreistelliger Dollarmilliarden.

    Egal was der Westen macht oder nicht, ändert nicht das Geringste am Blutdurst der Beteiligten. Wohin ein Engagement letztendlich führt, kann derzeit in Afpak besichtigt werden. Oder in Ägypten, wo die Muslimbrüder, von den USA an die Macht gebracht, zeigen, worauf es ihnen ankommt. Von der übrigen muslimischen Welt ganz zu schweigen.

    Es änderte nicht das Geringste daran, daß Europa der von den Medien verschwiegene Verfügungsraum islamistischer Terroristen ist. Die sich gerade aus diesem Europa zu tausenden zur praxisnahen Ausbildung in Syrien befinden.

    Jetzt könnte man diese Leute natürlich an der Rückkehr nach Europa hindern, was aber illusorisch ist, da Europa nicht mal mehr die Kraft aufbringt, Hezbollah als Terrororganisation einzustufen.

    Bis 2048 ist noch lange hin.

  • 05.04.2013 14:06 Uhr

    von Akrat:

    Liebe TAZ,
    in der Print-Ausgabe dieses Artikels steht in der Überschrift, dass "blanke Anarchie hersche".
    Dies ist zweifach grundlegend falsch.
    1.Ich hatte mit eigentlich immer gedacht, dass die TAZ als linke Presse weiß was Anarchie bedeutet.
    Nämlich nichts anderes als Herschaftslosigkeit.
    Dann stellt sich aber die Frage wie kann Herschaftslosigkeit herschen?- Kann sie nicht!
    2.Die Anwendung des Begriffes Anarchie in diesem Kontext ist falsch, da Anarchie ungleich Chaos ist, was wohl gemeint ist, da wir hier im Westen nicht durchblicken, was genau wie und wo in Syrien geschieht.
    Dort herscht keine Herschaftslosigkeit sondern Krieg zwischen Regierung und Oppositionellen Milizen (die sich auch untereindander nicht unbedingt lieb haben).
    Das ist eine geballte Ansammlung an Herschaft, größtenteils durch Waffengewalt und so definitiv keine Anarchie.

    Ich bitte die Taz daher sich den Begriff der Anarchie genauer anzuschauen (der Wikipedia-Artikel hilft, dort wird auch der passendere Begriff der Anomie erklärt) und sich nicht in den difamierenden unreflektierten Gebrauch dieses Wortes in den rechten und Mainstreammedien einzureihen.

    Dies ist nicht böse gemeint sondern soll bitte als konstruktiver Vorschlag in Kentniss genommen werden.
    Danke :)


    (für Rückfragen könnt ihr mir ja eine Mail schicken)

  • 05.04.2013 12:36 Uhr

    von Ute:

    Es erinnert alles daran, dass die westlichen Geheimdienste, auch der hiesige, zumindest halbwegs einen Überblick darüber haben müssten, was da in Syrien vor sich geht. Wenn solche Fähigkeiten dort schon seit Jahr und Tag vorliegen, warum hat man es dann zu diesem Konflikt mit solchen Ausmaßen kommen lassen müssen?

    Somit ist es auch falsch zu behaupten, Russland und China müssten hier als die Verantwortlichen gebrandmarkt werden. Intrige und Ranküne und nicht Menschenrechte sind Handeln von westlicher Provenienz – man hat doch offenbar kommen sehen, was sich da entwickeln könnte und da soll es mit und über Russland keine anderen Möglichkeiten gegeben haben?

    @ Harald

    Was glauben Sie, ist der hier genannte Ahmed al-Hadsch nun für oder gegen den Einfluss der Nusra-Einheiten?

    Oder anders gefragt: Haben Sie vor Verbreitung bzw. Einsatz
    Ihrer Textbausteine den Bericht wirklich gelesen?

  • 05.04.2013 10:36 Uhr

    von Ant-iPod:

    In den gestrigen Tagesthemen hat der SWR Reporter, der mit Georg Armbruster in Syrien war darüber berichtet, dass lediglich die eher islamistischen Gruppen der Masse der Zivilbevölkerung deswegen helfen können, weil sie mit viel Geld aus den Ölmonarchien neben Waffen eben auch die anderen Dinge des täglichen Bedarfs erwerben und verteilen - Brot, Medikamente etc.

    In ihrer blanken Not würden die Menschen jede Hilfe annehmen und er sähe voraus, dass bsw. die Europäer den Syrern genau dies zum Nachteil auslegen würden, dass sie sich an die Islamisten "gewendet" hätten.

    Wenn wir diesen Menschen nicht helfen - warum beschweren wir uns dann, dass sie in der Not nach dem Strohhalm greifen, der ihnen gereicht wird?
    Wenn Sunniten sich die Freiheit wünschen, nicht wegen ihres Glaubens benachteiligt zu werden (wie unter Baschar) und dies offen aussprechen, warum sehen wir darin gleich eine drohende Unterdrückung von Christen, Alawiten etc.?

    Wenn wir dabei zusehen, wie der Iran und Russland das Regime dabei unterstützen, die eigene Bevölkerung zu morden, dann ist dies eine indirekte Unterstützung solchen Handelns.
    Dann dürfen wir uns nicht wundern, wenn diese Menschen uns hassen und uns an dem von uns mitverursachtem Schmerz teilhaben lassen - was wir oft Terror nennen.

    Wir erschaffen uns unsere Feinde selbst - völlig ohne Not!

  • 05.04.2013 09:58 Uhr

    von Ehrloses Gesindel:

    Wer den Kopf im Sand hat, den bestraft die Realitaet.

  • 05.04.2013 01:08 Uhr

    von Karl M.:

    Wenn es in Europa anfängt dann werden die Gutmenschen aufwachen oder sie werden Enden wie im Iran-an den Baukränen aufgehangen von den Leuten die sie vorher unterstützt haben.

  • 04.04.2013 20:10 Uhr

    von Harald:

    Im Gegensatz zu westlichen Politikern, die aufgrund des herrschen Correctness Terrors und der Lobbyverschleierung nur noch in austauschbaren, belanglosen Phrasen sprechen, sagen Diktatoren/Despoten/Folterknechte immer die Wahrheit.

    Man muss ihnen nur zuhören. Zuhören wollen.
    Aber warum nur wird ihnen so selten bis gar nicht geglaubt? Selbst im eigenen Bericht nicht?:

    "Wir sind nicht Teil dieser Revolution, sondern verteidigen unseren Glauben",

    „Wir möchten eine Regierung, die vom Islam und unseren traditionellen Werten geprägt ist.“

    "Radikalität hat im Weltbild des Familienvaters jedoch keinen Platz, es ist geprägt von Stolz und Würde - nicht von blindem Eifer."

    Gelten "Stolz und Würde" auch für Christen, Juden, Bahai, Ale- und Alawiten, Sunniten und Atheisten in Syrien?

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